#4 „Unite here!“ Bemerkungen noch aus dem Touristenresort beziehungsweise Staatswald

Noch einige Bemerkungen zur Welt im Staatspark.

Im Gegensatz zur Welt draußen, worin der Private (lat. für ‚der Ausgeschlossene‘) im unbedingten Affront zum Staat und gegen die anderen Bürger bzw. Citizen sich per Zaun abgrenzt und wahrscheinlich immer noch glaubt lustig, es könnte alles zum Guten sein, würden bloß alle es so halten wie er, der Bürgercitizen, und unter aberwitziger Ausgrenzung des Umstands aus seinem Bewußtsein, daß es die Subordinierten resp. Subjekte doch sind, die seinen Betrieb aufrechterhalten und seine Privilegien, ist das im Staatspark mit dem hohen Wasserfall und dem hübschen indianischen Namen ‚Yosemite‘ alles ganz anders. Hier werkeln die Staatsarbeiter zu hunderten und in grüner Uniform. Nicht selten auch die Unterprivilegierten und Eingeschränkten, die der Staat an seinen Futtertrog hier stellt sympathischerweise.

Und unter den vielen grünen Beschäftigten ein älterer Mann an der staatlichen Hotelrezeption mit einem Button an der Brust und der Aufschrift „Unite here!“. Und weil ich das gut fand, daß da jemand, während er Dienst tut oder in der Kantine sein nicht unproblematisches Essen einnimmt, für die Zusammenfassung resp. Einigkeit der Subjekte in einer Gewerkschaft wirbt und gleich die nötigen Papiere für den Beitritt wohl vorrätig hält.

Ich bin erstmal nicht beigetreten, nicht, weil ich nicht wollte, sondern weil ich hier irgendwie meine eigene Gewerkschaft forme. Jene nämlich, die auf ihrer Fahne ein Fahrrad ausweist und weiß, daß es jene gibt, die ein sog. Auto unangewidert unter ihren Hintern klemmen, um diesen ein paar Meilen weiter zu befördern und eben jene, die es vorziehen, auszuschlafen.
Außerdem bin ich schon PARTEI-Mitglied.

Aber: Ich wollte hiermit geworben haben, Folks.

Sowie auch mitgeteilt, daß es in Kolumbien überhaupt wohl sehr schlecht aussieht. Mindestens für den Wald. Der würde gnadenlos verkauft und dann abgeholzt, berichtet mir Andrés von ebendort. Auch würde ‚Terroristen‘ als Grund dafür herhalten müssen, daß man doch abholzen müsse. Andrés berichtet weiter, daß radioaktiver Abfall aus den U.S. verscharrt worden sei, nachdem die U.S. vor Jahren den Bau von Schulen in Aussicht gestellt und ein paar Mauern wohl auch hingestellt hätten. Ich kann diese Angaben jetzt nicht überprüfen, wollte es aber trotzdem weitertragen, wie mir berichtet. Ich sammele solche Informationen.

Für die Republik Birma ist die Information aber gesichert, daß das Land seine Bäume gänzlich abholzt bzw. schon abgeholzt hat. Das berichtete mir ein Bekannter, der das Land in der Länge mit dem Fahrrad durchfuhr vor wenigen Jahren. Er sah nur kahle Hänge.

Meinerseits befuhr ich Rumänien im Bereich der westlichen Karpaten vor 15 Jahren und es waren überhaupt nur riesige LKW mit riesigen Baumstämmen drauf, die ich sah zu jeder Tages- und Nachtzeit und eben auch gänzlich kahles Terrain.
Für den sog. Thüringer Wald berichtete ich ja schon von dessen nahem Exitus.

Vielleicht waren es aber nicht nur die U.S., die den Strahlenmüll nicht nur nach Kolumbien und dorthin verschafftt, wo nicht Staats- oder auch Privatwald die Stämme schützt. Sondern die unifizierte Zivilisation des sogenannten Westens im Ganzen. Der BRD ist dabei sowieso alles egal.

Bis bald, Folks, gutes Werkeln!

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