Ein Hauch von Watergate.

Wir können kaum so schnell gucken, wie in Washington die Köpfe rollen. Am Montag hat der Neue im Weißen Haus seinen Berater für Nationale Sicherheit  gefeuert, weil dessen Lügen wg. Russland dank der „Washington Post“ bekannt geworden waren. Am Dienstag wurde Kellyanne Conway bei der populären „Morning Joe“-Show zur Persona non grata, weil sie „nicht mehr glaubwürdig“ ist. Sie ist die einzige Frau, die gelegentlich für Trump sprechen und manchmal neben den Männern hinter ihm stehen darf, wenn er Dekrete unterzeichnet. Und heute musste der Fast-Food-Milliardär Andrew Puzder, Trumps‘ Kandidat für das Arbeitsministerium, das Handtuch schmeißen, weil er wegen der jahrelangen Beschäftigung einer papierlosen Immigrantin in seinem Haushalt selbst für Republikaner nicht mehr tragbar war.

Der Neue ist erst seit 26 Tagen im Amt. Aber er hat in dieser Zeit bereits mehr Stoff für Ermittlungen geliefert, als Barack Obama in acht Jahren. Trump droht den Autoren der „kriminellen Enthüllungen“ mit Verfolgung und Strafe. Aber das scheint immer weniger einzuschüchtern. Im Gegenteil: Je enger er die Schrauben zieht, desto mehr Regierungsmitarbeiter erkennen die Freuden von „Leaks“. Das Weiße Haus, die Geheimdienste und andere Regierungsstellen summen nur so von Informationen, die über gesicherte Apps in Redaktionsstuben und an die Öffentlichkeit gelangen.

Gleichzeitig ermittelt das FBI über die intensiven und zahlreichen Russlandkontakte von Trumps‘ Team in den letzten anderthalb Jahren. Reden immer mehr Kongressmitglieder von einem Impeachment. Und spüren JournalistInnen „Blut im Wasser“.

Wenn das in diesem Rhythmus weiter geht, schafft der Neue niemals vier Jahre.

Watergate anyone?

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