01.10.2009 von ivo
Es ist nun gut zwei Monate her, dass ich aus Indien zurückgekommen bin. Und ich bin nicht zum Schreiben gekommen. Ich hatte viel zu tun, und vor allem viel zu verarbeiten. Dass Indien am Anfang sehr anders sein würde, darauf war ich gut vorbereitet. Aber dass Deutschland, wenn ich wieder zurückkomme, auch so anders sein würde, darauf war ich nicht vorbereitet.

Meine Gastfamilie sammt Baby.
Der Abschied von meiner Gastfamilie fiel mir schwer. Ich habe sie alle gern gewonnen. Meine Gastmutter hat zehn Tage bevor ich gefahren bin ihr erstes Kind bekommen, da galt es besonders viel Zeit mit der Familie im Krankenhaus verbringen. Dazu noch einige Besuche, Behördengänge (mit meinem Jahresvisum musste ich mich zu Beginn registrieren – und am Ende wieder abmelden), Sachen packen und so weiter. Die letzten Tage in Kundapur liegen nun schon so lange zurück, aber… weiter lesen
24.06.2009 von
Mein “Anderer Dienst im Ausland” nähert sich unweigerlich dem Ende. Die letzten zwei Wochen konnte ich nicht schreiben, da ich in Kerala war, dem Bundesstaat südlich von Karnataka, Indien. Ich habe jetzt noch knappe 4 Wochen, dann geht mein Flieger zurück nach Deutschland. Doch bevor ich abreise musste ich noch einmal meine letzten Ferientage genießen.

Die Backwaters in Kerala, definitiv ein Höhepunkt auf der Reise.
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13.05.2009 von
Es ist Mittwoch und meine zweite Woche wieder zurück in Kundapur neigt sich dem Ende zu. Vor zwei Wochen bin ich von meiner Reise in den Norden Indiens wieder in den Süden in mein Projekt zurückgekehrt. Es sind nur noch zwei Monate, dann ist das Projekt vorbei. Mitte Juli geht mein Flieger zurück nach Deutschland. Das war dann mein Zivildienstersatz. Ein Jahr in Indien und es ist nur noch so wenig Zeit über. Ich will hier aber über den letzten Teil meiner Reise in den Norden schreiben und nicht darüber philosophieren, wie schnell die Zeit in Äquatornähe (also verglichen mit Europa) vergeht.

Der goldene Tempel der Sikhs in Amritsar.
Im letzten Drittel unserer Reise ging es auf die Rückreise, wenn auch erst einmal sehr gemütlich. Wir hatten in Nagar im Kullutal im Bundesstaat Himachal Pradesch Quartier bezogen. Nachdem sich Tilmann und ich uns soweit wieder von unseren… weiter lesen
09.05.2009 von
Nachdem wir – das sind Tilmann, Martin und ich – unseren Urlaub in Bangelore begonnen hatten, ging es weiter nach Hampi und Goa. Das ich hierueber geschrieben habe ist schon etwas her und liegt daran, dass ich unterwegs kein gutes Internetcafe gefunden habe. Zu dem war die Zeit auf der Reise zu knapp, als dass ich sie in einem Internetcafe verbringen wollte.

Das Taj Mahal, hier gings auch hin.
Mittlerweile sind Martin und ich wieder in Kundapur, Indien, in unseren Gastfamilien angekommen. Tilmann ist wieder in Deutschland und das Leben hier beginnt wieder seinen gewohnten Gang einzunehmen. Als ich am Freitag meinen Laptop anschaltete, begruesste mich mein ubuntu ersteinmal mit einer Kernelpanik. Das war weniger erfreulich. Zum Glück habe ich meinen USB-Stick mit darauf installiertem ubuntu, so konnte ich davon ersteinmal arbeiten. Aber dazu später mehr.

Delhi bei Nacht, aus unserer Unterkunft herraus fotografiert.
Nachdem wir… weiter lesen
21.04.2009 von
Nachdem wir nun auf der Halbzeit unserer Reise angekommen sind, wird es endlich einmal Zeit, etwas dazu aufzuschreiben. Wir, das sind Martin, Tilmann und ich. Tilmann ist ein Freund von Martin. Er begleitet uns auf unserer Reise in den Norden Indiens.

Am fruehen Morgen ueber Bangelore, nachdem wir Tilmann abgeholt haben.
Martin und ich haben unsere Reise in Kundapur begonnen. Von dort haben wir einen Nachtbus der staatlichen Busgesellschaft K.S.R.T.C. nach Bangalore genommen. Bangalore haben wir beide vorher nicht sonderlich gemocht, denn als wir hier im August angekommen sind, empfing uns die Stadt recht unfreundlich, da uns keiner abholte. Damals landeten wir in einer Unterkunft in der Naehe des Busbahnhofes, eine der echt unschoenen Stellen. Diesesmal konnten wir aber bei Rohan, einem Mitarbeiter von FSL, unterkommen. Das war zum einen sehr viel netter als in irgendeinem Hotel zu leben, zum anderen konnte er uns ein paar nette Ecken von… weiter lesen
27.03.2009 von
Martin und ich sind dabei, unsere Ferien zu planen. Nach gut acht Monaten in unserem Projekt haben wir die Gelegenheit Urlaub zu nehmen.
Da wir Karnataka (“unser” Bundesstaat in Indien) weitgehend an Wochenenden per Bus erkundet haben wollten wir jetzt etwas weiter weg, was bei einem so grossen Land wie Indien kein Problem ist.

Noch nicht ganz Tibet: Gebetsfahnen in Byllakupe, Karnataka.
Einig waren wir uns darin, dass wir in den Norden fahren wollten. Da es weit weg ist wird der ganzen April von unserer Reise eingenommen.
Gegen Ende müssen wir einmal gucken, wo wir dann sind und wie es uns dort gefällt. Die Tickets für die Reise bis Delhi sind schon gebucht, ansonnsten bekommt man keine Plätze mehr. Zu erst werden wir Tillmann, einen Freund von Martin, der aus Deutschland anreist, aus Bangalore abholen. Anschließend werden wir uns ein paar Tage in Karnataka und Goa aufhalten und dann schließlich… weiter lesen
12.03.2009 von
Es ist Montagabend, ich bin zuhause in meiner Gastfamilie und weiss nicht so ganz worüber ich schreiben soll. “Slumdog Milionare” würde sich anbieten, doch so lange ich den Film nicht gesehen habe kann ich nicht darüber schreiben – in Deutschland kommt er erst in einer guten Woche in die Kinos. Ob ich ihn hier in Kundapur sehen kann ist ungewiss. Und selbst wenn er hier ins Kino kommt – auf Hindi habe ich da auch nicht viel von.

Einige Ameisen auf der Farm. Ohne die ginge dort nichts.
Letzte Woche war wie jede erste Woche im Monat wieder Orientation Week für neue Freiwillige. In dieser Woch werden die neuen Freiwilligen auf den Aufenthalt in Indien und in ihren Projekten vorbereitet und bekommen ein bisschen von der Kultur hier im Süden beigebracht. Dabei lernen sie Dinge zu kulturellen Unterschieden, ein wenig von der Sprache hier, etwas internationales Kochen und vieles Anderes.… weiter lesen
22.10.2008 von
Nicht, dass ich jetzt nur noch über meine Freizeit berichten würde, aber über diese ist zur Zeit einfach deutlich spannender zu schreiben als über mein Projekt. Dieses Wochenende hatte ich mich zusammen mit Martin dazu verabredet zuerst, die Jog-Falls zu besuchen und anschliessend in Gokarna zu übernachten, dort den Sonntag zu verbringen und am Nachmittag den Zug zurück nach Kundapur zu nehmen.

Die Jog-Falls fotografiert von circa der halben Höhe des Abstieges.
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26.09.2008 von
Letzte Woche hat es mich erwischt. Ich hatte Durchfall, meinen ersten hier in Indien. Zum Glück war es völlig ohne Medizin nach einem Tag wieder weg, auch hatte ich keinerlei Schmerzen. Nur halt das Bestreben andauernd auf die Toilette zu gehen, um mich zu erleichtern. Eingefangen habe ich ihn mir im JK’s, dem Restaurant, in dem sich jeden Mittwochabend alle Freiwilligen hier aus Kundapur und der Umgebung treffen, nett zusammen essen und ein Bierchen trinken. Unsere Raucherinnen können hier völlig frei einfach rauchen, was in der Öffentlichkeit auf der Strasse normalerweise ein Problem ist. Wir sitzen immer auf einer überdachten Dachterasse, es ist schön luftig dort, aber sichtgeschützt.
Dieses Wochenende ging es nach Madikeri (en wiki) oder auch Mercara. Der Ort hat viele Namen, Madikeri und Mercara sind jedoch die am häufigsten verwendeten. Madikeri liegt in den Western Ghats ca. eintausend Meter über dem Meeresspiegel. Bei google-maps kann man sich angucken, wo das liegt.
Nach Madikeri sind wir mit dem Bus gekommen. Los ging es am Freitaag um sechs Uhr, als Susi, Martin, Johannes und ich uns am Hotel Sharon getroffen haben, dort zu Abend gegessen und anschliessend den Bus genommen haben. Wir sind mit K.R.S.T.C., dem Staatlichen Busunternehmen, gefahren. Diese Busse sind sicherer, die Fahrer haben einen für Europäer angenehmeren Fahrstil und die Busse sind halbwegs in Schuss. Leider war das mit unserem nicht der Fall, zwei Stunden vor Madikeri ist eine Stange der Lenkung gebrochen und das linke Vorderrad liess sich nicht mehr lenken. Das war mitten in der Nacht, im Dschungel, etwas erschreckend. Zum Glück fuhr der Bus gerade vergleichsweise langsam, sodass er einfach am linken Strassenrand zum Stehen kam. Da standen wir dann, nachts, auf einer kleinen Bergstrasse in den Western Ghats und der Bus fuhr nicht weiter. Irgendwie wars auf der einen Seite für mich ein spannendes Gefühl, auf der anderen Seite aber auch beängstigend. Meine Kopflampe (für Indienreisende die warscheinlich komfortablere Art der Taschenlampe, da es oft zu Stromausfall kommt) hat sich da einmal wieder ausgezahlt. Zwischen den Wipfeln der uns umgebenden Bäume konnte ich damit etliche Fledermäuse jagen sehen, grob geschätzt hatten einige eine Spannweite von über 60cm.

Das kaputte linke Vorderrad unseres Busses. Leider ist die tiefe Furche die es gezogen hat nicht sonderlich gut zu sehen.
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29.08.2008 von
Die Vorbereitungswoche hier in Indien liegt nun zwei Wochen zurück, mittlerweile habe ich mich bei meiner Gastfamilie ganz gut eingelebt.

Auf dem Weg nach Hause von der Bushaltestelle zum Haus sind es 10 Minuten wunderschöner Fußweg.
In der Vorbereitungswoche ging es wie schon auf den Vorbereitungstreffen darum, was uns erwarten wird, aber auch darum unsere Erwartungen an uns selbst zu formulieren und kritisch zu betrachten. Die Aufgaben waren zum Teil die gleichen, wenn auch etwas anders formuliert. Innerhalb der Vorbereitungswoche waren noch einige Freiwillige da, die jetzt aber in anderen Teilen Indiens gelandet sind. Ihren Emails nach zu schließen geht es ihnen gut.
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