Obama: Erst angeblich ein Moslem, jetzt in der falschen Christengemeinde

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Gerade hat Fox-Moderator Sean Hannity das Ende der Präsidentschaftskandidatur von Barack Obama vorhergesagt und die Frage aufgeworfen, ob er möglicherweise als Senator zurücktreten müsse. Der Grund: Eine seit Tagen auf allen Nachrichtenkanälen wieder und wieder ausgestrahlte Predigt des Pfarrers seiner Gemeinde, in der dieser neben unbestreitbaren Tatsachen – wie beispielsweise der, dass die USA eine Atombombe auf Hiroshima geworfen haben – auch eine Menge Unfug redet. Etwa, dass die Weißen das HIV-Virus entwickelt haben, um die Schwarzen auszurotten. Barack Obama hat sich unmißverständlich von den Aussagen des Pfarrers distanziert. Nützt ihm nichts – Gott vergibt, Fox nie.

Es ist schon ironisch: seit Monaten wird Obama in einer Flüsterkampagne unterstellt, er sei Moslem. (Was ihn für sich genommen offenbar bereits disqualifizierte, wenn es denn wahr wäre!) Als “Beweis” daür mußte einige Wochen sein Mittelname – Hussein – herhalten. Jetzt ist davon keine Rede mehr. Jetzt soll also eine Predigt seines christlichen Gemeindepfarrers, die Obama sogar nach Ansicht der Fox-Moderatoren bis vor einigen Tagen nicht kannte, einer Kandidatur ein Ende bereiten, die die Republikaner offenbar mit steigender Sorge verfolgen.


5 Kommentare zu "Obama: Erst angeblich ein Moslem, jetzt in der falschen Christengemeinde"

  1. Bravo.Endlich mal ein Kommentar der etwas sinn macht aus Faktenlage analysirt.

  2. Nichts ist blöd genug, um Obama anzugreifen. Wenn man nichts findet, so wird eben etwas erfunden.

  3. Obama sollte nicht durch Aussage und Taten Dritter gemessen werden, sondern an dem was er sagt und tut. Er hat sich ausdrücklich und unmissverständlich davon distanziert! Und Seriöse Medien hätten einen Schluss ziehen können.

  4. Es scheint ja Usus zu sein, dass im amerikanischen Wahlkampf jedes Steinchen beim politischen Gegner umgedreht wird. Ob Osama nun ein Moslem ist mag dahingestellt bleiben.
    Dass er an die zwanzig Jahre den Hasstiraden eines durchgeknallten Predigers gelauscht hat – da hilft nach meiner Meinung auch die beste Distanzierung nichts.

  5. Warum kommentiert ihr die Rede von gestern nicht? Obama war sehr gut. Er hat erklärt, woher die berechtigte Wut von Pastor Wright kommt. Und er hat erklärt, warum er die Schlussfolgerungen Wrights nicht teilt, obwohl die USA sehr wohl rassistsch ist. Aber was Obamas Stärke beweisst, sjd seine vorwärtgewandten Argumente. Er ruft dazu auf, die USA zu perfektionieren, dafür zu sorgen, dass der Rassismus nicht auch das 21. Jahrhundert bestimmen wird. Die gestrige Rede Obamas ist eine der historischen Auftritte eines US-Politikers.

    Hier im Wortlaut: http://my.barackobama.com/page/community/post/samgrahamfelsen/gGBbKG