#8 In Colorado ciffen – Vom Vogel gerettet

4926 km Strecke (1. Karte bis Santa Fe und 2. Karte ab Santa Fe); 110 Nächte, 17 in Räumen. Regen: 2 Nächte und an 3 Tagen; Ruhetage: 29,5

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Folgender Text jungen Müttern und der PARTEI gewidmet

Good day, Meshures!

Da das bislang möglicherweise zu kurz kam: die Freundlichkeit und die Gesprächsbereitschaft, ja, Liebenswürdigkeit der hiesigen Staatsinsassen (U.S) sei gerühmt zuvörderst. Auch deren Sittlichkeit, d.i. das Menschliche, das vor die Ordnung gestellt und bedacht (vgl. GER). Das Radfahren durch ihr Land ein großes Vergnügen.

Der Reihe nach: In welch guter Verfassung war Spanien seinerzeit, im 16. Jahrhundert (!)! Munter drauflos über den Ozean, die Indianer aus ihren Pueblos vertreiben. Lustigerweise kamen sie zuallererst bis in die heutige Dominikanische Republik. Nach verläßlicher Mitteilung eines Bekannten ein Land nun, in dem das Verbrechen ausufernd wuchert. Und mithin das Elend. Nicht zu sprechen von Haiti nebenan; ein Paradies. Bis Chr. Columbus kam.

Jedenfalls kann man sich das so vorstellen: Eine spanische Hochburg das heutige Mexico City. Die Maya (und Inka) hatten kleinbeizugeben vor der besprochenen Übermacht des Schießgewehrs in der Hand der Westasiaten. Und rund 2500 km nördlich ein Vorposten: Santa Fe im heutigen Neumexico. Hier wird 1610 (!) ein Palazzo errichtet und ein Gouverneur darin; in bester westasiatischer Montur (s. Foto) sichert er das Regime. Das heißt, er wacht als Feudalinstanz darüber, daß die Pueblo für die Spanier schuften.

Um die gleiche Zeit etwa errichteten die Briten ihre Zelte weiter nordöstlich und an der Atlantikküste. 1607 Jamestown.

Derweil zur gleichen Zeit die Chinesen dem feinsten Porzellan sich widmen. Auch ein Grund, warum ich nur noch Weltkarten akzeptiere, die China in der Mitte zeigen.

Das Porzellan ein Kassenschlager weit im Westen. Den Aberwitz einer Auspflanzung unherrlicher Verhältnisse – man denke an die ‚heilige‘ spanische Inquisition – nach Übersee, um dort die gleichen Niedrigkeiten ausgelebt zu sehen wie daheim bei der Königin – einen solchen Aberwitz hatten die Chinesen nicht nötig. Dafür das Porzellan.

Und: Nudeln!. Ja, Nudeln, liebe Staatsinsassen der U.S. Die sind aus dem Stoff gefertigt, der dort wachsen würde, wo Euer damned Cattle (what a word!) nur noch Wüste läßt.

Ich wäre, in China eingebürgert, der Erste, der eine NudelPARTEI gründete. Eine nudelbasierte Religion gibt es schon übrigens.

Wie gesagt, der Gouverneurspalast von Santa Fe (s. Fotos) eines der ältesten Gebäude der heutigen U.S. Er beherbergt jetzt das sehenswerte Historische Museum.

Die Pueblo lebten wie zuvor in mehrstöckigen Lehmhäusern mit Flachdach. Mit einem großen Gemeinschaftsraum im Erdgeschoß. Die darüberliegenden Floore konnten mittels Leiter erklommen werden. Das war gut, wenn die Apache oder Comantsche schlechte Laune hatten. Es war ihnen nicht zu leicht möglich, die Pueblo in den Obergeschossen zu behelligen, wenn diese zuvor die Leitern entfernt hatten und von oben per Bogen und Pfeil sich zur Wehr setzten. Oben auch die Speicher für die angebauten Feldfrüchte. Insbesondere das sogenannte Corn (Mais) sowie die nicht genug zu rühmende Bohne, die ich schon im Zusammenhang mit der Kost der Schoschonen besprach.

Es sei an dieser Stelle – auch zum Zweck wiederum, ein Vehikel gegen den maßlosen (lat. decadent) Fleischverzehr in Stellung zu bringen – nicht zu schweigen davon, daß die Sojabohne sagenhaft verstärkende Wirkung auf das humanoide Geschlechtsorgan zeigt. Das männliche mindestens, von dem ich hier sprechen kann.

Die Spanier kopierten die Bauweise der Pueblo, insofern sie, wie diese, den Adobe (Lehm) als Baustoff verwendeten und das Flachdach per Holzstamm erstellten. Sie bauten aber nur einstöckig und hatten im Gegensatz zu den Nativen ein ausgeprägtes Faible für die schöne Privatheit und also das Einzelzimmer.

Nicht rührten sie allerdings an der Eigentumsordnung der Indianer. Beibehalten wurde, daß das Land nicht privat, sondern commun bestellt (und abzuführen dann die Fron an das spanische Regime). Das änderte sich dann mit dem Einmarsch (Trek) der nördlichen Westasiaten, resp. des weißen Mannes. Und wo vordem die spanisch-mexikanische Siedlung keinerlei Papier benötigte, das das Eigentum derer Bewohner zu beglaubigen gehabt hätte, malte der weiße Mann hübsche Urkunden nach je eigenem Entwurf, ließ phantasievolle Stempel draufsetzen zu Washington und dahin ging es mit dem sich selbst gehörenden Land des mexikanisch-spanischen Dorfs.

Auch verlor die Dame das Recht aufs schöne Dékolleté sowie zuvörderst auf ihr Eigentum. Bevor Santa Fe im 19. Jahrhundert amerikanisch wurde, war die reichste Person vor Ort eine Dame. Nicht mehr unter den Puritanern. Sie wurde enteignet.

Die Von-und-Zu im sog. Deutschland hatten sich ihre Besitz- und Herrschaftstitel jedenfalls auch selbstgemalt wenige Jahrhunderte zuvor. Unter sich einen sog. König ausgekungelt und dann die Dörfer ans Gängelband genommen per Waffe und Lumpenmiliz. Und zum Behelf der guten Ausstattung des fürstlichen Lebens auf dem Rücken der nicht so Dreisten und Brutalen.

Je nun, dies die Situation: Nicht viel los im Neuen Spanien, aber ein Land, das mindestens 30mal so groß (s. Foto) wie das Königreich Spanien in Westasien. Hin und wieder kam eine Kolonne spanischer Soldaten ins von Mexico City ferne Santa Fe angereist. Es dauerte ein halbes Jahr, bis sie ankam. Die Soldaten zu Roß, das die Pueblo als ‚magischen Hund‘ identifizierten. Außerdem glitzerten die metallenen Rüstungen der Soldaten in der Sonne. Sie gaben für die Indianer ein lustiges Bild ab, wie sie da ihre Claims absteckten und sicherten. Und weil alles so weit weg und der Nachschub so spärlich, verschmolzen spanische und indianische Leute. Und wurden halt zu Mexikanern irgendwann.

Die auf dem Santa Fe Trail Richtung Kansas City und auf dem Old Spanish Trail Richtung Los Angeles (auf dem ich unterwegs gewesen) Handel per Maultierkarawane entwickelten. Der einfache Weg dauerte nach Kansas City drei Monate, nach Los Angeles waren es sechs.

Doch zunächst rebellierten die Pueblo im Areal, was später Neumexico. Das war 1680. Eine Operation von langer Hand geplant. Von einem Pueblo, der vorher schon inhaftiert gewesen. Es war ein bestimmter Tag, als die Revolte losbrach. Der Gouverneur wurde vertrieben, die Pferde aber fatalerweise einfach freigelassen. Die Schafe auch. Man wolle zur altbekannten und bohnenbasierten Lebensweise zurück, so die Pueblo. Der Pferde bedienten sich dann die umherziehenden Navajo. Nicht zuletzt, um die Pueblo besser behelligen zu können.

14 Jahre später allerdings kamen die Spanier zurück und reinstallierten. Das heißt insbesondere, massakrierten.

Tja, 1820 war es dann aber soweit und die Spanier endgültig vertrieben aus Amerika. Und das heutige Mexico City wurde zur Hauptstadt des unabhängige Mexiko und eines riesigen Landes. Was mehr als die Hälfte der heutigen U.S. einschloß (s. Fotos).

1848 war auch damit Schluß. Der weiße Mann, resp. Westasiate drang in den Westen vor. Wegen Gold, d.h. seiner indigenen Faulheit. Außerdem wollte er intelligenterweise Zugfahren, und zwar von Ozean zu Ozean. Und also kriegte er gegen die Mexikaner. Und gewann. Und es wurde ein umfangreicher Vertrag geschrieben (Treaty von Hidalgo-Guadelupe). Darin alle Rechte für die Nativen vorbehalten, auch für die Spanischstämmigen. Sofern sie halt Urkunden hatten. Die Echtheit wurde zu Washington jeweils geprüft und für nichtig meist erklärt. So hatten die plötzlich Amerikaner gewordenen vormaligen Mexikaner halt das Nachsehen.

Und gegen die Navajo und die Ute und die Comantsche und die Apache mußte dann auch noch ein unfeiner Krieg geführt werden. Der endete, wie man sich denken kann, mit einem Friedensvertrag. 1868. Immerhin durften die Navajo in ihr großes Land innerhalb ihrer vier Berge (von denen ich zwei gesehen) zurück. Und die Apache und die anderen, nachdem tausende gestorben, gingen auch nicht ganz leer aus. Dank Manuelito und Geronimo.

Zuvor hatte sich der weiße Mann unter seinesgleichen gezankt und einen Bürgerkrieg bis 1865 veranstaltet. Texas war auch kurz sein eigener Sklavenstaat, die lustige Republik Texas.

Und als die Streitereien endlich beendigt waren, konnte man sich endlich an die sog. Zivilisation, die Freiheit und das Eigentum machen sowie auch: Eisenbahnen nach überallhin bauen. Die dann, als der Westasiate endlich sein Regime im Westen walten lassen konnte, nicht selten aber überfallen wurden. Es war die große Zeit von Billy the Kid, Sundance Kid und den Cassidy Brüdern. Anarchie, Goldrausch, Mord.

Und weil der gedeckte Tisch in Form des Bisons so praktisch war, auch die Ausrottung des Bisons. Dieses aber auch, um bösartig den Nativen die Lebensgrundlage zu entziehen. Er wurde also en gros und auch von der Eisenbahn aus abgeknallt. Jene, die dies taten für Geld, auch Trapper genannt.

Und als er ausgerottet war, der Bison, wurde er mählich in sog. Ranches durch das sog. Cattle ersetzt. Das seinerseits so praktisch, weil auch dieses das Kochen erspart. Das Gemüse hat nämlich das Rindvieh ungekocht schon inkorporiert! M., eine nach Oklahoma eingewanderte Rumänin, sagte, man könne es sich mit Amerikanern verscherzen, wenn man ihnen sage, daß das Rindvieh seit rund 150 Jahren damit beschäftigt, das ganze Land in eine Wüste zu verwandeln.

Von Santa Fe bin ich dann nach Colorado Springs gefahren. Und es hat 3 Wochen gedauert, bis ich ankam nach wenigen 800 Kilometern. 7 Nächte Santa Fe/New Mexico. Und dann zu den Hippies nach Taos/New Mexico und zum Rio Grande und seinen heißwasserquellbewehrten Ufern. Weitere 4 Nächte.

Und dann nach Colorado. Hier, nachdem ich mir sehr hohe Sanddünen (s. Fotos) angesehen, naturgemäß ein Gramm des guten Freundes C. erstanden. In einem Freund- C.-Shop. Für Dollar 18. Der Shop weist sich mit einer weißen Fahne aus, auf der ein grünes Kreuz. Man stelle sich vor: Geraucht habe ich Freund C. immer noch nicht. Obwohl ein Bekannter desöfteren mir schon gesagt hat, ich würde dies viel zu wenig tun. Naja, kommt noch. Ich verschenkte ein bißchen immerhin an einen Harley-Davidsonfahrer ohne Helm. Wir hielten Konversation auf der Passhöhe bei 9000 Fuß. Und er fuhr von Neumexico dann zur Arbeit becifft nach Denver, wo er die Woche über. Das Chemikans würde ihm die Arbeit als Ingenieur erleichtern, meinte er. Sowie, daß er – mit 56 berentet– mit seiner Frau ein Boot erstehen wolle, worauf fürderhin er (mit ihr) über den Erdball auf dessen großen Gewässern.

Da war der Mann, der sich als Lehrer vorstellte aus New England. Gluecklicherweise lehrte der Mann nur Sport. Er meinte, die Legalisierung von Cannabis sei falsch. Das „Human Tracking“ muesse man dann auch legalisieren. Er war nicht in der Lage zu erkennen, dass das „human tracking“ eine Wendung der Sprache des 4. Reichs. Wo es sich dabei in Wirklichkeit um Kidnapping, Vergewaltigung und Mord handelt. Was sich keineswegs mit dem freien (freedom) Handel des Freundes C. vergleichen laesst. Er war unfaehig, dies zu verstehen. Mir tun seine Schueler leid.

Drei weitere Pässe dann, einer noch über 9500 Fuß. Oben geschlafen und dann runter nach Colorado Springs. Ich sitze hier in einem der vielen Parks. Wie ich das von überallher, wo ich bisher gewesen, schon kenne und sehr mag: komplette und liebevolle Infrastrukur für den rastenden und communen Parkbesucher. Wasser, Tischbänke, Lappenaufleger und sogar Strom. Für mein privates Internetcafé. Ein paar Mexikaner haben Familienfeier und singen Weisen zur Gitarre. Von den Zeiten als Colorado Springs noch spanisch?

Übrigens hat New Mexico fast die Größe der B.R. Deutschland. Es leben aber nur 3 Mio Leute hier. Colorado hat auch nicht viel mehr Einwohner.

Achja, auffällig hier in Amerika: Die Bibliothek genießt hohes Ansehen und ihre Ausstattung alle Aufmerksamkeit der Obrigkeit. Überall, auch in den kleinen Agglomerationen. Schilder weisen den Weg zu ihnen und zum ‚community-center‘.

Gute drei Wochen! Mit inkludierten Ferien! U.a. im von schwarzen Felsen eingefaßten Heißwasserquellpool! Wenn es zu heiß wurde, habe ich mich vom liebreizenden Rio Grande (vgl. J. Ford) ein wenig wegtreiben lassen und dann ein wenig gegen die Strömung angeschwommen. Um wieder zum heißen Pool zu kommen.

Herjee, und jetzt aber wieder los. Langer Abschnitt nach New Orleans/Louisiana über 1800 km und nach Südost via Texas (sowie ein bißchen Kansas und Oklahoma). Es ist ja nun – nachdem ich ca. sieben Wochen bei 2000 Metern über Meereshöhe mich aufgehalten habe – endlich einmal flach. Und Ferien habe ich schon gemacht. Außerdem mache ich nun schon seit dreieinhalb Monaten Ferien. Ich bin schon ganz „Zen“ (Hippies, Taos/New Mexico) und will gar nichts mehr. Außer die Machtergreifung der PARTEI. Und halt auch Fahren mit dem alten, guten Rad.

Ich will naturgemäß auch nicht reich werden. Deshalb hier umsonst eine sog. Marktlücke und naturgemäß wider die IG Farben: Die guten Zähne reinigt man am besten mit pulverisierten Muschelschalen.

Nun ist es aber so, daß, gesetzt, man bräuchte für die tägliche Zahnreinigung nur 0,1 Gramm Muschelpulver, dann auf die Staatsinsassen der B.R. Deutschland und für hier rund 80 Mio Leute, 80 Mio mal 0,1 Gramm gleich 8 Mio Gramm gleich 8 Tonnen Muschelpulver hervorzubringen (lat. produzieren) wären. Die Strände wären also bald leergeputzt von der liebreizenden Muschel. Man könnte folgendermaßen aber vorgehen: Man verkauft den reinen Muschelstaub zum horrenden Preis (19,90 für das Döschen) und jubelt dem kleinen Mann (und seiner Frau) aber die mit Backsoda gestreckte Version unter. Die billiger für des kleinen Mannes kleinen Beutel. Ich sag’s aber gleich: Ich habe das nicht nötig, ich mache es mir selbst.

Ein Wort noch zur Zivilisation:

Folgenden Begriff habe ich von ihr: zu ihr all das gehörend, was das Überleben des Zweibeiners gewährleistet, zum Beispiel Anbau von Feldfrüchten, Maschinen, Schulen, Parlamente etc. Als Gegensatz zur sogenannten Kultur, worin das sich zeigt, was die Begegnung des Zweibeiners mit anderen Zweibeinern ermöglicht. Zum Beispiel das commune Essen, die Künste etc.

Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Begriff von der Zivilisation weit genug reicht. Denn der Cives romanum war der Bürger Roms (nicht die Bürgerin selbstredend). Er hatte noch Eigentumstitel nachzuweisen und war dann aber wahlberechtigt für den S Dateien hinzufügenenatus romanus.

Der code civil des Napoleon war auch auf den Bürger abgestellt bzw. auf dessen per Gesetz einzuhaltende Verkehrsformen. Vornehmlich bezogen auf solche, die für den Vollzug des bürgerlichen (Profit)Geschäfts von Bedeutung. Aber für alle Insassen des bürgerlichen Staates gleich geltend, also auch für die Have-non. Dies drückt sich im ersten Paragraphen des BGB aus, wo es heißt, daß die „Rechtsfähigkeit“ des „Menschen“ (BGB) mit dem Zeitpunkt seiner Geburt hergestellt sei.

Es erscheint also, als ob die Zivilisation mehr mit Bürgerlichkeit für sich, als mit Überleben für sich zu tun hätte. Als Kompromiß ließe sich sagen, daß die Versprechen von Freiheit und Gleichheit (vor dem Gesetz; nicht ökonomische Gleichheit) immerhin taugen dafür, daß man nicht einfach hergeht und dem anderen über die Birne fährt mit der Keule, wenn einem etwas nicht paßt. Was ja nun das Überleben auch sichert.

Andererseits wird der Begriff sehr wohl mit Sächlichkeiten konnotiert. Zum Beispiel und lustigerweise mit dem sogenannten Automobil. Ein nach meinem festen Dafürhalten und nach meinem Begriff naturgemäß antizivilisatorisches Vehikel. Gerade weil es die gute bürgerliche Stube auf die Straße verlegt.

Zwei Dinge zum sogenannten Automobil:

1. Wenn es kein solches, d.h. keinen Privatverkehr, mehr gäbe, und es gäbe dann auch viel weniger Straßen: es machte nichts, neuerdings kann das Fahrrad auch in der Felsenlandschaft gut umherfahren. Dickere Reifen, stabilerer Rahmen und feineres Getriebe machen dies möglich (s. Foto). Ich müßte dann nicht laufen.

2. Das sogenannte Automobil eine Ästhetik aufweisend, die mir in höchstem Maße unpaesslich. Und nachgerade perplex bin ich, wie das Subjekt diese Ästhetik hinnahm und -nimmt und zu seiner ganz eigenen gemacht hat. Will man von Plastikmenschen nicht sprechen, so von Volkswagen dann. Mit welcher Selbstverständlichkeit es hineinsteigt in die 2-Tonnen-Maschine aus Plastik und Legierung! Es ist nicht zu fassen, es will es sogar so. Und kann es offenbar nicht anders (vgl. Gaußsche Glockenfunktion zur Durchschnittlichkeit).

Und klar, daß das Subjekt mit Besteigen des Automobils das Recht reklamiert, auf der Straße Tiere zu töten. Soviele eben, wie diese seinen Weg kreuzen. Wieviele tote Tiere auf der Straße! Wieviele zerschmetterte Insekten auf dem Grill!

Und ebenso klar, dass die USA Ende des 19. Jahrhunderts das nach westlichen Maßstab am weitest entwickelte Land gewesen: Es gab Bahnhöfe überall !!! (s. Foto des Netzes der Santa Fe Railways) Und jetzt: ein paar wenige Bahnhöfe noch in großen Städten. Dafür die Hitlerischen Motorways. Und klar, daß dann ChevronTexaco Krieg zu führen hat, wenn die Ölquellen außer Kontrolle geraten (Irak). Und nachdem Saddam Hussein als Marionette wider Iran nicht mehr taugt.

Ein Gutes hat die parlamentarische Demokratie jedenfalls für sich: man frage die Person, die vor einem steht, welcher Partei sie ihre Stimme gab. Man weiß dann, wen man vor sich hat.

Ein Vogel warnte mich vor dem Blitztod. Ich hatte Geräusche gehört, die ich zuvor noch nie gehört. Eine Mischung aus rostiger Blechkastentür und leise stöhnendes Rind (Vibrato). Ein Vogel flog sehr dicht an mir vorbei. Es war schon Nacht und ich sah ihn nicht, hörte ihn aber. Er schrie dann auch in kurzen Abständen. Ich hatte in der Ferne Blitze gesehen. Und jetzt sah ich einen etwas zitternden Nebel in etwa 100 Metern Abstand von mir. Kurzum: ich ging in die Hocke und machte mich so schnell ich konnte davon zu meinem Zelt. Wo ich dann sicher war vor dem Blitzschlag. Es heißt, dieser bringe Bäume zur Explosion.

Der amerikanische Vierradfahrer fährt vielmals vorsichtiger sowie auch langsamer als sein westasiatischer Blechkollege. Die Freundlichkeit mir gegenüber als Fahrrad Fahrender an Kreuzungen überbordend. Es war bislang nur ein offensichtlich Verrückter, der sein Mütchen kühlen wollte und mich extra schnitt. Und seine Keule vorzeigte (baseball).

Das Landschaftskucken mein Hobby. Private Viewing sotosay, Public Viewing meidend.

Die gute Brennessel sah ich bislang erst einmal (California). Und diese hatte erstaunlich große Blätter.

Auf Wiedersehen in New Orleans, folks!

Stefan Valentin
Colorado Springs/Colorado/U.S.
Sekretär zur besonderen Verwendung/Die PARTEI/EP

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