#5 Über den Tioga-Pass ins wilde ‚Tal des Lebens‘ – Zur Banalität des Softdrinks

Strecke bisher 2296 km (12 Übernachtungen in Räumen, 38 draußen)

#5 Über den Tioga-Pass (3031m) ins wilde ‚Tal des Lebens‘ – Zur Banalität des Softdrinks
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Hurrah, Leute, ich habe es geschafft!!

Und nach welch kurzer Zeit! Ich bin endlich Amerikaner!!! Geadelt als Braver, respektive Guter. Ein waschechter Amerikaner ich, mithin me (sprich mi). Es verhalf mir eine Dame zu der Ehrung. Ich sei ein „brave man“ sagte sie zu mir. Als ich davon erzählte, ich sei über den Tioga-Pass (3031m) gefahren mit dem Fahrrad. Vor dem Supermarkt, der ‚Vons‘ heißt, in Bishop, erzählte ich ihr das. Und ich hatte immerhin eine nicht saubere Hose an, als ich endlich Amerikaner wurde.

Zu dieser Dame und zu der Verwicklung beim Bemühen, Aufklärung darüber zu erhalten, wie man sich im Land der Braven eigentlich ernähre, siehe weiter unten. Zunächst ein paar Worte zur schrecklichen Liaison, ja, Verschmelzung der Agrarkultur mit der chemischen Industrie, respektive den IG Farben. Bei uns, den sog. Amerikanern und bei den übrigen Langnasen im sog. freien Westen.

Mir scheint, es seien die U.S. kein Land der Küche, mithin der „Eatery“ (Las Vegas Restaurant). Und mir scheint auch, das Fundament jener Zivilisation sei aber gerade die Küche. Viel habe ich noch nicht gesehen – California und ein bißchen vom Atombombentestwüstenstaat Nevada – es erscheint ein großes Rätsel (vgl. Marx, Ökonomisch-philosophische Manuskripte 1844) aber mir, was die Leute hierzulande eigentlich essen. Ob sie kochen und wenn was. Im Gegensatz zu China ist mir das Essen hier durchaus etwas schwierig. Als ich durch China fuhr, war das ganz anders. Ich konnte einer Suppe mit geschnittenem Gemüse und selbstverfertigter Nudeln immer sicher sein. Hier fehlt mir das. Und ein Schrecken der sog. Supermarkt.

Wenn ich darin mich befinde und sehe, was die Leute einkaufen, überkommt er mich, der Schrecken, nachdem er mich zuvor beim Studium mancher Angabe von beigemixten Inhaltsstoffen schon angerührt hatte. Selbst die Nudeln sind „enriched“ (ich gab die Stoffe schon an in #3)! Ich kaufte eine Plastikdose Chilipulver und hatte nicht genau gelesen. Ich schmiss sie dann wieder weg, weil ich Silicondioxid nicht zu mir nehmen wollte. Und las zuvor aber noch eine Begründung für die chemische Tat klein aufgedruckt: „Damit das Pulver besser rinnt“

So also das Essen der chemischen Industrie überlassen und doof, resp. food. Ich, sehr auf Wasser angewiesen in letzter Zeit – und mit bis 10 Litern auf dem Fahrrad unterwegs – kann es immer weniger fassen, wie erwachsene Leute die Chuzpe haben, sich zu jeder Tageszeit sog. Softdrinks hinter die Binde zu kippen und scheints überhaupt gar nichts mehr anderes zu trinken. Warum tun die Leute das? Sind sie verrückt, völlig derangiert? In jedem dieser kleinen Läden (von großen Monopolisten, z.B SevenUp oder allgegenwärtige Walgreens, die der Allgegenwart der sog. Dm-Märkte des Milliardärs Werner in der B.R. Dtschld. entsprechen) noch die Plastikbar mit den Knöpfen für die blöde Brause und die noch blöderen Eiswürfel. Ich probierte sie einmal, die Pepsi. Der trocken metallische Geschmack ließ es mich das letzte Mal getan haben. In Indien wird sie wenigstens noch in kleinen Fläschen dargereicht! Und enthält womöglich sogar noch Zucker.

Es ist so, daß die chemisch unterstützte bzw. bescheunigte Erzeugung von Landfrüchten, insbesondere des Getreides und von Obst, die Ausdörrung der Böden verursacht und die Früchte aber leider dann nicht mehr das in sich tragen, was sie, wenn sie weniger chemisch beschleunigt wachsen, noch in sich tragen. Nämlich die Stoffe, die die chemische Industrie später dann noch hinzufügen kann für das sog. Nahrungsmittel. Schwieriger beim Obst allerdings, wenn dem jede Säure abhold geworden. In der Orange z.B. und insbesondere im Apfel. Aber riesig groß sind sie und alle sehen sie gleich aus, wie sie aus dem Chemiebad in den Plastikmantel geholfen daliegen nicht wie Früchte, sondern schon Gegenstände aus Plastik geworden. Daß die feilgebotenen riesigen Erdbeeren sehr wohl noch von fern nach Erdbeere schmecken, ansonsten aber die Konsistenz von Äpfeln aufweisen, hatte ich schon erwähnt, glaube ich.

Ein Schrecken aus Plastik. Um nicht Schwierigkeiten mit der Polizei zu bekommen, habe ich ihn noch nicht richtig fotografiert im Mart. Nur ein bißchen. Den ganzen schrecklichen Plastik- und Chemiequatsch im Regal und dann auf dem Laufband.

Auf meine Frage, wie das sein könne, daß eine halbe Chemiefabrik sich einverleibt würde, wenn man im Mart Brot kaufe und ob man denn als Amerikaner denn eigentlich gar kein Brot brauche, sagte eben die nette Dame, die mich zuvor zum Amerikaner gemacht hatte, vor dem Mart mir dann, nein, das würde man in Amerika nicht brauchen. Und ich versäumte, weil ihr so dankbar für meine Einbürgerung, noch einmal nachzufragen, ob sie es zynisch meine oder derart, daß man als Ami nicht Brot, sondern gleich die Scheibe, den Lappen Fleisch sich einverleibe anstatt. Und weil aus Bread eben einfach Brät wurde.

Nicht scharf, sondern weich, süß. Und vor allem die Fleischlappen. So etwa die amerikanische Küche. Chinesen kämen niemals auf Idee, Fleischlappen in sich reinzustopfen.

Also leider hat die Zivilisation hier bei mir in den U.S.A. nicht wirklich eine gute Grundlage in der Küche gefunden. Es wird nicht gekocht! Es wird die Plastiktüte aufgerissen, könnte man zuspitzen. Was ist das für ein Müll überall. Bestellt man einen Kaffee, muß man extra sagen, daß man eine Tasse haben möchte und nicht den Pappbecher mit Pappring zum halten und Plastikdeckel obendrauf, damit man wie ein Baby den Kaffee auch noch nuckeln kann.

Sehr wohl gibt es auch die Läden für die Reicheren. Hier die guten Käse und Pasteten. Aus Frankreich und Italien importiert. Ansonsten eine Welt des Plastiks. Es ist schrecklich.

Aus Plastik sind auch die wenigen Fahrradfahrer, denen ich begegne. Nicht sich zu schade, in bunt bedrucktem und überteurem Plastikquatsch eingepellt die Bluttransfusionsathleten des Dr. Fuentes zu markieren, wenn es gilt, das noch teurere Carbongefährt ein paar Kilometer zu bewegen. Bevorzugt den Berg hinunter. Wo es dann wieder angeschnallt auf das Vierrad wird und die heißen Plastikhöschen im Kofferraum vor sich hinstinken können.

Und wohin wird eigentlich dieser gigantische Plastikmüllhaufen verbracht? Ins Meer oder wie in der B.R. Deutschland, als „Kreislaufwirtschaft“ oder „Verwertungspfadsteuerung“ (sog. Bundesumweltminister) getarnt, verbrannt zu Giftabfall? Der dann seinerseits, sei es ins Meer gekippt, sei es klandestin untertage verbracht wird. Ach Gottchen, Fragen, deren Beantwortung man von den Damen und Herren der Journaille nicht erwarten kann, machen die doch in erster Linie Werbung für all die Widerwärtigkeiten in Plastik.

Sowenig wie ein Land der Küche, sowenig erscheinen mir die U.S. ein Land des Radfahrens zu sein. Wie gesagt, ein Radfahrer ist hierzulande meist ein Obdachloser, der sich noch bewegen will und kann. In Las Vegas, wo ich vorgestern ankam nach 2296 Kilometern und wo ich gestern noch knapp 50 Kilometer herumfuhr auf der Suche nach benötigtem Kleinkram (z.b. Stecker für einen Tauchsieder und eine bezahlbare SD-Karte für meine kleine Videokamera, die nur 999 Szenen auf eine Karte speichern mag), sah ich nur einen einzigen Radfahrer. Der warnte mich allerliebst, doch nicht ohne Licht zu fahren in der hereingebrochenen Dunkelheit. Ein „ticket“ von 150 Dollar könne die Folge sein. Die letzten Meter zum Motel (Dollar 35) fuhr ich auf dem Bordstein, als das Polizeiauto neben mir auftauchte.

Ich komme überhaupt nicht dazu, zu erzählen von den wunderbaren Dingen, die ich sah, die vergangenen 2 Wochen. Vom ‚Death Valley“ zum Beispiel, das die dort noch lebenden Schoschonen das „Tal des Lebens“ heißen. Na klar, völlig zurecht. Weil so schön wie ein junges Mädchen, dieses Tal, sage ich. Der das Tal von Norden herkommend auf Schotterpiste durchquert hat als einziger Radfahrer weit und breit und vielleicht 5 Autos in drei Tagen (hatte 10 Liter Wasser aufgeladen). Ich habe soviel gelernt dort. Daß es „Death Valley“ heißt, weil die „49er“ dort zum großen Teil umkamen 1849 auf der Suche nach Anschluß an den Goldrush und in Richtung Los Angeles. Beziehungsweise Wasser. Sie fanden keines. Nicht so wie Helene und Herman Eichbaum, die dort, wo Wasser gefunden wurde, 1926 einen sog. Tollroad, also eine Zollstraße errichten ließen und Busreisen (12 Leute in dem Gefährt) ins Death Valley organisierten zu ihrer Station Pipestove Wells. Pipestove deshalb, weil ein Ofenrohr in den Boden gerammt wurde, wo das Wasser gefunden worden war, erzählt man. Um es wiederzufinden. Es war eine beschwerliche dreitägige und beschwerliche Reise von Los Angeles dorthin auf der Schotterpiste.

Je bequemer jedoch die Straße, weil asphaltiert, desto riesiger das Privatvehikel und je panzerhafter. Das ist paradox, weil es sich nicht um vergleichsweise größere Busse handelt, die auf diesen Straßen fahren.

Ja, es gibt Wasser im ‚Tal des Lebens‘. An manchen Stellen. Eine andere kannten die Schoschonen natürlich auch und zeigten sie einem gewissen Scott, der zuvor als sehr guter Reiter im Troß von Buffalo Bill durch die Staaten getourt war. Dieser überredete einige Reiche, doch Teilhaber einer Goldmine zu werden, die nirgends existierte. Einer dieser reichen Leute war ein Mister Johnson und der kam dann auf die Idee, sich die vermeintliche Goldmine im Death Valley einmal anzusehen. Er bekam von Scott die Mine natürlich nicht gezeigt, dafür aber vorgezeigt die Pläne und die Baustelle für ein sehr hübsches Schlößchen im spanischen Stil. Johnson meinte später, daß Scott ihn zwar betrogen hätte, ihn jedoch mit Lachern entlohnt habe. Und außerdem konnte er mitsamt Ehefrau dann ein Schloß mit Wasserquelle (die sogar einen Generator für elektrisches Licht betrieb) beziehen. Scott genoß Wohnrecht auf Lebenszeit. Bezog aber auch von Zeit zu Zeit eine Kate in den Wüstenbergen. Und lebte wie ein Schoschone. Mit seinem Maultier. Sehr widerständige Tiere. Scott unterhielt ansonsten auch die Gäste im Tal des Lebens. Im Anzug und als „Death Valley Scotty“.

20 Maultiere zogen Ende des 19. Jahrhunderts drei Gefährte auf äußerst hohen Rädern hinter sich her. 2 gefüllt bis oben hin mit Borax. Und hinten dran noch einen Kesselwagen mit Wasser. Für die Menschen, die den Troß an die 169 Meilen entfernt liegende Eisenbahn bei der Mojave-Wüste führten. Sowie auch für die 20 Maultiere. Was ist Borax, fragte ich mich, als ich die alten Förderstätten besichtigte mitten im Wüstental. Ich kam nicht auf das Bor, das im Namen enthalten. Borax ist ein Mineral, brachte mir Roy bei, der in Furnace Creek, das unterhalb des Meeresspiegels sich befindet unweit des tiefstgelegenen Punktes von Nordamerika (etwa minus 300 Fuß, rund minus 80 Meter), im Borax-Museum arbeitet seit einigen Jahren und seinen Job liebt. Borax sei eigentlich allen Dingen beigefügt. Ohne, daß es deklariert werde, weil in so kleiner Menge. Borax wirke stark antiseptisch, außerdem können es Insekten nicht leiden. Also würde es als Konservierungsmittel in Seife und sog. Kosmetika eingesetzt. Mit gleicher Funktion auch als Beimisch im Benzin sowie als Reinhaltestoff im Kühlwasser von sog. Kernreaktoren. Sowie auch als Pestizid. Borax ist weißlich und ein bißchen weich. Es riecht nicht und es ist nicht giftig.

Roy wußte auch, wovon die Schoschonen sich ernährten. Ich hatte sie überall gesehen, diese Büsche mit ihren gelben Blüten. Diese Büsche bilden dann Schoten aus und diese die Hauptnahrungsquelle der Autochtonen und sog. Indianer. Während der großen Sommerhitze nomadisierten sie in höher gelegene Gebiete. Wie ich, als ich nach 6 Tagen von Furnace Creek wieder auf 3000 Fuß an die Death Valley Junktion aufbrach. Im übrigen hatte es auch geregnet mit einem sehr starken Gewitter, als ich nach 2 Tagen fast vollständigen Alleinseins von Big Pine ausgehend auf dem Mequite-Campingplatz des State Parks eingetroffen war.

Also, es haben sich für 50 Dollar im Monat bei 10stündiger Arbeit am Tag und in einer 7-Tage-Woche chinesische Arbeiter für einige Borax-Tycoone verausgabt. Mit Schaufel und Mistgabel. Das Gestein wurde vor Ort noch in einem Siedekessel raffiniert und in Tanks gelagert. Die Borax-Tycoone konkurrierten, letzthin gewannen die Maultiere vor den Kettenfahrzeugen, aber schlußendlich wurde am Mono-Lake auch Borax gefunden und nach 5 Jahren war schon Schluß mit der mühseligen Borax-Förderung im Tal des Lebens. Ach, meine Güte, 10.000 Löcher noch wurden in die Berge gehauen auf der Suche vorwiegend nach Gold.

Roy korrigierte mich auch, indem er mich darauf hinwies, daß Gold mitnichten nur, wie ich dummerweise behauptete, die schöne und nicht so schöne Dame verschönert bzw. verschönern soll, sondern seinen wahren Zweck als Zahlungsmittel fand. Und da konsistiert man, daß der Einfall der Zivilisation, auf das Gold als Zahlungsmittel zu verzichten und fürderhin mit bedrucktem Papier vorliebzunehmen, ein wirklich sehr guter war. Denn damit hörte diese fürchterliche Goldsuche im Westen der U.S. endlich auf. Eine Bewegung, die nicht zuletzt die Mexikaner aus Californien vertrieben hatte. Und deren Küche nachhaltig. Und das Verbrechen brachte und die Verrohung. Also geradewegs die Negation der Zivilisation. Die doch mit der mexikanischen Küche und indianischen Manieren vordem schon bestand im ‚Wilden Westen‘.

Und die plastifiziert heute ebendort und das Verbrechen in Mexiko sich befindet. Wegen der vielen Drogen einerseits, die die plastifizierte Zivilisation offensichtlich auch verköstigt neben den allgegen- und widerwärtigen Softdrinks, sowie andererseits der Feuerwaffen wegen. Die ihre Kundschaft auch suchen wie all die anderen Geschäftlesmacher allenthalben. Man denke nur an die Nägelverschönerer, die Tätoowierer, die Einkommensteuerberater oder Autozubehörsalons.

Nicht jedoch an die Bäcker. Weil die gibt es hier, bei mir in den U.S., nicht. Es gibt keine Bäckerläden. Obwohl man, betriebe man einen solchen und machte Brot aus Mehl, Salz und Wasser (und vielleicht noch Hefe), man am Ort seiner Wahl sicher schnell Millionär wäre.

Haben denn alle, so wie ich, eine Aversion gegen die Lohnarbeit? Und wollen nur noch Maschinen laufen lassen, um auf diesem Weg die Biologie zu überwinden? Nein, es sind nicht die Leute, die das wollen, es ist das Kapital, das diesen Weg durchsetzt im Bestreben nach Unverderblichkeit bzw. unbegrenzter Absetzbarkeit der Ware. Es ist auf der anderen Seite auch nicht so, daß – wie dies dieser selbsterklärte Poet mir gegenüber auf der Straße in Las Vegas behauptete – das Kapital (er sprach fälschlich von den 14 reichsten Familien) die Menschheit per Giftanschlag auf übersichtliche 60 Millionen Teilnehmer beschränken möchte. Das ist natürlich irrer Quatsch, wenn man weiß, daß das Gegenteil wahr, daß ihm, dem Kapital, eine Billion werkelnder Subjekte das Liebste wäre.

Hätte der Zweibeiner, wo er am Vorabend des Endes seiner Vorgeschichte nunmehr alles hat – Haus, Kleidung und Elektrik – nicht Zeit genug für die fürsorgliche Aufzucht von Tomaten? Stattdessen auch diese kapital und nur zum Schein Tomaten.

Egal auch, daß der Obdachlose, dem ich gerade einen Dollar reichte und der darum gleich 5 wollte und dies clever nur der vorsorglichen Form des Bettelns wegen tat und dann aber mir nett verdeutlichen wollte, es sei die Gier das Problem der Leute für sich. Ich stellte klar, daß dies falsch und nur die Economy die falsche. Weil nicht richtig.

Ganz im Gegensatz zu der anstehehenden Wahl über die Deputierung von Leuten in ein westasiatisches „Parlament“. Die ist ganz und gar wahr jedenfalls und sie wird von der herrlichen PARTEI durchgeführt zum Behelf von Dings. Bitte nehmen Sie Werbung zur Kenntnis.

Windräder habe ich bisher nicht gesehen. Kein einziges. Auch keinen Quadratmeter Solarpaneel. Thats funny, weil Nevada ziemlich groß ist, genaugenommen fast so groß wie dir B.R. Dtschld. (ca. 270000km²) und halt eigentlich nur aus gleißend sonniger Wüste besteht. Hahar, the capital wie es diggt, damit bloß eine Ware heraus sich bilde aus billiger Werkelei. Die im Gegensatz zur unbegrenzt flutenden Energie der Sonne verkaufbar ist.

Also geht es weiter mit dem Spiel, wie den anderen am besten über den Tisch zu ziehen bzw. mit Monopoly. Weitgehend ohne mich allerdings. Diesen Vorbehalt möchte ich deutlich geäußert haben. Mindestens ich nehme nicht teil bzw. versuche dies beständig. Damit meins die Lust und auch das gute Wasser möglichst oft.

Wasser hatte ich auf dem Weg zum Tioga-Pass genug. Ich hatte mir bis gegen 18.30 Uhr die Sequoia-Bäume im Toulomne Grove angesehen, um dann im Zwielicht seitlich an der Schranke vorbei auf der noch gesperrten Straße fahren zu können. Schnell strampelte ich noch 13 km weiter hoch und campierte dann im Schnee. Des Morgens fuhren Fahrzeuge für den Unterhalt der Straße vorbei, die mich nicht bemerken konnten. Ich fuhr dann ab 12 Uhr dreißig Kilometer völlig allein die Straße hoch, bevor mir jemand entgegen kam und mich anhielt. Wie es mir denn gehe, fragte der Officer mich. Gut, meinte ich. Ich hätte die Schranke doch bemerkt, meinte er. Ja, ich hätte die Schranke gesehen und sei aber seitlich daran vorbei. Nun, ich sei ja nun schon ziemlich näher dran an der Passhöhe als an der Schranke und ich solle aufpassen auf mich. Dann verabschiedeten wir uns und ich fuhr weiter allein die Straße hoch bis 8km vor der Passhöhe, wo ich ein zweites Mal campierte. Gegen 10.30 Uhr am nächsten Morgen war ich oben.

Für den Pass führte ich mit: 1,3 kg Nudeln, 2 x 400 gr. Tofu, 4 grüne Chilischoten, 1 Bund Coriander, 1 Knoblauchknolle, ca. 30 Säckchen Zucker, Salz, 0,4 Liter Maisöl, 3 Tomaten, 1 Dose Sauerkraut. Hinzu kamen als Altvorrat, den ich teils immer noch habe, 500 gr. brauner Reis sowie 500 gr. schwarze Bohnen.

Vom Owens – Tal (hinter der Range der Sierra Nevada) meinte der Dichter Th. Muir Ende des 19. Jahrhunderts, daß dort „tausende von Rindern grasten“. Möglicherweise haben die alles weggegrast und jetzt ist hier nur noch Wüste und keine Rinder mehr.

Die sog. Indianer hielten jedenfalls keine Tiere, sondern jagten diese nach Bedarf. Wie der Bär den Lachs. Ein Bison reichte sicher eine gute Weile vor. Dann kam der weiße Mann und rottete den Bison aus. Zeitgleich dezimierte er die Populationen der sog. Indianer mit, diesen unbekannten, Bakterien und Viren um etwa 4/5 (Lonely Planet).

Tja, und in seiner maßlosen und seine Faulheit spiegelnden Fleischeslust hielt er nach den tödlichen Taten riesige Rinderherden, die alles noch kaputt fraßen (was der Mythos des sog. Cowboys naturgemäß nicht widergibt). Und heute ist das vormals ob seiner Schönheit berauschende Owens-Tal eine wüste Einöde, die ganz der Straße 395 gehört und ihrem alles einhüllenden Geräuschpegel.

Las Vegas ist ein amorpher Betonhaufen. Stadtplaner hat es hier offensichtlich nicht wirklich gegegben. Stattdessen das private Property, das jeden Platz nahm sich einfach. Es kam in Las Vegas erst wirklich zu sich in all seiner entschiedenen Eigenbrödelei. Auch die Casinos sind private Property und besagter Poet erzählte, daß die ganze Welt der Damen und Herren vom Kapital das Gambling liebe und hierherkomme, um dieser Lust zu frönen. Die Millionen, die die U.S. z.B. in die Exploration von Erdöl in Mexico gesteckt hätten, flössen so nicht unerheblich wieder ins Ursprungsland zurück über die privaten Blackjack- und Roulettetische von Las Vegas nämlich.

In China sind die Städte oft auch nur amorphe Betonhaufen. Jedoch weilt das Leben auf den Straßen und die Küche. Und daß im sog. Europa die Städte oft nicht amorphe Betonhaufen sind, liegt eben daran, daß das Private Property erst nach der Errichtung von Städten zu sich kam. Und wo vordem die feudal-klerikale Herrschaft die Häuschen hübsch um die Kirchen errichten ließ und das Schloß auf die Anhöhe zur Überwachung als Zwingburg. Die Anarchie des Private Property hat ihre Form auch in der Formlosigkeit des kapitalen Städtebaus.

Ich fühle mich aber sehr wohl hier in meiner 35-Dollar-Residenz bei hellstem Licht und 28 Grad Lufttemperatur. Morgen, nach 4 Nächten, fahre ich weiter, wenn ich dieses Kovolut endlich abgesondert habe. Hurrah, die Schwatz, sorry, taz, ist immer noch nicht pleite. CNN aber wohl schon. So am Ende kann man eigentlich nicht sein, CNN einzuschalten.

Ich steuere jetzt erstmal den Großen Canyon an. Ob ich dann wie geplant in den Staatspark des Yellowstone hoch nach Wyoming noch radele, werde ich noch entscheiden, wenn ich den Staatspark des Grand Canyon hinter mir habe. Ob ich auf den Trubel der Staatsparks dann noch Lust habe. Oder nicht viel mehr auf das normale Wüstenleben in Arizona und New Mexico. Aber ein bißchen nach oben will ich schon. Zumindestens bis Denver/Colorado.

Jedenfalls möchte ich mich dem Meditativen des Wanderns annähern und nicht zu schnell werden in der Sportlichkeit des Radfahrens. Letztere ist sowieso nur kaum mehr als zweimal schneller als das Wandern.

Ein Wort noch zum Wasser: Ich habe mir auch das Duschen abgewöhnt. Es ist völlig überflüssig im doppelten Wortsinn, so man den Körper bedeckt hält und sich das Gesicht wäscht. Doch halt, eine weitere Bedingung: man sich das Gesäß nach dem Gang auf den Stuhl mit Wasser gesäubert hat. Dann hängt man nicht voll Exkrement am Gesäß, ich sagte es bereits und nicht je stinkender, je mehr vom toten Tier man inkorpierte zuvor.

Anders ausgedrückt: Der völlig unhaltbare Verbrauch von 120 Litern Wasser pro Tag und Kopf in Westasien und der noch viel irrere hier bei uns in Amerika von möglicherweise 200 Litern pro Tag (mir ist bekannt, daß er signifikant größer ist als der in Westasien) – man mache sich das bildlich klar: 12 bis 20 Eimer voll bis oben, jeden Tag und von jedem/r einzelnen – rührt nur daher, weil die Leute, schlimm ausgedrückt, zu blöd zum Scheißen sind bzw. zum sich sauberhalten. Daß sie auch zu blöd zum Essen sind, machte ich bereits klar.

Eine hübsche Kulturkritik, wie ich finde, denn die Begegnung mit jemandem, der untenrum nicht sauber, ist eigentlich nicht schön. Aber selbstredend und zweckhaft auch eine Kritik der sog. Zivilisition mit diesem dekadenten (lat. für maßlos) Wasserverbrauch.

Übrigens verbrauche ich in Berlin ziemlich exakt 66 Liter Wasser pro Tag, davon 15 Liter heißes. Immerhin noch fast 7 volle Eimer pro Tag. Hier brauche ich nur einen halben vielleicht. Und in der Wüste auch maximal einen.

Und klar, daß das Kapital, das auf den Namen Nestlé hört, dann eine Plastikpulle Wasser mit dem Namen „Smart“ versehen und weltweit vertreiben kann, wo von Smartheit im Bereich des Ökonomischen keine Spur, sondern die allgemeine Unterworfenheit und die Vergiftung allen Wassers das kapitale Programm.

Ist Erfahrung allgemein schwierig geworden bis unmöglich (vgl. Th. W. Adorno), nehme man das Fahrrad.

Das Rauchen ohne Filter bietet den Vorteil, daß man der Zigarre Reste unbedenklich dem Natürlichen überlassen kann. Man schmückt es damit.

Und nirgends schmeckt der Tabak so gut wie in der Wüste. Deshalb rauchen die Leute auf alten Wüstenfotos auch so reizend (meist Pfeife; habe jetzt auch eine; in Louisiana produziert). Und Sergio Leone hatte unrecht mit der Feststellung, Clint Eastwood habe zwei Gesichtsausdrücke in seinen Filmen verwendet. Eine Rolle spielte auch der Cigarillo im Mundwinkel, vor allem ohne Hut gegen die Sonne. Da mußte er nicht mehr viel mimen.

Jesus übrigens vertriebe heute die Schacherer nicht aus dem Tempel, sondern aus dem Autosalon.

Hinsichtlich der Esserei böte eine chinesische Invasion unserer U.S. doch kulinarische Vorteile. Was ja die ganze Kulturzivilisation ja schon ist fast (s.o.).

Und vielleicht griffen die U.S. Vietnam nur wegen seiner Küche an. Weil sie es nicht verwinden konnten, nicht Nudelsuppe selbst machen zu können.

Wie geht es Albanien, dem Mutterland der Satire (Titanic), eigentlich?

Gelassenheit das Resultat der Selbstgewißheit.

Dem Kitsch entgeht man nur noch in der Negation der herrschenden Eigentumsordnung.

Die Stadt für den Masochisten. Hier erfährt er Lust durch Last, Leid und Lautstärke. Der Sadist hingegen verzog aufs Land, wo ihn die Lust durch aversive Abgrenzung und gleichfalls unüberhörbar überkommt. Dem Menschen bleibt das Nomadenleben, wo er kann. Wo nicht, als Objekt bezeichneter Lüste subjektiviert zu werden.

Es ist oft klar, daß ich auf der Straße ein Sonderwesen darstelle, der auf der Straße hervorsticht. Betretenes Schweigen und abgründige Verachtung der Motorisierten mir gegenüber oft die Folge. Unbewußt die Verachtung von sich selbst und ihrer maßlosen „Mobilität“.

Erwähnt hatte ich schon, daß wir Amerikaner allemal und im Vergleich zur dt. Menge zurechnungsfähiger sind. Sowie die Natur hier weniger zugerichtet und zerstört. Und auch, daß der Straßenverkehr, den ich bisher erlebt habe, durchaus moderat im Vergleich. Und daß in Mexiko das Plastik in der Natur überall sich befindet, hatte ich auch schon kolportiert, meine ich.

‚Meadow‘ und ‚Grove‘ für Wiese und Hain sind doch sehr hübsche englische Wörter.

Ich vergaß Roy zu fragen, wie die Holzwagenräder für den Boraxtransport gelagert gewesen seien. Ich habe mir die Räder sehr genau angesehen, aber nicht verstanden, wie die sich drehen. Sie hatten jedenfalls eine Stahlachse, aber ich glaube nicht, daß sie Kugellager hatten.

Was ein schlimmes Netz, das sog. Internet. Milliarden Knoten, kein Durchkommen. Und was eine Zeitverschwendungsmaschine, das Gerät.

Auf Wiedersehen, Folks! Wählt! Wieder einmal richtig wählen am 25. Mai! Zurecht ganz unten auf dem Wahlzettel. Auch ich brauche den Job.

Es grüßt aus den Weiten der U.S., den Staaten obwaltenden private Propertys sowie der hübschen Liberty auch,

Stefan Valentin
(Cyclist)

 

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