31.05.2008 von
Wer jetzt noch an Obamas Nominierung zweifelt und an seinen hervorragenden Chancen, Präsident zu werden, sollte sich das angucken:
D6-Video mit Murdoch.
Hinzu kommt: In Puerto Rico wird Hillary Clinton nicht genügend Stimmen bekommen, um Obama beim Popular Vote zu übertreffen, wie Mike Madden im Salon Magazin überzeugend schreibt. Da die Puerto Ricaner im Herbst ja nicht den Präsidenten mitwählen dürfen, interessieren sie sich auch nur wenig für diese Vorwahlen.
Im Laufe des Tages wird sich heute auch die Führung der Demokratischen Partei entscheiden, was mit den Ergebnissen der ungültigen Vorwahlen in Michigan und Florida passieren soll. Experten sehen auf jeden Fall eine Lösung voraus, die nichts an Obamas Vorsprung bei den Delegiertenstimmen ändert.
Wie sehr sich die Republikaner vor einem Erdrutschsieg Obamas im Herbst fürchten, zeigt diese Mail des republikanischen Senators Bill Frist, die Obamas Kampagne offentsichtlich sehr selbstbewusst herummailt:
From: Senator
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26.05.2008 von
Gut eine Woche, nachdem bei den Vorwahlen von Kentucky und Oregon eine weitere Chance verstrichen ist, durch eine klare Aussage dem Kampf bei den Demokraten ein Ende zu bereiten, scheinen zwei Dinge festzustehen:
1. Der demokratische Kandidat wird wohl Barack Obama heißen
2. Vom Hype um den Kandidaten und jenem Gefühl, mit Obama könnte wirklich alles anders werden, ist schon jetzt nicht mehr viel übrig. Wie soll man auch so richtig “Change” vermitteln, wenn man sich gleichzeitig um Regelauslegungen, Prozentzahlen und Delegiertenstimmen streitet?
Während Hillary Clinton vor allem damit beschäftigt ist klarzustellen, dass sie nicht deshalb weiter im Rennen bleibe, weil sie darauf hofft, dass Obama noch rechtzeitig umgebracht würde, versucht Obama einerseits, ganz nett und höflich diese Fußfessel Hillary abzuschütteln, gleichzeitig an ihre WählerInnen zu appellieren und im übrigen allen besorgten und eher zu McCain neigenden Moderaten zu beweisen, dass sie auch… weiter lesen
19.05.2008 von
Am morgigen Dienstag, so spekuliert die nationale und internationale Presse, will Barack Obama endgültig seinen Sieg verkünden. Das jedenfalls scheint die Tatsache zu suggerieren, dass er für Dienstag abend in Iowa einen Saal reserviert hat, im dem Staat also, den er als allerersten gewann. Gewählt wird morgen hingegen in Oregon und Kentucky. In Portland, Oregon hat Obama am Wochenende einen neuen Rekord für Wahlkampfgroßveranstaltungen aufgestellt: 75.000 Menschen sollen gekommen sein, um ihn zu hören und zu feiern:

Die nationalen Medien der USA jedenfalls steigen auf Obama ein und schreiben Nachrufe auf den Wahlkampf Hillary Clintons (die liberalen Medien) oder Angriffe auf Obama (die konservativen). In einem sehr lesenswerten Text in der New York Times macht sich Jodi Kantor Gedanken darüber, was Clintons Scheitern für die Sache der Frauen bedeutet:
As a
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17.05.2008 von
Am 5. Mai habe ich hier auf einen Beitrag aus der Huffington Post hingewiesen. Darin schrieb Thomas Edsall, Hillary könnte versuchen, den mehrheitlich mit ihr loyalen Leuten zusammengesetzte Regelausschuss der Demokratischen Partei dazu zu bringen, bei seiner Sitzung am 31. Mai im Alleingang zu entscheiden, doch Delegierte aus Florida und Michigan zuzulassen. Und zwar nicht, wie es wohl eine Mehrheit der Partei ohnehin will, 50:50 auf beide Kandidaten verteilt, sondern gemäß der Ergebnisse beider Abstimmungen. Die fanden freilich unter ganz anderen Voraussetzungen statt; beide Kandidaten haben keinen Wahlkampf gemacht, in Michigan stand Obama nicht einmal auf dem Stimmzettel.
Kaum jemand konnte sich wirklich vorstellen, dass Hillary ernsthaft auf diesen Schritt noch gehen könnte, den Kommentatoren als ihre “Nuklear-Option” bezeichneten, mit aller Kraft der Selbstzerstörung.
Prompt bekomme ich folgende Post:
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Dear Bill,
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14.05.2008 von
Noch sind erst ganz wenige Stimmen ausgezählt, aber bislang sieht es so aus, als ob Hillary Clinton in West Virginia den erwarteten deutlichen Sieg einfährt. Ihr bringt das eigentlich nichts, dafür sind in dem Bundesstaat zu wenige Delegierte im Spiel, aber für Obama ist es schlecht – weckt doch diese Niederlage erneut den Eindruck, dass er in Staaten mit dieser Bevölkerungsstruktur nicht gewinnen könne. Die braucht er aber, wenn er im November John McCain schlagen will. OK, er hat in West Virginia fast keinen Wahlkampf gemacht, sondern war die meiste Zeit schon in Kentucky und Oregon unterwegs, wo am kommenden Dienstag gewählt wird und nicht nur 39, sondern insgesamt 125 Delegierte zu verteilen sind.
Im übrigen kam natürlich prompt wieder Post von Hillary (und die bestätigt mir wieder, dass der Kollege Daniel, der nach Indiana und North Carolina meinte, es sei jetzt nur noch eine Frage weniger Tage, bis… weiter lesen
12.05.2008 von
Und wieder ist Post von der Clinton Campaign gekommen:
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Dear Bill,
The West Virginia primary is just a few days away, and we need you on the phones!
Hillary is within striking distance of winning the popular vote nationwide — a key part of our plan to win the nomination. That means we need every last vote we can get in West Virginia on Tuesday and in the races to follow.
Nothing is more effective at helping Hillary get out the vote than the calls you make. When a voter hears directly from you why you’re supporting Hillary, that person is much more likely to go to the polls on Election Day and choose her.
Our calls into Indiana made the difference in | … weiter lesen
11.05.2008 von
Wie viele Präsidentschaftskandidaten, die ihr politisches Leben nicht seit mehreren Jahrzehnten im Kongress verbringen, hat auch Barack Obama eine Reihe von Kommentaren im Repertoire seiner Standard-Reden, die “Washington Politics” als eine Art grauschleimige Sumpfschlacht charakterisieren, bei der ausschließlich Lobbyisten das Sagen haben und stets miese Kompromisse herauskommen, die den Menschen da draußen nix nutzen. In einem Land, in dem ein gewisses Grundmisstrauen gegenüber der Zentralregierung zu den Grundpfeilern der politischen Kultur gehört, kommt so etwas in aller Regel nicht schlecht an. Für gewöhnlich führen Gouverneure als Präsidentschaftskandidaten solche Reden, sowohl Bill Clinton als auch – wenngleich familiär bedingt in eingeschränktem Maße, George W. Bush haben das getan.
Nun ist Barack Obama allerdings gleichzeitig in der Situation, zur Sicherung seiner Nominierung auf die Superdelegierten angewiesen zu sein, und die bestehen nun einmal auch aus allen amtierenden Senatoren und Abgeordneten. Bei denen hat er in den letzten Tagen große Fortschritte gemacht –… weiter lesen
10.05.2008 von
CNN will aus dem Clinton-Camp erfahren haben, dass sie am 15. Juni aus dem Rennen aussteigen will, also knapp zwei Wochen nach der letzten Vorwahl und gut 6 Wochen vor dem Nominierungsparteitag in Denver. Kuckstu hier.
(Zum Einbetten des Videos hab ich mich mal wieder zu doof angestellt…)
08.05.2008 von
Hillary Clinton hat mir wieder geschrieben. Wie ich es gestern schon befürchtet habe: Kein Hinweis darauf, dass sie irgendwann einmal aufhört. Stattdessen redet sie ihren Sieg in Indiana schön und verlangt von ihren Unterstützern, dass sie alles geben was sie haben. Das kennt man sonst nur von durchgeknallten Sekten……Immerhin bleibt sie sich treu (und darin George W. Bush sehr ähnlich): Was in der Welt außerhalb ihres Wahlkampf-Teams gedacht und geschrieben wird, ist ihr herzlich wurscht – im Gegenteil wird sie sicher wieder mit dem Spruch antreten, sie vertrete alle Armen und Unterdrückten, die von der Gesellschaft abgeschrieben wurden und sich, wie sie selbst, tapfer wehren…

Today, in every way that I know how, I am expressing my personal determination to keep forging forward in this campaign.
After our come-from-behind victory in Indiana, there are just 28 days of voting left. But we’ve never campaigned with the stakes as high
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07.05.2008 von
Wenn es so bleibt, hat Barack Obama North Carolina mit rund 15 Prozent Vorsprung gewonnen, Hillary Clinton liegt in Indiana bei knapp 2 Prozent Vorsprung. Das entspricht dem, was die Umfragen vorhergesagt haben.
Am Gesamtbild ändert sich damit nichts: Hillary hat eigentlich keine Chance mehr und macht weiter, Obama hat eigentlich längst gewonnen und kommt nicht zur Ruhe.
Kann nicht endlich jemand Hillary sagen, dass das Mist ist?!
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