vontaz-panter-stiftung 14.12.2018

taz Panter Stiftung

Die taz Panter Stiftung fördert seit ihrer Gründung 2008 kritische Nachwuchsjournalist*innen, ehrenamtliches Engagement und die Pressefreiheit weltweit.

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Am Mittwoch haben wir uns nach Frankfurt-an-der-Oder aufgemacht. Die Reise startete in einem Doppeldecker-Zug, der uns in diese Stadt direkt an der deutsch-polnischen Grenze brachte. Das Städtchen war hübsch, und das Wetter – endlich – sonnig! Auch die polnische Seite – Slubice – lud zu einem zwar kurzen aber angenehmen Ausflug ein.

von Nadeshda Anisowitsch aus Minsk (Belarus)

Die Brücke zwischen beiden Städten ist durch jeweils polnische und deutsche Staatsgrenzzeichen markiert. Ist ja spannend, dachte ich, und was wenn sich mitten auf der Brücke ein Autounfall ereignen würde? Welcher Staat wäre in diesem Fall zuständig? Die Frage beschäftigte mich eine ganze Weile.

Inzwischen sind wir bereits an der Pforte der polnisch-deutschen Universität Collegium Polonicum angelangt. Hier haben wir über Besonderheiten des Studiums erfahren, welches unter anderem einen Abschluß mit einem Doppel-Diplom ermöglicht. Je nach Fachrichtung kann man übrigens Vorlesungen auf Polnisch, Deutsch oder Englisch besuchen.

Im Nu sind wir wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Und begeben uns zum freien Radio namens „Slubfurt“. Nach dem Gespräch mit den Radiomachern dürfen wir sogar „senden“, und der Kollege aus Armenien pfeift ein Lied über die Heimat in die Welt hinaus. Es wird Abend, als wir wieder den oberen Stock des Berlin-Zuges besteigen. Ein rundum gelungener Tag!

Der allerdings immer noch nicht zu Ende ist, denn abschließend sind wir alle zu einer Home-Party bei Petra eingeladen. Eine echte deutsche Wohnung in einem 150-Jahre alten Haus. Ein wunderschöner Ort mit Geschichte. Nun haben auch wir viel Musik und ein paar neue Geschichten dazugetan.

Zum einundzwanzigsten Mal sind Journalisten aus Osteuropa Gäste der taz Panter Stiftung, um sich kennen zu lernen, ihre Erfahrungen auszutauschen, Neues über Journalismus unter demokratischen und nicht mehr so demokratischen Bedingungen zu lernen. Weil es dieses Mal speziell um das Thema „Bedrohte Pressefreiheit“ ging, waren die KollegInnen fünf Tage in Budapest und dann in Berlin. In einem täglichen Blog berichten sie von dem Workshop, der auch aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert wird.

 

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