Scott Bateman hört Obama zu und erinnert an die nie erfüllten Versprechen früherer Präsidenten (Clinton!) im Video des:
Salon Magazine
Die Argumente zum umstrittenen taz-Titel sind ausgetauscht, viele haben sich an der Diskussion beteiligt. Ich möchte hier noch kurz schreiben, was mein ganz persönliches Fazit der Debatte ist.
1. Der Titel war weder rassistisch noch beleidigend gemeint, ist aber von vielen so verstanden worden.
2. Wenn das so ist, war er nicht gut.
3. Offenbar ist die erste (Schock-)wirkung jeglichen “Onkel-Tom”-Wortspieles zu stark und hat, zumindest für viele Rezipienten, zu beleidigenden Charakter, um die von uns intendierte Ebene (Weißes Haus / Hütte usw.) überhaupt wahrzunehmen. Rüber kam offensichtlich, die taz würde Obama als “Onkel Tom” bezeichnen und also beleidigen – was überhaupt nicht intendiert war.
4. Das heißt, dass sich vermutlich jegliche Benutzung von “Onkel Tom”-Wortspielen grundsätzlich verbietet, es sei denn, die Beleidigung als “Onkel Tom” wäre gewollt. Manche SchreiberInnen haben suggeriert, es wäre daher etwas anderes, wenn wir so über Colin Powell oder Condoleezza Rice geschrieben hätten –… weiter lesen
Eine kleine Umfrage bei (politisch links eingestellten) Freunden in den USA zum taz-Titel “Onkel Barracks Hütte” zeitigte vor allem kritische Aussgen wie:
“Here you would be branded as right wingers in an instant. There’s no way it could be seen as satirical”
“Daniel, agh! The headline is the worst ever. Just completely off and inappropriate. Call us next time! Or they can–many other things could be said but this is neither satire or funny…”
Wir können also von Glück reden, dass wir nicht in den USA erscheinen. In meiner Mail an die Freunde hatte ich auch meine Zweifel schon kurz formuliert:
“I have to confess that I was sceptical in terms of this front-page story because the attribution of race is just what Obama wants to transcend and even if you do it in a satirical way you perpetuate the stereotypes and categories.”
Im aufgeklärten US-Diskurs, besonders dem über… weiter lesen
Nun hat Hillary Clinton letztlich doch aufgegeben – und unterstützt Barack Obama. Es ist ihr sichtlich schwer gefallen. Das kann man in diesem Video der zentralen Passage sehen:
Vielleicht funktioniert deshalb auch der Link in ihrer Mail nicht. Auf jeden Fall kann jeder hier die ganze Rede nachlesen:
Dear Daniel,
We hope you had a chance to see Hillary’s historic speech today. You can view an excerpt on our website.
Click here to watch the video excerpt of Hillary’s speech. We have also included the transcript of the full speech below.Thank you for all your support!
The Hillary for President Campaign
Thank you so much. Thank you all.Well, this isn’t exactly the party I’d planned, but I sure like the company.I want to start today by saying how grateful I am to all of you – to everyone who poured your hearts and

Dank eines Textes auf Spiegel Online, den die KollegInnen auch in englischer Fassung eingestellt haben, ist die Kontroverse über den taz-Titel inzwischen auch in den USA angekommen, zum Beispiel im populären Politik-Blog Wonkette und bei Village Voice. Tendenz unterschiedlich: Wonkette findets unmöglich, Village Voice recht gelungen.
Ergänzung: Berichterstattung auch in Brasilien….
Der ehemalige Vizepräsidentschaftskandidat Al Gores und jetzige unabhängige Senator Joe Lieberman – der sich zur Fraktion der Demokraten zählen lässt – ruft zur Wahl John McCains im November auf:
From: Senator Joe Lieberman
Date: June 5th, 2008
Today, I asked Senator McCain if I could create and chair a new grassroots organization, “Citizens for McCain.”
Citizens for McCain is an organization within the McCain campaign for people who put country before political party and support the candidate for President who has a proven record of bipartisanship.
As you know, I caucus with the Democrats as a United States Senator and was the Democrat Party’s nominee for Vice-President of the United States against President Bush and Vice President Cheney.
But first and foremost, I am an American. I have an obligation to do what I think is best for our nation regardless of political party. My

Die taz hat heute eine Titelseite gemacht, die schon gestern, aber auch noch heute bei uns sehr scharf und kontrovers diskutiert wurde. Unter der Überschrift “Onkel Baracks Hütte” zeigt ein großes Farbbild das Weiße Haus.
Ist das nun eine gelungene, originelle und plakative Darstellung des historischen Fortschrittes, den der schwarze Kandidat Obama darstellt, wie ein Teil der Redaktion meint, oder ein Abgleiten in rassistische Klischees, wie ein anderer Teil vehement vertritt?
Was meinen Sie / was meint Ihr?
Puh, Hillarys Ankündigung kommt spät und zäh. Und noch immer sieht es eher so aus, als wolle sie Obama zu einer Art Koalitionsregierung mit ihr als Vize drängen. Das aber kann er nicht machen – und so bleibt ihm das Problem Hillary noch ein wenig erhalten…
Hier die Post:
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Dear Bill,
I wanted you to be one of the first to know: on Saturday, I will hold an event in Washington D.C. to thank everyone who has supported my campaign. Over the course of the last 16 months, I have been privileged and touched to witness the incredible dedication and sacrifice of so many people working for our campaign. Every minute you put into helping us win, every dollar you gave to keep up the fight meant more to me than I can ever possibly tell | ||

Kaum hat Barack Obama die Vorwahlen für sich entschieden, geht der Wahlkampf weiter. Heute sprach er gleich vor dem American Israel Public Affairs Committee (AIPAC), das kürzlich erst John McCain hofiert hat. Auch Obama ist schließlich in einigen Bundesstaaten auf die Stimmen jüdischer Amerikaner angewiesen. Und die orientieren sich oft an der Israel-Politik der Kandidaten.
Gleichzeitig schießen die Spekulationen über Obamas möglichen Vizepräsidentschaftskandidaten ins Kraut. Von Hillary Clinton und Kathleen Sibelius über Claire McCaskill und Ed Rendell bis zu John Edwards und Wesley Clark reicht das Spektrum. Gute Chancen scheint vor allem James Webb zu haben. Er ist einerseits unkonventionell und anderseits ein erfahrer Mann vor allem in Sachen Verteidigungspolitik. Ein Jahr lang war er sogar Secretary of the Navy – und das unter Präsident Ronald Reagan. Er ist also ebenso wie Obama ein Politiker, der mit Republikanern kann. Mein Tipp: Webb ist einer der Favoriten für den Job.… weiter lesen
Barack Obama ist Kandidat. Hillary hat das zwar noch immer nicht so ganz richtig eingestanden, aber doch ausreichend. Und immerhin – sie scheint das ganze nicht noch bis nach Denver ziehen zu wollen, und das ist doch eine gute Nachricht.
Das hätten alle früher haben können – jetzt müssen sich die Demokraten ziemlich sputen, um die verlorene Zeit aufzuholen und dem Kandidaten wieder den Glanz zu geben, den ihn diese unsinnig verlängerte Vorwahl gekostet hat.
An die Spekulationen der US-Presse von gestern und die Meldungen, Clinton habe sich offen für den Job der Running Mate gezeigt, vermag ich nicht recht zu glauben. Wäre ich Obama, ich hätte wenig Lust, die Clintons mit im Weißen Haus zu haben. Und was er an Clinton-Anhängern gewinnt, verliert er selbst an Glaubwürdigkeit für die eigene Botschaft, wenn er mit ihr gemeinsam antritt. Ich halte jedenfalls John Edwards oder Bill Richardson als Vizepräsidentschaftskandidaten für… weiter lesen

