01.10.2009 von ivo
Es ist nun gut zwei Monate her, dass ich aus Indien zurückgekommen bin. Und ich bin nicht zum Schreiben gekommen. Ich hatte viel zu tun, und vor allem viel zu verarbeiten. Dass Indien am Anfang sehr anders sein würde, darauf war ich gut vorbereitet. Aber dass Deutschland, wenn ich wieder zurückkomme, auch so anders sein würde, darauf war ich nicht vorbereitet.

Meine Gastfamilie sammt Baby.
Der Abschied von meiner Gastfamilie fiel mir schwer. Ich habe sie alle gern gewonnen. Meine Gastmutter hat zehn Tage bevor ich gefahren bin ihr erstes Kind bekommen, da galt es besonders viel Zeit mit der Familie im Krankenhaus verbringen. Dazu noch einige Besuche, Behördengänge (mit meinem Jahresvisum musste ich mich zu Beginn registrieren – und am Ende wieder abmelden), Sachen packen und so weiter. Die letzten Tage in Kundapur liegen nun schon so lange zurück, aber… weiter lesen
09.07.2009 von
Die Bundesfamilienministerin “Zensursula” von der Leyen hat im Radio SPUTNIK mal wieder ihre Unwissenheit zur Show gestellt. Bisher habe ich mich mit dem Thema in diesem Blog zurückgehalten, da es nicht Thema ist, aber da sie die Sprache jetzt auf Indien gebracht hat ist es das.
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Auf Grund einige Komplikationen gibts den Link jetzt hier: Radio Sputnik. Hintergrund dazu gibts in den Kommentaren bei netzpolitik.org unter Anderem im Kommentar 35. CreeK hat in den Kommentaren einen weiteren Link zur Rohfassung von Radio SPUTNIK gepostet, vielen Dank!
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Sie meint fest zustellen:
Das oberste Ziel muss sein, die Täter zu stellen. Das ist Polizeiarbeit. Und das zweite entscheidende Ziel muss sein, die Quelle zu löschen auf dem Server, da, wo sie sind. Aber da gerät man an seine Grenzen, wenn der Server z.B in Indien steht. Ein hochkompetentes Land, was
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09.07.2009 von

Ein Monsunschauer in Kundapur.
Es bleibt weiterhin regnerisch und wolkig, die Temperaturen bleiben bei konstanten 25 bis 30 Grad. Dabei beträgt die Luftfeuchtigkeit stets über 80%. Durch die wieder überfluteten Reisfelder kommt es zu einem massenhaften Vorkommen von Stechmücken, die besonders in der Dämmerung aktiv sind.
So in etwa könnte der Wetterbericht von hier klingen. Es ist wieder Monsun. Es regnet. Manchmal ist es nur ein Tröpfeln bis Nieseln, manchmal der sprichwörtliche monsunartige Regenschauer. Es ist zwar kühler als im südindischen Sommer, wo es abends regelmässig über 30 Grad war, aber dafür deutlich schwüler. Ohne einen Regenschirm vor die Tür zu treten wäre leichtsinnig. Zu gross ist die Warscheinlichkeit innerhalb von wenigen Minuten eine unfreiwillige Dusche zu bekommen. Die grossen Wolken kommen, bringen einen kräftigen Guss, bei dem kaum jemand auf der Strasse ist, und verschwinden danach wieder. Danach wird die Wolkendecke etwas heller und es nieselt “nur”… weiter lesen
24.06.2009 von
Mein “Anderer Dienst im Ausland” nähert sich unweigerlich dem Ende. Die letzten zwei Wochen konnte ich nicht schreiben, da ich in Kerala war, dem Bundesstaat südlich von Karnataka, Indien. Ich habe jetzt noch knappe 4 Wochen, dann geht mein Flieger zurück nach Deutschland. Doch bevor ich abreise musste ich noch einmal meine letzten Ferientage genießen.

Die Backwaters in Kerala, definitiv ein Höhepunkt auf der Reise.
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04.06.2009 von
Es ist schon eine Weile her, das ein neues Haus von einem mütterlichen Teil meiner Gastfamilie neu eingeweiht worden ist. Was in Deutschland ein Richtfest ist, gibt es hier so so nicht, dafür aber eine “Function” wenn das Haus fertig ist. Eine “Function” ist eine Art soziales, kulturelles oder politisches Event. Hier in Indien wird das Wort so genutzt. Dies ist meines Wissens eine alte Floskel die aus der Kolonialzeit der Engländer hier hängen geblieben ist.

Das neugebaute Haus am Abend der Puja.
Die Hauseinweihung zog sich über zwei Tage hin, besser gesagt einen Abend, eine Nacht und den darauf folgenden Tag. Der Abend war ein Sonntagabend. Meine Familie hatte mir beschrieben, wo das Haus sei. Sie waren mit den Vorbereitungen beschäftigt und konnten mich nicht abholen. Ich habe es gefunden. Kein Problem, denn Kundapur ist übersichtlich.

Die Kuh und ihr Kalb, im Haus.
Als ich am Haus ankam, wurde ich freudig von allen… weiter lesen
31.05.2009 von
Es ist schon einige Monate her, dass ich einmal darüber geschrieben habe, dass ich das Büro von FSL, meiner NGO bei der ich in Indien meinen Zivildienst mache, auf ubuntu umgestellt habe. Für all die die es nicht kennen: ubuntu ist ein Betriebsystem für Computer. Im Unterschied zu Microsoft-Produkten ist es legal kostenlos verfügbar, quelloffen und von Viren praktisch nicht heimgesucht.
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16.05.2009 von
Hier in Indien sind die Wahlen jetzt vorbei und die Auszählung hat begonnen. Aus Sicherheitsgründen war sie in fünf Phasen aufgeteilt, da es für die Sicherheitsdienste sonnst nicht möglich gewesen wäre die Sicherheit zu gewährleisten.

Hammer und Sichel, hier gibt es sie noch. Die Parteizentrale der “Communist Party of India” hier in Kundapur, Karnataka.
Während meiner Reise im April war an manchen Orten die Wahl schon vorbei, an einigen hatte sie noch nicht stattgefunden. Am Tag meiner Rückkehr nach Kundapur waren hier grade Wahlen, viele Läden hatten geschlossen, und das Projekt ruhte auch. Von den Wahlen habe ich selbst nicht viel mitbekommen, ausser den überall positionierten Polizeiposten. In Delhi waren diese an jeder grösseren Strassenecke, am Flughafen und an allen anderen wichtigen Plätzen. Zum Teil hatten sie sich kleine Festungen aus Sandsäcken gebaut, für den Fall der Fälle.
Da die Wahlen jetzt vorbei sind gibt es erste Ergebnisse. Leider werde… weiter lesen
13.05.2009 von
Es ist Mittwoch und meine zweite Woche wieder zurück in Kundapur neigt sich dem Ende zu. Vor zwei Wochen bin ich von meiner Reise in den Norden Indiens wieder in den Süden in mein Projekt zurückgekehrt. Es sind nur noch zwei Monate, dann ist das Projekt vorbei. Mitte Juli geht mein Flieger zurück nach Deutschland. Das war dann mein Zivildienstersatz. Ein Jahr in Indien und es ist nur noch so wenig Zeit über. Ich will hier aber über den letzten Teil meiner Reise in den Norden schreiben und nicht darüber philosophieren, wie schnell die Zeit in Äquatornähe (also verglichen mit Europa) vergeht.

Der goldene Tempel der Sikhs in Amritsar.
Im letzten Drittel unserer Reise ging es auf die Rückreise, wenn auch erst einmal sehr gemütlich. Wir hatten in Nagar im Kullutal im Bundesstaat Himachal Pradesch Quartier bezogen. Nachdem sich Tilmann und ich uns soweit wieder von unseren… weiter lesen
09.05.2009 von
Nachdem wir – das sind Tilmann, Martin und ich – unseren Urlaub in Bangelore begonnen hatten, ging es weiter nach Hampi und Goa. Das ich hierueber geschrieben habe ist schon etwas her und liegt daran, dass ich unterwegs kein gutes Internetcafe gefunden habe. Zu dem war die Zeit auf der Reise zu knapp, als dass ich sie in einem Internetcafe verbringen wollte.

Das Taj Mahal, hier gings auch hin.
Mittlerweile sind Martin und ich wieder in Kundapur, Indien, in unseren Gastfamilien angekommen. Tilmann ist wieder in Deutschland und das Leben hier beginnt wieder seinen gewohnten Gang einzunehmen. Als ich am Freitag meinen Laptop anschaltete, begruesste mich mein ubuntu ersteinmal mit einer Kernelpanik. Das war weniger erfreulich. Zum Glück habe ich meinen USB-Stick mit darauf installiertem ubuntu, so konnte ich davon ersteinmal arbeiten. Aber dazu später mehr.

Delhi bei Nacht, aus unserer Unterkunft herraus fotografiert.
Nachdem wir… weiter lesen
21.04.2009 von
Nachdem wir nun auf der Halbzeit unserer Reise angekommen sind, wird es endlich einmal Zeit, etwas dazu aufzuschreiben. Wir, das sind Martin, Tilmann und ich. Tilmann ist ein Freund von Martin. Er begleitet uns auf unserer Reise in den Norden Indiens.

Am fruehen Morgen ueber Bangelore, nachdem wir Tilmann abgeholt haben.
Martin und ich haben unsere Reise in Kundapur begonnen. Von dort haben wir einen Nachtbus der staatlichen Busgesellschaft K.S.R.T.C. nach Bangalore genommen. Bangalore haben wir beide vorher nicht sonderlich gemocht, denn als wir hier im August angekommen sind, empfing uns die Stadt recht unfreundlich, da uns keiner abholte. Damals landeten wir in einer Unterkunft in der Naehe des Busbahnhofes, eine der echt unschoenen Stellen. Diesesmal konnten wir aber bei Rohan, einem Mitarbeiter von FSL, unterkommen. Das war zum einen sehr viel netter als in irgendeinem Hotel zu leben, zum anderen konnte er uns ein paar nette Ecken von… weiter lesen