Obama in der Kritik
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Kaum gilt er als Favorit der Demokratischen Vorwahl, muss Barack Obama mehr Kritik einstecken. Nicht nur Hillary Clinton beharrt darauf, dass er vor allem ein Plauderer ist und kein Macher. Auch John McCain wirft Obama nun vor, viel Schönes zu versprechen, aber keine konkreten Vorschläge zu machen, sei es beim Abzug aus dem Irak oder der Steuerpolitik. Obama kann solche Kritik derzeit wenig anhaben, da er “Momentum” hat, also ernormen Schwung, den er mit in die Vorwahlen in Hawaii (seinem Herkunftsstaat) und Wisconsin nimmt. Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in einer General Motors Fabrik hat er erstmals ausführlichere Vorschläge zur Wirtschaftspolitik gemacht. Er schlägt vor, eine National Infrastructure Reinvestment Bank einzurichten, die $60 Milliarden an Investitionen vergibt, um zwei Millionen neue Jobs zu schaffen. Er denkt dabei an Infrastrukturmaßnahmen wie die Instandsetzung non Autobahnen, Brücken und Flughäfen. Zudem will er in Erneuerbare Energien investieren.
Wenn er seine Ideen noch weiter konkretisiert erhöht das sicher seine Wahlchancen, da es in Wisconsin, Ohio und Texas angesichts der flauen Konjunktur verstärkt um Wirtschaftspolitik gehen wird. Dass seine Chancen gut stehen, finden auch andere Blogs wie thepresidential.de.
Dort wird u.a. Tim Russert zitiert, der auf MSNBC gesagt hat, dass er an Clintons Stelle nach dem Aufwachen lieber wieder gleich ins Bett gehen würde. Sie muss nun 55% der verbleibenden Delegierten der nächsten Vorwahlen gewinnen, um sich die Chance auf eine Nominierung zu sichern. Das wird sicher schwer. Andererseits scheint es doch so: Weder Hillary noch Barack können durch die Vorwahlen genügend Delegiertenstimmen für ihre Nominierung auf dem Konvent zusammen bringen. Es kommt also auf die Superdelegierten an (hatten wir ja schon mal hier im Blog) – und das könnte noch ziemlich unschön werden.
Interessantes Video auf CNN wo John King bei Larry King an seiner riesigen Tafel vorführt, das es nach “menschlichem Ermessen” für keinen der beiden Kandidaten reicht, die magische Grenze von Kandidaten nur mir Wählerstimmen zu erreichen. Und dann, da stimme ich zu, wird es in jedem Falle unschön (Thema Michigan, Florida, wie sollen die Superdeligierten abstimmen usw.) Am Ende siegt noch John McCain.
Ich wünsche mir eine Welt, in der es niemanden mehr interessiert, wer Präsident der Versteinigten Staaten von Amerika werden soll und in der besonders taz-SchreiberInnen von und über einer solche mercandeale Reality-TV-Show der Feudaldemokratie nicht so berichten, dass ich glaube, ich hätte mich zu RTL verirrt. President wird eh dieser Fritten-Röster Mc Cain.
Na ja, Illusionen sollte man sich in der Tat nicht machen, selbst wenn Sunnyboy Obama Präsident wird. Aber besser als mit Bush oder Kriegsveteran McCain kanns schon werden. Und: Wieso ist das eine Reality-TV-Show, wenn man möglichst sich möglichst genau mit der US-Wahl beschäftigt?
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obama ist einfach zu glatt. einer der sich gut zwischen den fronten bewegen kann. natürlich ist es eine sensation, dass es gerade ein farbiger präsident geworden ist. aber sollte er versagen, zählt dieses versagen doppelt! nicht nur für ihn….!und die zeit war sowieso reif, die truppen aus dem irak abzuziehen. dieser krieg rentiert sich ohnehin nicht mehr. nun ist es zeit mal wieder die uno die aufräumarbeiten machen zu lassen.
jeder präsidentschaftskandidat hätte dieses versprechen mühelos geben können.