Archive for the ‘Sonntagnachmittag’ Category

22.06.2008 von Meisterstein
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Wirklich wahnsinnige Werbeclips

von Meisterstein

Endlich mal wieder zwei geniale Werbeclips entdeckt. Zuerst den sehr langsamen Film des Elektronik-Riesen Samsung mit irren Insekten in größenwahnsinnigen Großaufnahmen und in noch nie so vorher gesehenen very slow motion-Aufnahmen. Die armen, hilflosen Tierchen werden mit diversen Miniaturbackwaren beworfen. (Eigentlich ein Fall für den Tierschutz-Verein aber Recherchen ergaben: No insects were harmed for this film). Auf jeden Fall sehr außergewöhnliche Aufnahmen mit dem mehrdeutigen Titel Millimeters Matters. Zum Schluss möchte ich einen schönen surrealen Werbeclip vorstellen. Wirklich sehr seltsam und angenehm provokant. Gedreht wurde er für den Konzern Epuron, der Großprojekte in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien betreibt und finanziert. Energetisch, praktisch, gut. Doch sehen Sie selbst: Mr. W.


13.04.2008 von Meisterstein
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Am Ende der Welt

von Meisterstein

Heute Nachmittag möchte ich zwei Filme des russischen Regisseurs und Animationsfilmers Konstantin Bronzit vorstellen. Bronzit (Jahrgang 1965) ist einer der führenden russischen Trickfilmer, studierte in St. Petersburg und Moskau und arbeitet heute in dem „Melnitsa Animation Studio“ für Film und Fernsehen. Er hat mehr als 70 internationale Auszeichnungen für seine schrägen Kurzfilme erhalten. Einige Zuschauer mögen sich noch an den netten, oscarnominierten Zeichentrickfilm „Pacifier“ erinnern, der bereits 1994 in unserem Kurzfilmmagazin United Unsinn lief. Hier jetzt zur Einstimmung ein recht neues Video mit dem Titel The God. Eine indische Shiva Statue wird von einer Fliege genervt und erweckt zum Leben und dann, sozusagen als Hauptfilm den ganz wunderbaren Zeichentrickfilm Au bout du monde (Am Ende der Welt) aus dem Jahre 1998.
Sehr chaplinesk.

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27.01.2008 von Meisterstein
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Karl Valentin wieder in Berlin

von Meisterstein

Im Martin-Gropius-Bau wird an diesem Wochenende eine Ausstellung über den bayrischen Komiker, Kabarettisten, Autor und Filmproduzenten Karl Valentin eröffnet.
Zu sehen sind Fotos, Original-Handschriften, Briefe, Zeichnungen, Plakate, Lichtbilder, Schallplatten und Filme.
Und so zeigen wir hier schon mal vorab zwei Filme des Meisters, der seinerzeit von der amerikanischen Kritik als deutscher Chaplin bezeichnet wurde.
Der erste Film mit dem Titel Der neue Schreibtisch entstand ca. 1914 und verarbeitet Valentins Erfahrungen als gelernter Schreiner und ist vielleicht der Klassiker der deutschen Stummfilmkomödie- visueller Humor vom Feinsten.
Fast 20 Jahre später entstand der Kurzfilm Der Zithervirtuose. In diesem bayrischen Musiksketch erklärt Valentin sehr eindringlich die richtige Aussprache seines Namens.
Valentin starb am 9. Februar 1948 in seinem Haus in Planegg bei München, verarmt, halbverhungert und von vielen seiner Zeitgenossen so gut wie vergessen.

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20.01.2008 von Meisterstein
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Der Dominoeffekt

von Meisterstein

Seinen Namen verdankt der Dominoeffekt einem beliebten Geschicklichkeitsspiel.
Die Steine eines Dominospiels werden hochkant so in einer Reihe aufgestellt, dass der erste Stein den zweiten umwirft, dieser den dritten, usw. bis alle Steine flachliegen.
Natürlich macht das macht Laune und deshalb findet seit 1998 einmal jährlich in den Niederlanden der Dominoday statt.
Ziel der kuriosen Veranstaltung ist es, so viele Dominosteine wie möglich in einer kunstvollen Kettenreaktion umzuwerfen. Da sind Umwerfquoten von 10.000 Steinen pro Sekunde keine Seltenheit.
Ein schönes Beispiel dieser Massenveranstaltung stellt unser erstes Video dar- es zeigt den letzten Weltrekord mit der regen Beteiligung von mehr als 4 Millionen Dominosteinchen.
Es geht aber auch viel einfacher und macht trotzdem Spaß, wie das zweite Video beweist.
Hier werden in lockerer Reihe PCs umgeworfen.
Holter di Polter!

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02.12.2007 von Meisterstein
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Evel Knievel

von Meisterstein

Der legendäre US-Motorrad-Stuntman Evel Knievel ist im Alter von 69 Jahren gestorben in Florida gestorben. Nicht nur Stuntmen in aller Welt trauern um einen der halsbrecherischsten Motorrad –Stuntmänner überhaupt. Legendär und unvergessen sein Sprung über mehr als 14 Doppeldeckerbusse im Londoner Wembleystadion- ohne gültigen Fahrausweis. Nach einem misslungenen Sprung in Las Vegas lag Knievel einen Monat lang im Koma. Aus seinem ganz großen Traum, einmal über den Grand Canyon zu springen wurde leider nichts. Als er aber 1974 mit einem Raketenfahrzeug als erster Mensch der Welt den Snake River Canyon überfliegen wollte- doch sehen Sie selbst:
Evil Knievels misslungener Versuch über den Snake River Canyon zu fliegen und direkt danach kurvt Robby Knievel kreuz und quer durch die Reifenspuren seines Vaters und überspringt schließlich den Grand Canyon an seiner Stelle.
Das wäre bei uns so gar nicht denkbar.

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18.11.2007 von Meisterstein
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Wer wird denn gleich in die Luft gehen…

von Meisterstein

Vor genau einem halben Jahrhundert erschien zum ersten Mal eine Zeichentrickfigur auf der Bildfläche, die als das so genannte HB-Männchen  in die deutsche Werbegeschichte einging. Held der tragikkomischen Reklamefilmchen ist der Junggeselle Bruno. Durch sein Missgeschick manövriert er sich regelmäßig in  seltsame Situationen, die immer im Chaos enden und aus denen er sich nur retten kann, indem er wie eine Rakete aus der Szene abhebt. „Mein Freund, wer wird denn gleich in die Luft gehen? Gut gelaunt- geht alles wie von selbst.“ Als Zigarettenwerbung heute völlig undenkbar. Jedenfalls habe ich zwei Clips ausgegraben: Brunos aussichtsloser Kampf mit einer Stubenfliege und mit einer Hängematte. Wer Lust auf mehr hat- eine aktuelle DVD mit den besten Filmen gibts im Handel.

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11.11.2007 von Meisterstein
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Metropolis wird 80

von Meisterstein

Der Film Metropolis von Fritz lang gilt nach wie vor als Klassiker der expressionistischen Filmkunst und des Science-Fiction-Films sowieso.
1927 in Berlin uraufgeführt, wurde er von der Kritik jedoch total verrissen. Kein Wunder eigentlich, der Film war halt seiner Zeit um Jahrzehnte voraus. Grund genug zum 80jährigen Jubiläum das Meisterwerk wieder mal ins Gedächtnis zu rufen. Als Anregung möchte ich eine englische Dokumentation vorstellen, die nicht nur Originalszenen zeigt, sondern auch wunderbare, seltene Aufnahmen zur Entstehungsgeschichte.
„Nimm zehn Tonnen Grausen, gieße ein Zehntel Sentimentalität darüber, koche es mit sozialem Empfinden auf und würze es mit Mystik nach Bedarf; verrühre das Ganze mit Mark (fünf Millionen) und du erhältst einen prima Kolossalfilm. Zeitgenössische Kritik aus dem Simplizissimus.
Nichtsdestotrotz nahm die UNESCO den Film 2001 in sein Weltdokumentenerbe auf.

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04.11.2007 von Meisterstein
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Andy Goldsworthy’s Rivers and Tides

von Meisterstein

Heute Nachmittag steht ein zweiteiliger Film auf dem Programm, den ich sozusagen als Appetithäppchen in Sachen Land-Art reichen möchte und der Lust auf mehr machen soll.
Zu sehen sind Ausschnitte aus dem wunderbaren Künstlerportrait Rivers and Tides des Münchner Filmemachers Thomas Riedelsheimer. (Hier in der freien Interpretation eines französischen Fans.)
In tollen Kamerafahrten begleitet er den englischen Meister der Landkunst bei seiner Arbeit in und mit der Natur- im Fluß der Zeit. Vier Länder in vier Jahreszeiten.
Goldsworthy sucht und findet mystische Landschaften, lässt die Orte auf sich wirken und arrangiert mit den vorgefundenen Materialien kurzlebige Kunstwerke- ohne jede Zuhilfenahme von Werkzeugen und Fremdmaterialien. Verblüffend einfach und schön anzuschauen.
Eigentlich genau das richtige vor oder nach einem schönen Herbstspaziergang.

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21.10.2007 von Meisterstein
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Mr. Bean

von Meisterstein

Rowan Atkinson, alias Mr. Bean ist immer noch der beste Körperkomiker der Gegenwart.
Deshalb spricht er auch so gut wie nicht, er weiß, dass er sich auf sein komisches Gesicht und seine witzige Figur verlassen kann. Den Rest machen das saloppe Outfit und sein präzises Timing und nicht zuletzt die gut beobachteten Alltagsszenen. Er hat die Klassiker gut studiert. Chaplin und Keaton, die Marx Brothers und natürlich Jacques Tati, den er sehr verehrt und von dem der Ausspruch stammt: “Ein guter Komiker, dass ist zunächst einmal gute Beinarbeit.”
Und die hat Mr. Bean allemal, wie der erste, kurze Tanzclip, Mister Beanbastic, beweist.
Mir persönlich gefallen die frühen Halbstünder, bestehend aus 7-8 minütigen Episoden besser als seine späteren Kinofilme. Daher möchte ich als zweites Video den schon zum Klassiker gereiften Schwimmbadbesuch zeigen. Bean in Badehose und voller Tatendrang.
Bitte nicht von den Seiten ins Becken springen.

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14.10.2007 von Meisterstein
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Der andalusische Hund (Un chien andalou)

von Meisterstein

Eine Rarität aus der Stummfilmzeit steht heute auf unserem Sonntagnachmittag-Programm.
Ein frühes Meisterwerk des surrealen Films. Kein Wunder eigentlich, denn mit Luis Bunuel
(Ich bin ein Atheist von Gottes Gnaden) und Salvatore Dali (Der Surrealismus bin ich!)
waren da natürlich zwei Superstars an der Arbeit, die hier ihre (Alp)Träume visualisierten.
Der schwarzweiße Kurzfilm aus dem Jahre 1929 ist heute eher selten im TV zu sehen.
Ich selbst habe ihn eher zufällig vor ein paar Jahren im Londoner British Filmmuseum gesehen- dort lief er als Videoschleife auf einem Monitor. Als die berühmt-berüchtigte Anfangsszene wieder startete, in der Bunuel mit einem Rasiermesser eigenhändig ein (Kuh) Auge durchschneidet, fiel aus einer Reisegruppe eine reizende Asiatin mit einem lang gezogenen Seufzer in Ohnmacht.
Also Obacht:
Nichts für schwache Nerven und Freunde von langen Dialogen.

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