27.03.2009 von
Martin und ich sind dabei, unsere Ferien zu planen. Nach gut acht Monaten in unserem Projekt haben wir die Gelegenheit Urlaub zu nehmen.
Da wir Karnataka (“unser” Bundesstaat in Indien) weitgehend an Wochenenden per Bus erkundet haben wollten wir jetzt etwas weiter weg, was bei einem so grossen Land wie Indien kein Problem ist.

Noch nicht ganz Tibet: Gebetsfahnen in Byllakupe, Karnataka.
Einig waren wir uns darin, dass wir in den Norden fahren wollten. Da es weit weg ist wird der ganzen April von unserer Reise eingenommen.
Gegen Ende müssen wir einmal gucken, wo wir dann sind und wie es uns dort gefällt. Die Tickets für die Reise bis Delhi sind schon gebucht, ansonnsten bekommt man keine Plätze mehr. Zu erst werden wir Tillmann, einen Freund von Martin, der aus Deutschland anreist, aus Bangalore abholen. Anschließend werden wir uns ein paar Tage in Karnataka und Goa aufhalten und dann schließlich… weiter lesen
15.03.2009 von
Diese Woche war Holi, ein auch in Europa durch die Medien bekanntes Festival. Überall in Indien wird es etwas anders gefeiert. Die Gemeinsamkeit ist aber, dass jede/jeder jeden mit farbigen Pulvern bewirft und einreibt. Auch wird etwas mit gefärbtem Wasser gespritzt, das aber meistens nur von Kindern, die sich ein paar Wasserbomben aus alten Farbpuderbeuteln gebastelt haben.

Schön bunt, aber nur zu Holi.
… weiter lesen
12.03.2009 von
Es ist Montagabend, ich bin zuhause in meiner Gastfamilie und weiss nicht so ganz worüber ich schreiben soll. “Slumdog Milionare” würde sich anbieten, doch so lange ich den Film nicht gesehen habe kann ich nicht darüber schreiben – in Deutschland kommt er erst in einer guten Woche in die Kinos. Ob ich ihn hier in Kundapur sehen kann ist ungewiss. Und selbst wenn er hier ins Kino kommt – auf Hindi habe ich da auch nicht viel von.

Einige Ameisen auf der Farm. Ohne die ginge dort nichts.
Letzte Woche war wie jede erste Woche im Monat wieder Orientation Week für neue Freiwillige. In dieser Woch werden die neuen Freiwilligen auf den Aufenthalt in Indien und in ihren Projekten vorbereitet und bekommen ein bisschen von der Kultur hier im Süden beigebracht. Dabei lernen sie Dinge zu kulturellen Unterschieden, ein wenig von der Sprache hier, etwas internationales Kochen und vieles Anderes.… weiter lesen
27.02.2009 von

Eine kleine Meeresschildkröte auf dem Weg zum Wasser.
Letzte Woche hatten wir unsere Mid Therm Evaluation (MTE). Diese ist ein Bestandteil des weltwärts-Programmes und sollte bis zur Hälfte des Programes stattgefunden haben. Normale Freiwillige hier bei FSL haben einmal im Monat zwei Tage dafür - wir weltwärts-Freiwilligen haben circa in der Mitte unseres Aufenthalts einmal 5 Tage Evaluation. Im Gegensatz zu einigen weltwärts-Freiwilligen, die vor uns gekommen sind und ihre MTE Ende November hatten, sind wir nicht in Kundapur geblieben, sondern auf einen ökologischen Bauernhof in die Western Ghats gefahren. Eigentlich waren ganz andere Orte geplant, diese wurden jedoch kurz vorher abgesagt. Wir sind auf die “Simha Farm” gegangen. Es war ein wunderbarer, nachts recht kalter dafür tags nicht zu heisser Ort, an dem wir in aller Ruhe und bei guter Stimmung unsere Evaluation durchführen konnten. Das Essen dort ist rein vegetarisch und so weit es möglich… weiter lesen
21.02.2009 von
Diese Woche hatten wie als “Öko-Projekte” (Eco Tourism, Environmental Education, Sea Turtle Conversation und wie als Eco Club) die Ehre, ein Workcamp zu mit Programm zu versorgen. Workcamps sind für Freiwillige, die hier in der Regel nur zwei Wochen hier sind, in dieser Zeit aber einiges an Aktivitäten unternehmen, für welche man viele helfende Hände braucht. Die vorherigen Workcamps hatten meistens nur etwas mit dem “Sea Turtle Conversation” Projekt zu tun, in dem es um den Schutz dieser Schildkröten geht. Da dieses Projekt aber jetzt zu Ende ist, denn die Saison ist vorbei, hatten wir als Öko Projekt eine Woche lang die Aufgabe, das Programm für ein Workcamp zu organisieren. Zwischenzeitlich konnten natürlich immer mal alte Programpunkte aus alten Workcamps genutzt werden, wie zum Beispiel ein Puppenspiel über Meeresschildkröten, jedoch sollte auch manches Neue organisiert werden.

Am Freitag in den Backwaters mit einem kleinen Boot unterwegs.
Am… weiter lesen
11.02.2009 von
Letzten Donnerstag ging es zu einer sogenannten “Eco Club Function“. Eine “function” ist hier nichts anderes als jegliche Art von sozialem und kulturellem Ereignis, sei es eine Hochzeit oder ein Treffen aller aktiven lokalen “Eco Clubs“, wie es bei uns der Fall war. „Unser“ Eco Club aus Kodi, in dem wir im Moment aktiv sind, hatte zu diesem Ereignis geladen, auch wir haben ein Einladungsschreiben bekommen, wenn auch auf Kannada, der wichtigsten Sprache hier in Karnataka. Unsere Übersetzer haben und es dann übersetzt, auch welche Gäste alle geladen wären.

Lucas mit ein paar Schülern der Schule in Kodi.
Los ging es damit, dass wir alle und im dortigen Versammlungsraum getroffen haben und zuerst einmal die Ehrengäste auf die Bühne gerufen wurden, als da wären (eine Auswahl, an die ich mich grade erinnere) ein Vertreter des lokalen Rotary… weiter lesen
06.02.2009 von
Nachdem wir unsere Halbzeit des Freiwilligendienstes hatten Mitte Januar, geht es im Projekt jetzt endlich richtig los.

Ein Abend am Strand, das Wasser ist warm wie eine Badewanne, einfach herrlich.
Diesen Sonnabend hatten wir eine Aktion an einer Schule in Kodi, dem Dorf am Strand in der Nähe von Kundapur. Das grundlegende Problem war hier, dass die Freiwilligen aus dem “Environmental Education (EE)” Projekt in diesem Eco Club ihren Unterricht bereits absolviert haben. Eigentlich ist es nicht ihre Aufgabe, in den Eco Club zu gehen (da dieser aus den achten bis zehnten Klassen besteht). EE sollte sich an die sechsten und siebten Klassen wenden. Die meisten Schulleiter suchen aber dringend nach Aktivitäten für den Eco Club. Da EE nun also schon die Grundlagen vermittelt hatte, mussten wir uns etwas Neues ausdenken. Unsere ausgearbeiteten Stunden können wir hier aber nicht einfach aus dem Ärmel schütteln; diese Inhalte wurden ja bereits von EE gehalten. Wir wollten… weiter lesen
26.01.2009 von
Diese Woche war es endlich so weit: Wir haben nach unserem Konzept Unterricht gestaltet. Am Freitag dem 16.1. hatten wir uns in einer Schule vorstellig gemacht. Der Schulleiter klang einerseits begeistert, anderseits auch traurig, dass er uns nicht mehr Zeit geben kann. Denn zur Zeit ist grade mal wieder Examenszeit. Wenn Examen sind, haben die Schüler erfahrungsgemäss immer wenig Zeit. Dann fällt der sonst monatliche Eco Club aus.

Aber eins nach dem anderen. Am Freitag den den 16.1. stellten wir uns also in einer Schule in Gangolli (ein kleines Fischerdorf auf der anderen Seite des Flusses) in der Schule vor. Der Schulleiter gab uns vier Termine: Montag, Dienstag, Donnerstag und in der Woche darauf am Dienstag sollten wir jeweils eine Zeitstunde mit dem Eco Club bekommen. Als wir am Montag zur Session erschienen machte der Lehrer einen leicht traurigen Eindruck und sagte uns, das vier Sessions leider zu viel sein, dass wir alles… weiter lesen
18.01.2009 von
Diese Woche war wirklich eine Ameisenwoche. Pharaoameisen, um genau zu sein. Am Sonntagabend entdeckte ich, das sich ein paar dieser Ameisen in meinem Laptop ausgebreitet haben. Prathibha, meine Gastmutter, empfahl mir, ein wenig darauf rumzuklopfen, dann würden sie hinauslaufen. Ich habe also ein wenig mit den Fingern auf meinem Laptop getrommelt, und Tatsache, es kamen einige heraus. Allerdings hörte es nie ganz auf. Zu Beginn kamen mehr, später immer weniger. Ich habe meinen Laptop am Montagmorgen dann zu einem Computerladen gebracht, damit er dort geöffnet und gereinigt wird. Da beim Öffnen den Laptops entdeckt wurde, dass an meinem CPU-Kühler nur noch zwei Schäufelchen dran waren und der Rest abgebrochen, musste dieser auch ausgetauscht werden. Deswegen habe ich ihn erst am Donnerstag wiederbekommen. Ein Freund mit dem ich zusammen Abi gemacht habe schrieb zu den Ameisen:
Uh, du hast warscheinlich Pharaoameisen gefunden. Das sind sehr kleine rot-orange Ameisen.
… weiter lesen
01.01.2009 von
Zum Jahreswechsel wollten wir eigentlich an den Strand gehen. Daraus wurde leider nichts. Meine Gastmutter meinte, der Polizeichef von Kundapur habe alle öffentlichen Versammlungen nach 23 Uhr untersagt, da es Terrorwarnungen gäbe. Ich lebe hier in einer indischen Kleinstadt mit insgesamt ca. 20 000 Bewohnern in Stadt und Umgebung zusammen. Wieso sollte das interessant für Terroristen sein? Städte wie Bengaluru oder Mumbai sind Ziele, aber nicht indische Provinzstädte wie die meinige hier? In Goa war meines Wissens das öffentliche Feiern auch verboten. Hier könnte man sich wegen der vielen Touristen eine Terrorgefahr herbeireden. Meine Gastmutter meinte dazu, dass Indien dies auf internationalen Druck tun würde, da es als nicht als aktiv genug in der Terrorismusbekämpfung eingestuft würde. Nunja, ich empfinde das hiesige Verbot als Aktionismus, das ist einfach und unbescheiden meine persönliche Sicht…

Ein bisschen indisches Feuerwerk. Die Böller sind gefährlich, da sie unangehehm schnell explodieren.
Nur um einigen Lesern, die diesen Blog nicht kennen zu… weiter lesen