13.05.2009 von
Es ist Mittwoch und meine zweite Woche wieder zurück in Kundapur neigt sich dem Ende zu. Vor zwei Wochen bin ich von meiner Reise in den Norden Indiens wieder in den Süden in mein Projekt zurückgekehrt. Es sind nur noch zwei Monate, dann ist das Projekt vorbei. Mitte Juli geht mein Flieger zurück nach Deutschland. Das war dann mein Zivildienstersatz. Ein Jahr in Indien und es ist nur noch so wenig Zeit über. Ich will hier aber über den letzten Teil meiner Reise in den Norden schreiben und nicht darüber philosophieren, wie schnell die Zeit in Äquatornähe (also verglichen mit Europa) vergeht.

Der goldene Tempel der Sikhs in Amritsar.
Im letzten Drittel unserer Reise ging es auf die Rückreise, wenn auch erst einmal sehr gemütlich. Wir hatten in Nagar im Kullutal im Bundesstaat Himachal Pradesch Quartier bezogen. Nachdem sich Tilmann und ich uns soweit wieder von unseren… weiter lesen
26.09.2008 von
Letzte Woche hat es mich erwischt. Ich hatte Durchfall, meinen ersten hier in Indien. Zum Glück war es völlig ohne Medizin nach einem Tag wieder weg, auch hatte ich keinerlei Schmerzen. Nur halt das Bestreben andauernd auf die Toilette zu gehen, um mich zu erleichtern. Eingefangen habe ich ihn mir im JK’s, dem Restaurant, in dem sich jeden Mittwochabend alle Freiwilligen hier aus Kundapur und der Umgebung treffen, nett zusammen essen und ein Bierchen trinken. Unsere Raucherinnen können hier völlig frei einfach rauchen, was in der Öffentlichkeit auf der Strasse normalerweise ein Problem ist. Wir sitzen immer auf einer überdachten Dachterasse, es ist schön luftig dort, aber sichtgeschützt.
Dieses Wochenende ging es nach Madikeri (en wiki) oder auch Mercara. Der Ort hat viele Namen, Madikeri und Mercara sind jedoch die am häufigsten verwendeten. Madikeri liegt in den Western Ghats ca. eintausend Meter über dem Meeresspiegel. Bei google-maps kann man sich angucken, wo das liegt.
Nach Madikeri sind wir mit dem Bus gekommen. Los ging es am Freitaag um sechs Uhr, als Susi, Martin, Johannes und ich uns am Hotel Sharon getroffen haben, dort zu Abend gegessen und anschliessend den Bus genommen haben. Wir sind mit K.R.S.T.C., dem Staatlichen Busunternehmen, gefahren. Diese Busse sind sicherer, die Fahrer haben einen für Europäer angenehmeren Fahrstil und die Busse sind halbwegs in Schuss. Leider war das mit unserem nicht der Fall, zwei Stunden vor Madikeri ist eine Stange der Lenkung gebrochen und das linke Vorderrad liess sich nicht mehr lenken. Das war mitten in der Nacht, im Dschungel, etwas erschreckend. Zum Glück fuhr der Bus gerade vergleichsweise langsam, sodass er einfach am linken Strassenrand zum Stehen kam. Da standen wir dann, nachts, auf einer kleinen Bergstrasse in den Western Ghats und der Bus fuhr nicht weiter. Irgendwie wars auf der einen Seite für mich ein spannendes Gefühl, auf der anderen Seite aber auch beängstigend. Meine Kopflampe (für Indienreisende die warscheinlich komfortablere Art der Taschenlampe, da es oft zu Stromausfall kommt) hat sich da einmal wieder ausgezahlt. Zwischen den Wipfeln der uns umgebenden Bäume konnte ich damit etliche Fledermäuse jagen sehen, grob geschätzt hatten einige eine Spannweite von über 60cm.

Das kaputte linke Vorderrad unseres Busses. Leider ist die tiefe Furche die es gezogen hat nicht sonderlich gut zu sehen.
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13.08.2008 von
Nachdem wir in Kundapur im Hotel Sharon angekommen waren und uns dort von der Reise erholt hatten begann am Montag die Vorbereitungswoche. Die Busfahrt ueber Nacht nach Kundapur war mehr als anstrengend, die Strassen waren zwar glaube ich fuer indische Verhaeltnisse recht gut, nur ich konnte trotzdem kein Auge wirklich schliessen. Die Ueberhomanoever des Busfahrers waren meinem Ermessen nach manchmal mehr als knapp, ich will nicht schon sagen halsbrecherisch. Der Bus hatte nur einen Aussenspiegel auf der rechten Seite, wenn er nach einem Ueberholmanoever wieder einschehrte musste der Beifahrer immer aus dem Fenster gucken, wann wieder genug Platz war. Die Liegesessel waren auch nicht ganz ohne, nach ein paar Stunden tat einem einfach alles weh. Ein Stuhl war auch mit Bettwanzen verseucht, was sich aber erst am naechsten Tag herrausstelle. Die Viecher sind nicht ohne.
An unserem freien Tag in Kundapur nach der Ankunft und vor Beginn der Orientierungswoche wurden… weiter lesen
11.08.2008 von
Wir sind angekommen, was für ein Wunder. Meine Visaprobleme hatten sich dann doch noch zum Glück alle gelöst und ich habe mich von meiner Familie verabschiedet.
Mittlerweile ist hier derart viel passiert, dass ich das in einem Beitrag gar nicht alles aufschreiben kann. Auch kann ich leider noch keine Fotos hochladen, da es hier nur einen USB-Port gibt – und in dem hängt mein „Ubuntustick“, mit dem ich hier online gehe. Der Internetcafe hat hier seinen sehr eigenen Charme, bei Gelegenheit gibt’s Fotos …
Nun will ich aber erzählen, wie wir hier nach Kundapur gekommen sind. Zuerst ging’s mit dem Flieger von Hamburg nach Paris „Charles de Gaule“. Dort haben wir uns alle getroffen, wenn wir uns nicht schon an den jeweiligen Flughäfen getroffen hatten, an denen die Reise begann. In Paris angekommen, mussten wir uns durch ein riesiges Kuddelmuddel durchschlagen – der Flughafen ist nicht ganz ohne. Zum… weiter lesen