20jähriger als IBU-Verdächtiger festgenommen

Montag vorvergangener Woche erzählte mir ein Freund gegen 18:30 Uhr, er habe beim Vorbeiradeln in Bonn am Stiftsplatz maskierte Polizisten bei einer Razzia gesehen. Ich fuhr sofort hin, aber es war schon alles vorbei. Tags drauf stand es dann in der Zeitung: ein  junger Mann sei festgenommen worden. 20 Jahre alt, Afghane und Deutscher, in St. Augustin aufgewachsen, wohnte seit längerem in Offenbach. Er stand schon länger unter Beobachtung. Er war wohl auf dem Weg zu seinem Anwalt Carsten Rubarth gewesen.

Der Mann soll 20 Jahre alt sein. Vorgeworfen wird ihm laut Pressemitteilung des Generalbundesanwalts zur Zeit, dass er im Herbst 2010 etwa 800 Euro über einen Finanzdienstleister an die IBU nach Waziristan geschickt haben soll. Er soll sich seit Oktober 2011 Mitglied der IBU gewesen sein (nach § 129b Abs. 1 i.V.m. § 129a Abs. 1 Nr. 1, Abs. 5 StGB), der Organisation Rekruten vermittelt und Informationen über die politische Lage  in Deutschland für die Medienstelle der IBU, Jundullah beschafft haben. Außerdem soll er seit Oktober 2011 der “Statthalter” der Organisation in Deutschland gewesen sein, der Kontaktmann der Ch.- Brüder nach Deutschland,  und vorgehabt haben, in Kürze selbst nach Waziristan auszureisen, um sich der Organisation anzuschließen.

 

Der Festgenommene wurde am nächsten Tag nach Karlsruhe zum Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes gebracht.  Sein Anwalt Rubarth sieht laut Express keine Fluchtgefahr, da die Behörden dem Mandanten schon vor einiger Zeit den Pass entzogen hätten.

 

Hier ist der Link zur Pressemitteilung des GBA: http://www.generalbundesanwalt.de/de/showpress.php?themenid=14&newsid=452

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