Archive for Mai, 2008

11.05.2008 von
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Obama und Washington

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Wie viele Präsidentschaftskandidaten, die ihr politisches Leben nicht seit mehreren Jahrzehnten im Kongress verbringen, hat auch Barack Obama eine Reihe von Kommentaren im Repertoire seiner Standard-Reden, die “Washington Politics” als eine Art grauschleimige Sumpfschlacht charakterisieren, bei der ausschließlich Lobbyisten das Sagen haben und stets miese Kompromisse herauskommen, die den Menschen da draußen nix nutzen. In einem Land, in dem ein gewisses Grundmisstrauen gegenüber der Zentralregierung zu den Grundpfeilern der politischen Kultur gehört, kommt so etwas in aller Regel nicht schlecht an. Für gewöhnlich führen Gouverneure als Präsidentschaftskandidaten solche Reden, sowohl Bill Clinton als auch – wenngleich familiär bedingt in eingeschränktem Maße, George W. Bush haben das getan.

Nun ist Barack Obama allerdings gleichzeitig in der Situation, zur Sicherung seiner Nominierung auf die Superdelegierten angewiesen zu sein, und die bestehen nun einmal auch aus allen amtierenden Senatoren und Abgeordneten. Bei denen hat er in den letzten Tagen große Fortschritte gemacht –… weiter lesen

10.05.2008 von
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CNN: Hillary hört am 15.Juni auf

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CNN will aus dem Clinton-Camp erfahren haben, dass sie am 15. Juni aus dem Rennen aussteigen will, also knapp zwei Wochen nach der letzten Vorwahl und gut 6 Wochen vor dem Nominierungsparteitag in Denver. Kuckstu hier.
(Zum Einbetten des Videos hab ich mich mal wieder zu doof angestellt…)

09.05.2008 von
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Posts gelöscht

von

Gestern gab es ein Problem mit der Blog-Software, so dass zwei Posts von gestern, die sich mit der Zukunft Hillarys befassten, gelöscht wurden. Sorry!

Das Problem ist inzwischen gelöst – und das bleibt hoffentlich auch so.

Nachtrag: Ein Beitrag ist wieder hergestellt.

08.05.2008 von
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Post von Hillary

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Hillary Clinton hat mir wieder geschrieben. Wie ich es gestern schon befürchtet habe: Kein Hinweis darauf, dass sie irgendwann einmal aufhört. Stattdessen redet sie ihren Sieg in Indiana schön und verlangt von ihren Unterstützern, dass sie alles geben was sie haben. Das kennt man sonst nur von durchgeknallten Sekten……Immerhin bleibt sie sich treu (und darin George W. Bush sehr ähnlich): Was in der Welt außerhalb ihres Wahlkampf-Teams gedacht und geschrieben wird, ist ihr herzlich wurscht – im Gegenteil wird sie sicher wieder mit dem Spruch antreten, sie vertrete alle Armen und Unterdrückten, die von der Gesellschaft abgeschrieben wurden und sich, wie sie selbst, tapfer wehren…

Hillary-Clinton-Werbebanner

Today, in every way that I know how, I am expressing my personal determination to keep forging forward in this campaign.

After our come-from-behind victory in Indiana, there are just 28 days of voting left. But we’ve never campaigned with the stakes as high

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07.05.2008 von
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Nach Indiana und North Carolina

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Wenn es so bleibt, hat Barack Obama North Carolina mit rund 15 Prozent Vorsprung gewonnen, Hillary Clinton liegt in Indiana bei knapp 2 Prozent Vorsprung. Das entspricht dem, was die Umfragen vorhergesagt haben.

Am Gesamtbild ändert sich damit nichts: Hillary hat eigentlich keine Chance mehr und macht weiter, Obama hat eigentlich längst gewonnen und kommt nicht zur Ruhe.

Kann nicht endlich jemand Hillary sagen, dass das Mist ist?!

05.05.2008 von
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Hillary’s Nuclear Option

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Thomas B. Edsall schreibt heute in der Huffington Post einen bemerkenswerten Beitrag darüber, wie Hillary nahezu mit Gewalt erreichen könnte, dass doch aus Michigan und Florida Delegierte zugelassen werden. Und zwar nicht, wie es durchaus nicht unwahrscheinlich ist, einfach 50:50 verteilt, so dass zwar die Bundesstaaten vertreten sind, aber für die Entscheidung keine Rolle spielen, sondern gemäßg der Verteilung, die bei den Abstimmungen erzielt wurde. Zur Erinnerung: In Michigan stand Obama gar nicht auf dem Wahlzettel, in beiden Staaten haben beide keinen Wahlkampf gemacht (Hillary allerdings eine Siegesfeier in Florida), in beiden hat Hillary gewonnen.

Edsall schreibt:

With at least 50 percent of the Democratic Party’s 30-member Rules and Bylaws Committee committed to Clinton, her backers could — when the committee meets at the end of this month — try to ram through a decision to seat the disputed

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02.05.2008 von
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Obamas Zukunft

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Nachdem ich eben meinem Frust freien Lauf gelassen habe, jetzt noch eine kleine optimistische Anmerkung. Selbst wenn Obama nun scheitert, wird er sich davon erholen und mit größeren Erfolgsaussichtern wieder antreten können. Dafür spricht allein schon die Demographie. Die Gruppe, die womöglich diese Wahlen 2008 entscheidet, wird immer kleiner: die weiße Unter- und Mittelklasse (oft genug katholisch). Obamas Anhängerschaft, die junge “Millenial”-Generation, für die multikulturelles Zusammenleben relativ normal ist, die weniger fundamental-religiös und besser ausgebildet ist – sie wächst dagegen kontinuierlich. Es kann einfach sein, dass diese Wahlen ein paar Jahre zu früh kommen für Obama. 2012 jedenfalls wären seine Aussichten, rein demographisch gesehen, viel besser. Nun, das würde natürlich auch für seine Wiederwahl gelten …

02.05.2008 von
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Obamas Niedergang

von

Vielleicht ist es ja nur Müdigkeit – aber es sieht schlecht aus für Obama. Dabei waren es in der letzten Zeit nicht die bösen Konservativen oder Hillary Clinton, die ihm schadeten, sondern er selbst oder sein Umfeld. Da war sein Kommentar über die Bitterkeit der Vorort-Amerikaner (die ja richtig gewesen ist, aber natürlich nicht gut an kam in Pennsylvania), dann ging sein alter Pastor Reverend Wright auf Reisen und einen sagenhaften Egotrip, der alle Vorurteile gegen ihn bestätigte. Und schließlich wirkte Obamas Kampagne zum ersten Mal völlig ideenlos, ohne Energie, geradezu apathisch.

So wie Obama derzeit auftritt, kann er nicht gewinnen. Immerzu reagiert er nur, statt selbst etwas zu initiieren. Von ihm hört man seit Wochen keine originellen Vorschläge mehr, stattdessen predigt er die alten Formeln vom “Change”, die nun keinen Wähler mehr an die Urne locken. Zudem wirkt er öfters übel gelaunt und angespannt. Das mag verständlich sein, helfen tut es nicht. Wie will er im Herbst gewinnen, wenn… weiter lesen