Posts Tagged ‘Treueid’

28.05.2012 von annette hauschild
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Jihad ist beschwerlich

von annette hauschild

Vier Tage lang erzählte Ahmad S vom Aufbruch zur Befreiung Afghanistans und vom wirklichen, harten Leben im Jihad. Von der Ausbildung bei der IBU, von dem Weggang und von der Arbeit für Al Qaida. Von Luftangriffen, Absetzbewegungen und der Rückkehr.

Sie reisten über Peschawar ein, wurden dort von einem Schleuser, der zwischen Peschawar und Hamburg pendelte und die Gruppe in der Taiba-Moschee (früher al Quds-Moschee) kennengelernt hatte, beherbergt und an die IBU weitergeleitet. Naamen M und Rami M gingen über die grüne iranisch-pakistanische Grenze und schlossen sich der Al Qaida an. Später würden sie wieder zusammentreffen.  Die Brüder S. und Shahab D. trafen bei der IBU  zunächst  die Bonner Islamisten-Brüder C., Abu Adam und Abu Ibrahim, das Werber-Gespann für die Islamische Bewegung Usbekistan,   die ihnen die IBU, die in Deutschland damals noch nicht so bekannt war, vorstellten und sie für diese Organisation anwarben. Im Rahmen einer feierlichen Runde wurde… weiter lesen

30.01.2010 von annette hauschild
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Sauerland-Verfahren neigt sich dem Ende zu

von annette hauschild

Am 4. März wird Richter Breidling das Verfahren gegen die vier Möchtegern-Märtyrer abschließen. Dann fällt das Urteil. Den ganzen Februar über werden die Bundesanwaltschaft und die Verteidigung ihre Plädoyers halten. Rechtsanwalt Dirk Uden ist offenbar gelungen, dass das Gericht seinen Mandanten Fritz Gelowicz, den Anführer und Kopf der Gruppe, nicht mehr als Mitglied, sondern nur noch als Unterstützer der Islamischen Jihad Union ansieht. Gelowicz hatte die bemerkenswerte Ausführung gemacht, dass sein Treueid auf den Ausbilder Ahmed nicht mehr gelte, denn er sei ja jetzt ein Gefangener und kein Kämpfer mehr. Damit stellte er sich gegen die Auffassung anderer Angeklagter, für die ein Treueid ein ganzes Leben lang gilt, z.B. der Mitangeklagte Adem Yilmaz oder auch Ömer Ö., der in Koblenz vor Gericht steht. Ob das allerdings an der Strafhöhe für Gelowicz etwas ändert, ist unwahrscheinlich.

12.01.2010 von annette hauschild
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Wende im Koblenzer Al Qaida-Verfahren

von annette hauschild

Nach der Weihnachtspause wurde heute weiterhin der wegen Unterstützung der Al Qaida zu 8 Jahren verurteilte Aleem N. gehört. Die Generalbundesanwaltschaft und die Verteidigung waren mit Fragen dran.

Das Gericht gab heute früh die Entscheidung über die Haftbeschwerde bekannt, die Sermets Verteidigung, die Anwälte  Michael Ried und Stefan Holoch, über die Jahreswende erhoben hatten. Ein Wermutstropfen für den Angeklagten und seine Verteidiger, denn Ried hatte gehofft, dass Sermet bis zum Prozessende auf freien Fuß gesetzt werde. Er bleibt weiterhin in Haft. Immerhin: Der Senat hat die Anklage gegen Sermet I. reduziert: von Mitgliedschaft auf lediglich Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung.

Treue bis in den Tod

Eine besondere Rolle spielt in diesem Prozess, wie in dem “Sauerland-Verfahren”, die Frage, ob ein “Treueid” gegenüber einem militärischen Führer (“Emir”) geleistet wurde, und welche Bedeutung ein solcher Treueid hat. Es gibt offensichtlich verschiedene Sichtweisen unter den Angeklagten, je nach Bedarf.

Einvernehmen herrscht bei der Frage des Gehorsams gegenüber dem Anführer, dem Treue… weiter lesen