Archive for Februar, 2008

27.02.2008 von
blogavatar

Wahlversprecher

von

Der russische Präsident Neverdeverorwhatever, in den Worten jener Kandidatin, die außenpolitisch erfahren und “ready on day one” ist….

Kuckstu.

25.02.2008 von
blogavatar

Hillary Hyde, Jekyll Clinton und Songs für Obama

von

Hillary Clinton ist wunderbar. Da lässt hat sie zum Ende der Debatte in Austin einen guten Moment, sagt ein paar emotionale Sachen, für die sie viel Applaus bekommt (es muss ein Supergefühl sein, wenigstens einmal die rhetorisch richtigen Tasten gedrückt zu haben). Und schon verschickt ihr Wahlkampfteam diese 60 lichten Sekunden in alle Welt und will jede Menge Spenden, um sie in Texas und Ohio auch noch als Wahlspot zu senden. Sekunden zuvor hatte Hillary in Austin bekundet, wie wahnsinnig geehrt sie sei, mit Barack Obama wahlkämpfen zu dürfen.

Hillary gut aus – Hillary böse an – so schnell kann es gehen, je nachdem, was die Wahlkampfteams gerade für angesagt halten. Keine zwei Tage später schimpft sie schon wieder auf Obama wie ein Rohrspatz. Wow, das ist überzeugend.

Obama seinerseits hat inzwischen so viele mehr oder weniger selbst gemachte Song-Videos inspiriert wie wohl noch nie… weiter lesen

22.02.2008 von
blogavatar

The silly season

von

Was soll man da noch sagen: Die letzte Fernsehdebatte zwischen Hillary Clinton und Barack Obama aus Austin, Texas, hat keine Wende gebracht. Wenn Clinton wollte, dass Obama schlecht aussieht, sah sie noch schlechter aus. Wenn sie gut war, war er besser. Ausnahme: Der Schluss der Debatte, als Clinton sich “geehrt, so geehrt” zeigt, mit Obama im Wahlkampf streiten zu dürfen und betont, sie werde schon OK sein, egal, was passiere – sie hoffe nur, dass man das auch für das amerikanische Volk sagen könne. War das schon eine halbe concession speech? Hat sie aufgegeben?

Dafür spricht, dass sie mit ihren Angriffen gegen Obama, insbesondere diesen Plagiatsvorwürfen, weder beim Publikum noch bei ihm Eindruck machen konnte, wie der Ausschnitt deutlich zeigt:

MS. BROWN: I think — I think one of the points — (interrupted by continued cheers,

weiter lesen

20.02.2008 von
blogavatar

Obama is unstoppable

von

Barack Obama hat Wisconsin klar für sich entschieden. Das ist sein 9. Sieg seit dem Super-Tuesday vor zwei Wochen. Sein Sieg war zwar erwartet worden, aber längst nicht so deutlich, da Wisconsin als Bundesstaat mit vielen Arbeitern, Geringverdienern und älteren Bürgern als Terrain angesehen wurde, in dem auch Hillary Clinton gute Chancen hätte. So kam es nicht. Obama ist nun kaum noch aufzuhalten. Ein paar Zahlen, die das belegen, entnehme ich hier dem RealClearPolitics HorseRaceBlog
Obama Margin of Victory.jpg

So, for instance, Obama won white males in the non-South by 8 points prior to the Potomac Primary. Last night, he won them by 26 points, yielding a net increase of 18 points.

As you can see, Obama enjoyed significant expansions in three of his four strongest demographic groups. And, though it appears he did worse among white Protestants – the difference between the… weiter lesen

19.02.2008 von
blogavatar

Stairway to Hell or not

von

Liest man im Netz so ein wenig herum, hat man den Eindruck: Obama hat seinen Zenit überschritten. Immer mehr Kommentatoren und Blogger machen sich Hillarys Kritik an Obamas Kampagne zu eigen. “Where is the meat?”, fragen sie und spielen damit auf Walter Mondale an, der mit dieser Frage 1984 Gary Hart aus dem Rennen warf. David Brooks überschreibt seine Kolumne in der New York Times mit “When the Magic Fades” und macht sich Sorgen um Menschen, die am “Obama Comedown Syndrom” leiden. Nach all den schönen Reden erkennen sie schmerzlich, dass er bei Lichte betrachtet, all das gar nicht leisten kann, was sie sich von ihm erhoffen. Statt Erlösung droht Verdammnis? Na ja, ganz so will es Brooks am Ende noch nicht zuspitzen. Doch er gehört zu vielen, die das Gefühl haben: Obama geht irgendwann die Luft aus. Und dann überholt ihn Hillary. Diesem gefühlten… weiter lesen

19.02.2008 von
blogavatar

Hillarys Abgang

von

Obama und Unterstützer

Das sieht doch schön aus: Barack Obama umringt von Victoria Kennedy, Senator Edward Kennedy, Caroline Kennedy, dem Gouverneuer von Massachusetts Deval Patrick und desen Frau Diane, Senator John Kerry und dessen Frau Teresa Heinz-Kerry. In den letzten Wochen ist er immer mehr zum Liebling der Prominenten – und eben auch einiger einflussreicher Demokraten geworden. Auch in Wisconsin, wo heute gewählt wird, hat er die Unterstützung des Gouverneuers. Kein Wunder also, dass Hillary Clinton ziemlich frustiert ist. Sie hat ihre Wahlkampagne verkürzt und ist bereits nach Ohio abgefahren.

Denn: Ihr läuft die Zeit davon. Will sie Obama noch aufhalten, muss sie ihn endlich überzeugend angreifen. Letzte Chance für sie sind nun die beiden anstehenden TV-Duelle. Bei den bisherigen Debatten war sie stets schlagfertiger und in der Sache kundiger als Obama, ohne dass es viel geändert hätte. Zudem hat Obama dazu gelernt und dürfte als “Frontrunner” gelassener als bisher in die… weiter lesen

19.02.2008 von
blogavatar

Bush goes McCain, Clinton goes nuts

von

George Bush senior hat John McCain öffentlich seine Unterstützung zugesagt. Der Ex-Präsident lobte den Senator als starken Kandidaten mit den richtigen Werten. Und die konservativen Kräfte in der eigenen Partei, denen McCain nicht rechts genug ist, erinnerte er an frühere konservative Kommentare über Ronald Reagan – auch der heutigen Ikone republikanischer Präsidenten warfen die Rechten damals “Verrat an der konservativen Sache” vor. Eigentlich ganz lustig, dass ausgerechnet ein Bush nochmal daran erinnert, dass man diese Menschen nicht ernst nehmen darf .
Unterdessen scheint das Clinton-Team doch von noch mehr Sorgen geplagt als die reinen Zahlen eigentlich für nötig erscheinen lassen. Wie sonst sollte zu erklären sein, dass einer ihrer Berater die Presse zusammenruft, um (Skandal Skandal!) zu verkünden, dass Barack Obama bei einer Rede am Wochenende einen Satz gesagt hat, den so ähnlich auch Deval Patrick, der demokratische Gouverneur von Massachussettes (und derzeit einzige schwarze Gouverneur der USA), schon… weiter lesen

18.02.2008 von
blogavatar

Texas als Hindernis

von

Andrew Sullivan macht in seinem Blog auf eine lustige Feststellung von Clinton-Beratern aufmerksam:

“Convoluted delegate rules in Texas could water down the impact of strong support for her among Hispanic voters there, creating a new obstacle for her in the must-win presidential primary contest.”

Das Hindernis ist, dass in manchen Gegenden mit vielen Hispanics, die Hillary wieder stark unterstützen dürften, weniger Delegierte zu gewinnen sind als in den urbanen Bezirken wie Houston und Dallas. Und da liegt wahrscheinlich Obama vorn. Am Ende wäre also möglich:

“She could win the popular vote and still lose the race for delegates”.

Das ist wirklich schlecht, fällt Clintons Strategen aber leider ein wenig spät auf. Hätten sie nicht darauf gesetzt, bis zum Super-Tuesday alles klar zu machen, hätten sie es eher bemerkt. Nun geht es ihnen wie dem Hasen im Wettrennen mit dem Igel. Obamas Leute sind immer schon… weiter lesen

18.02.2008 von
blogavatar

Hillary sollte man nie unterschätzen

von

Hillary wirbt in einer Handy-Fabrik um Stimmen

Seit es bergab geht mit der Hillary Clintons Wahlkampagne, wird gerne in den US-Medien darüber spekuliert, wann sie wohl aufgeben wird. Sie könne schließlich ihren Rückstand auf Barack Obama gar nicht mehr aufholen, habe zu wenig Geld, um mit seiner Kampagne zu konkurrieren, und verliere täglich die Unterstützung von einigen Superdelegierten.

Gleichzeitig erscheint jeden Tag mindestens ein Text mit einer Überschrift wie “Schreibt niemals eine Clinton ab” oder “Eine Clinton gibt nicht so schnell auf”. In den Artikeln wird regelmäßig behauptet, dass die Clintons am besten sind, wenn sie mit dem Rücken zur Wand kämpfen. Auf diese Weise hätten sie es ja schon einmal ins Weiße Haus geschafft und ihre Macht acht Jahre lang verteidigt. Mittlerweile habe Hillary auch wieder so viel Geld, dass sie genausoviel Fernsehspots wie Obama schalten könne – und zwar sogar böse.

Überhaupt ist sie vehement in die Offensive gegangen. In mehreren Spots wirft sie… weiter lesen

15.02.2008 von
blogavatar

So oder so, Hillary läge hinten

von

In den letzten Tage ist in den US-Medien immer wieder überlegt worden, ob das System der demokratischen Vorwahlen eine Entscheidung so schwer macht. Schließlich kann jeder nur den Anteil an Delegierten eines Bundesstaates gewinnen, der seinem prozentualen Stimmenanteil entspricht. So konnte Hillary sich kaum von Obama absetzen, obwohl sie die großen bzw. bevölkerungsreichen Bundesstaaten Kalifornien, New York, New Jersey und Massachussetts gewonnen hat, während er meist nur in kleinen Staaten wie Idaho, Colorado oder Nebraska siegte.

Doch: Nun hat die New York Times mal durchgerechnet, wie die Sache aussähe, wenn das “winner-take-all”-Prinzip angewendet worden wäre. Das Ergebnis überrascht, denn auch so hätte Obama die meisten Delegiertenstimmen gewonnen: 1.096 gegenüber Hillarys 1.075. Eine entscheidenden Vorsprung könnte bei den nächsten Vorwahlen wohl keiner erringen. Übrigens liegt Obama auch bei der Gesamtzahl der Stimmen, dem popular vote laut Realclearpolitics vorne – 9.377.155 (bzw. 9.953,369 incl. Florida und Michigan, wo keine Delegierte… weiter lesen