30.03.2008 von

John McCain kann entspannt um die Welt reisen. Er steht als Kandidat der Republikaner fest – und die stellen sich brav und geschlossen hinter ihren Kandidaten. Allen voran Nancy Reagan, George H.W. Bush und schon vor einer Weile sein ehemaliger Konkurrent Mitt Romney. Die Konservativen wissen eben: Wenn es um die Macht geht, muss man die Rankünen im eigenen Lager beenden. Und nur noch auf die anderen einschlagen.
Ganz anders ist die Lage bei den Demokraten. Selbst wenn mathematisch gesehen, Hillary Clinton ihren Gegner Obama nicht mehr einholen kann, geht der Wahlkampf mit unverminderter Härte weiter. Nehmen wir nur mal die letzte Woche. Erst findet Bill Clinton es toll, wenn zwei wirkliche Patrioten als Präsidentschaftskandidaten im Herbst anträten, also McCain gegen Hillary. Hey, nein, das sollte natürlich nicht heißen, Obama sei kein Patriot – oder?
Dessen Unterstützer, General i.R. Tony McPeak, fühlte sich von Bills Kritik gleich an McCarthy… weiter lesen
06.03.2008 von

Als mein Kollege Bernd Pickert heute kommentiert hat, das John McCain nun wohl die Wahlen gewinnen wird, war ich skeptisch. Doch als dieses Video gesehen musste ich einsehen dass er recht hat – auch wenn es nichts mit Obama oder Hillary Clinton zu tun hat.
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19.02.2008 von
George Bush senior hat John McCain öffentlich seine Unterstützung zugesagt. Der Ex-Präsident lobte den Senator als starken Kandidaten mit den richtigen Werten. Und die konservativen Kräfte in der eigenen Partei, denen McCain nicht rechts genug ist, erinnerte er an frühere konservative Kommentare über Ronald Reagan – auch der heutigen Ikone republikanischer Präsidenten warfen die Rechten damals “Verrat an der konservativen Sache” vor. Eigentlich ganz lustig, dass ausgerechnet ein Bush nochmal daran erinnert, dass man diese Menschen nicht ernst nehmen darf .
Unterdessen scheint das Clinton-Team doch von noch mehr Sorgen geplagt als die reinen Zahlen eigentlich für nötig erscheinen lassen. Wie sonst sollte zu erklären sein, dass einer ihrer Berater die Presse zusammenruft, um (Skandal Skandal!) zu verkünden, dass Barack Obama bei einer Rede am Wochenende einen Satz gesagt hat, den so ähnlich auch Deval Patrick, der demokratische Gouverneur von Massachussettes (und derzeit einzige schwarze Gouverneur der USA), schon… weiter lesen
14.02.2008 von
Offenbar machen sich die Republikaner wirklich Sorgen. Denn obwohl sie John McCain nicht besonders mögen, stellen sie sich hinter hin. Heute erklärte sogar Mitt Romney seine Unterstützung für dessen Präsidentschaftskandidatur, obwohl er ihn bis zu seinem Ausstieg aus dem Rennen heftig bekämpft hat. Um die Partei zu einen, erklärte er, müssten nun alle Republikaner McCain unterstützen. Mal sehen, wie lange der christliche Fundi nun noch durchhält im hoffnungslosen Kampf um die Präsidentschaftskandidatur.
13.02.2008 von

Hillary Clinton kommt ins Grübeln. Und dazu hat sie auch allen Grund. Seit den Vorwahlen in Iowa kommt ihre Wahlkampagne nicht wirklich in Schwung. Zwar hat sie anfangs in New Hampshire gewonnen und in Kansas sogar einen Caucaus für sich entschieden. Doch schon beim Super-Tuesday konnte sie nur in den Staaten überzeugen, in denen es ohnehin erwartet wurde: vor allem New York, New Jersey, Massachussetts und Kalifornien. Die Gewinnmargen waren dabei nicht besonders beeindruckend.
Ihr Konkurrent Barack Obama dagegen gewann schon am Super-Tuesday einige Staaten mit großem Vorsprung, und seitdem reiht er Sieg an Sieg, oft genug mit mehr als 20 Prozentpunkten vor Hillary. Kein Zweifel: Er surft auf einer Welle des Erfolgs und der Euphorie. Bemerkenswert an den Ergebnissen in Maryland und Virginia ist, dass Obama nun erstmals wirklich ein breites Spektrum von WählerInnen erreicht. Bislang gewann er die weißen WählerInnen in mehrheitlich weißen Bundesstaaten wie Iowa oder… weiter lesen
07.02.2008 von
Jetzt hat also auch der Republikaner Mitt Romney bei den Vorwahlen aufgegeben. Am Super-Tuesday hatte er in einer kämpferischen Rede noch behauptet, er halte durch, bis er im Weißen Haus sei. Doch Experten sagten auch damals schon zu Recht, dass er dahin höchstens als Besucher kommen werde. Schließlich hatte er einerseits gegen den republikanischen “Frontrunner” John McCain haushoch verloren und andererseits gerade die von ihm angepeilten Siege in den konservativen Staaten des Bible Belt verpasst. Dort triumphierte der ehemalige Prediger Mike Huckabee, den nun schon einige Experten ernsthaft als McCains möglichen Vizepräsidentschaftskandidaten handeln.
Mitt Romney gab seinen Rückzug mit einer Rede auf Conservative Political Action Conference in Washington bekannt. Seine Entscheidung habe er getroffen, um dabei zu helfen, die Republikanische Partei zu einen, besonders im Kampf gegen die demokratischen Kandidaten, die ja Gegner des Irak-Krieges seien. In seinen Worten: “Because I love America in this time of war, I… weiter lesen
06.02.2008 von
Eine befreundete Journalistin aus Minnesota schreibt, John McCain werde am Wochenende München besuchen – in Begleitung von Tim Pawlenty, dem Gouverneur von Minnesota. Ich kann mir zwar nicht richtig vorstellen, wie es sich John McCain leisten können will, in dieser Phase des Wahlkampfes ins Ausland zu reisen. Aber die Nachricht, dass Pawlenty ihn begleiten soll, ist interessant – ist doch Pawlenty als junger, agiler konservativer Gouverneur genau die Art von Ergänzung zu McCain, die sich als Vizepräsidentschaftskandidat richtig gut machen würde.
06.02.2008 von
Auch wenn bei den Republikanern John McCain mit dieser Wahlnacht der Nominierung zumindest ein großes Stück näher kommen dürfte – als eigentlicher Wahlsieger der Nacht fühlt sich Mike Huckabee. Ihm war von Mitt Romney nahegelegt worden, aus dem Rennen auszuscheiden, um ihm Platz zu machen – und nachdem er, Huckabee, jetzt auch Alabama für sich verbuchen kann und Mitt Romney bislang klar abgeschifft ist, sieht er überhaupt keinen Grund mehr, das Kämpfen bleiben zu lassen. “Man hat uns gesagt, es sei ein Zwei-Mann-Duell – stimmt, und wir sind dabei!” ruft Huckabee in die Mikrophone seiner Sympathisanten.
Mitt Romney freilich will auch nicht klein beigeben. Gerade erzählt er seinen Anhängern in Boston, dass er weitermachen und ins Weiße Haus einziehen werde – das aber scheint doch ziemlicher Unsinn zu sein. Und das ist auch gut so.
05.02.2008 von
Eine letzte Umfrage von Reuters/Zogby/C-Span zeigt, wie stark Barack Obama noch in den letzten Tagen aufgeholt hat. In den Südstaaten Georgia und Missouri führt er ohnehin deutlich, aber auch in Kalifornien, eigentlich klares Clinton-Gebiet, liegt Obama inzwischen mit 45 zu 41 Prozent vorne, bei 15 Prozent unentschiedenen.
Bei den Republikanern kann sich John McCain – außer in Kalifornien – klar absetzen. Was diese Umfragen dann für die Delegiertenverteilung aussagen könnten, bleibt spannend. Klar ist nichts.
Die Zahlen im einzelnen:
New Jersey Republicans
McCain — 54%
Romney — 23%
Mike Huckabee — 6%
Ron Paul — 4%
Undecided/someone else — 13%
New Jersey Democrats
Clinton — 43%
Obama — 42%
Mike Gravel — 1%
Undecided/someone else — 14%
New York Republicans
McCain — 49%
Romney — 23%
Huckabee — 8%
Paul — 6%
Undecided/someone… weiter lesen
03.02.2008 von
The Onion ist eine wunderbare Satirezeitschrift in den USA, die neben einem schönen Online-Auftritt auch recht lustige Kollektionen im Store haben. Jetzt haben sie sich John McCains Konkurrenten bei den Republikanern vorgenommen:
Depressed Candidate Runs Attack Ad About Self
Auch Daily Show Host Jon Steward kann kaum umhin, sich über Mitt Romney lustig zu machen, kuckstu zum Beispiel hier und hier.
Aber mal im Ernst: Romney! Der ist wirklich ein Grauen: Er will noch mehr Geld für das Militär ausgeben als George W.Bush, in Alaskas Naturschutzgebieten nach Öl bohren, will Abtreibungen wieder verbieten, unterstützt uneingeschränkt das Recht zum Waffentragen, ist gegen die Homoehe und so weiter und so fort, die ganze konservative Palette. Check out his website!
Im Vergleich zu Romney wäre McCain ein echter Wunschkandidat….