Archive for the ‘US-Außenpolitik’ Category

25.03.2008 von
blogavatar

Hillary in Gefahr

von

Uuups … Wenn man nachweisen will, dass man als Präsidentin ganz wunderbar befähigt ist zur Oberbefehlshaberin der Streitkräfte und deshalb gerne eigene Kriegserfahrungen ins Feld führt, sollte man sicher sein, dass bei diesen Erfahrungen keine Kameras dabei waren. Hillary Clinton hat jetzt eindrucksvoll ihre dramatischen Erlebnisse bei einem Besuch in Bosnien 1996 geschildert. Wie sie vor Scharfschützen Deckung suchen musste und die Begrüßung wegen der Gefahr nicht auf dem Rollfeld stattfinden konnte, sondern in ein Gebäude verlegt werden musste. Im Anschluss an diesen Redeausschnitt laufen jetzt auf allen Sendern die Szenen ihrer Ankunft: wie sie – sehr wohl auf dem Rollfeld – in Begleitung ihrer Tochter Chelsea entspannt lacht und ausgiebig plaudert, unter anderem mit einem achtjährigen Mädchen, das zu ihrer Begrüßung gekommen war. Die Kandidatin sagt nun, sie habe sich bei der Rede „falsch ausgedrückt“. Und das könne schon mal vorkommen bei „einer Million Wörtern“, die sie am Tag… weiter lesen

04.03.2008 von
blogavatar

Irak und Pakistan

von

Es hat sich herumgesprochen, dass Barack Obama – im Unterschied zu Hillary Clinton – von Anfang an ein Gegner des Irak-Krieges gewesen ist. Eine seiner Begründungen dafür war und ist seine Sorge darüber, dass durch diesen Krieg Kräfte gebunden werden, die in Afghanistan dringend gebraucht würden. Und gegebenenfalls auch für Angriffe auf Pakistan, falls es der pakistanischen Regierung nicht gelingen sollte zu unterbinden, dass Teile des Landes von den Taliban als Rückzugsgebiet genutzt werden. Hillary Clinton hat ausdrücklich versichert, als Präsidentin die Souveränität des pakistanischen Verbündeten respektieren zu wollen. Mag sein, dass sie ihre Ansicht ändert, sollte sie erst einmal im Oval Office sitzen. Vielleicht meint sie das, was sie im Wahlkampf sagt, nicht so ernst. Aber ich finde, man sollte sich nicht darauf verlassen, dass Obama seine Äußerungen während der Kampagne schon auch nicht so ernst meint.