Gerade kommt die Meldung, der republikanische Präsidentschaftsbewetber John McCain habe sich für einen Vizepräsidenten entschieden. Also kurz bevor sein demokratischer Rivale Barack Obama auf dem Nominierungsparteitag seine mit großer Spannung erwartete Rede halten wird. Was für ein billiger Versuch, dem Konkurrenten die Show zu stehlen! Kein weiteres Wort dazu.
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Die Argumente zum umstrittenen taz-Titel sind ausgetauscht, viele haben sich an der Diskussion beteiligt. Ich möchte hier noch kurz schreiben, was mein ganz persönliches Fazit der Debatte ist.
1. Der Titel war weder rassistisch noch beleidigend gemeint, ist aber von vielen so verstanden worden.
2. Wenn das so ist, war er nicht gut.
3. Offenbar ist die erste (Schock-)wirkung jeglichen “Onkel-Tom”-Wortspieles zu stark und hat, zumindest für viele Rezipienten, zu beleidigenden Charakter, um die von uns intendierte Ebene (Weißes Haus / Hütte usw.) überhaupt wahrzunehmen. Rüber kam offensichtlich, die taz würde Obama als “Onkel Tom” bezeichnen und also beleidigen – was überhaupt nicht intendiert war.
4. Das heißt, dass sich vermutlich jegliche Benutzung von “Onkel Tom”-Wortspielen grundsätzlich verbietet, es sei denn, die Beleidigung als “Onkel Tom” wäre gewollt. Manche SchreiberInnen haben suggeriert, es wäre daher etwas anderes, wenn wir so über Colin Powell oder Condoleezza Rice geschrieben hätten –… weiter lesen

Dank eines Textes auf Spiegel Online, den die KollegInnen auch in englischer Fassung eingestellt haben, ist die Kontroverse über den taz-Titel inzwischen auch in den USA angekommen, zum Beispiel im populären Politik-Blog Wonkette und bei Village Voice. Tendenz unterschiedlich: Wonkette findets unmöglich, Village Voice recht gelungen.
Ergänzung: Berichterstattung auch in Brasilien….

Die taz hat heute eine Titelseite gemacht, die schon gestern, aber auch noch heute bei uns sehr scharf und kontrovers diskutiert wurde. Unter der Überschrift “Onkel Baracks Hütte” zeigt ein großes Farbbild das Weiße Haus.
Ist das nun eine gelungene, originelle und plakative Darstellung des historischen Fortschrittes, den der schwarze Kandidat Obama darstellt, wie ein Teil der Redaktion meint, oder ein Abgleiten in rassistische Klischees, wie ein anderer Teil vehement vertritt?
Was meinen Sie / was meint Ihr?
Gestern gab es ein Problem mit der Blog-Software, so dass zwei Posts von gestern, die sich mit der Zukunft Hillarys befassten, gelöscht wurden. Sorry!
Das Problem ist inzwischen gelöst – und das bleibt hoffentlich auch so.
Nachtrag: Ein Beitrag ist wieder hergestellt.

Der konservative Radiomoderator Rush Limbaugh ruft texanische Konservative auf, sich heute an der demokratischen Vorwahl zu beteiligen, und zwar für Hillary. Bei einer seiner letzten Sendungen erklärte Limbaugh einer Hörerin:
CALLER: Hi, Rush. I total disagree with this strategy. You setting up a Clinton-Obama reconciliation ticket. You’re going to get two of the most immoral, unscrupulous Clintons back in unchecked power and we are going to be screwed.
RUSH: We’re already screwed. What we have to do is limit the being screwed to as small a screwdriver as it can be. And here. Here’s the thing. The strategy is not to have these guys win. They may form a fusion ticket at some point down the road. Do you understand what the purpose of the strategery is?
CALLER: Yes. To keep Clinton in, to keep Clinton in. You think they’re going to claw their eyes out.
RUSH: No, the
Den reaktionären TV-Sender Fox heute abend hier in den USA zu verfolgen, ist wirklich eine Erfahrung. Bill O´Reilly, auch sonst nicht zimperlich, schwingt sich zu neuen Höhen auf: Jeder Erfolg von Hillary Clinton ist ein Erfolg der “Maschine” (Partei, Unions etc.). Dass da auch reale Leute mit realen Interessen dahintersitzen – und worin diese Interessen bestehen – kommt schlicht nicht vor. Man muß Hillary Clinton nicht mögen – wahrlich nicht – aber eine solche Dehumanisierung istr schon spektakulär
Spannend, wenn auch über weite Teile nur von zwei guten Defensivlinien bestimmt, ging das Spiel um den Super Bowl 2008 in Phoenix zuende. Mit 17:14 siegten die New York Giants über die New England Patriots – eine kleine Sensation, waren doch die Patriots nach ihrer bisherigen Saison ohne Niederlage klare Favoriten auf den Titel (und bis zur letzten Minute auch in Führung).
Was heißt das für den Super Tuesday?
Ganz ehrlich: Nix.
Nur, dass mein Plan, schon mal ein bisschen vorzuschlafen, leider fehlgeschlagen ist…
In der Super-Tuesday-Night von Dienstag auf Mittwoch werden wir mit einem best political team der taz am Rechner sitzen und auf taz.de ab ca. 23 Uhr deutscher Zeit laufend live berichten. Wer wird vorn liegen, die klare Favoritin Hillary Clinton oder der neue Hoffnungsträger Barack Obama? Wird John McCain sein “momentum” nutzen können und Mitt Romney und Mike Huckabee zu historischen Episoden degradieren? Und schließlich: Für welche Poltik und welches Befinden sprechen die Ergebnisse eigentlich?
Berichte, Analysen, Kommentare, Diskussionen live in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch – oder natürlich später zum Nachlesen auf www.taz.de.
Auch dieser Blog wird mit dabei sein – und vielleicht ja Du/Sie auch als Mitdiskutierende?

Knapp vier Wochen, nachdem mit den Caucuses in Iowa der diesjährige Vorwahlmarathon in den USA begonnen hat, haben sich auf beiden Seiten die Reihen gelichtet.
Auf Seiten der Republikaner scheint derzeit John McCain, der 71jährige Senator aus Arizona, nicht mehr aufzuhalten; einzig der ehemalige Gouverneur von Massachussettes, der Mormonenprediger Mitt Romney, macht sich noch – geringe – Hoffnung, McCain beim Super Duper Tuesday am kommenden Dienstag den Schneid abkaufen zu können.
Damit, und insbesondere nach dem fulminant-dämlichen Scheitern des einstigen Frontrunners Rudy Giuliani, hat sich das anfangs sehr unübersichtliche Feld der republikanischen Kandidaten schneller sortiert, als zunächst zu erwarten gewesen war.
Auch bei den Demokraten gestaltet sich das Rennen inzwischen sehr übersichtlich: Nach John Edwards Rückzug am Mittwoch kämpfen dort nur noch Hillary Clinton und Barack Obama um die Kandidatenkrone. Allerdings bleibt es bei den Demokraten womöglich sogar über den Super Tuesday hinaus spannend, was nicht zuletzt den unterschiedlichen… weiter lesen