09.07.2009 von

Ein Monsunschauer in Kundapur.
Es bleibt weiterhin regnerisch und wolkig, die Temperaturen bleiben bei konstanten 25 bis 30 Grad. Dabei beträgt die Luftfeuchtigkeit stets über 80%. Durch die wieder überfluteten Reisfelder kommt es zu einem massenhaften Vorkommen von Stechmücken, die besonders in der Dämmerung aktiv sind.
So in etwa könnte der Wetterbericht von hier klingen. Es ist wieder Monsun. Es regnet. Manchmal ist es nur ein Tröpfeln bis Nieseln, manchmal der sprichwörtliche monsunartige Regenschauer. Es ist zwar kühler als im südindischen Sommer, wo es abends regelmässig über 30 Grad war, aber dafür deutlich schwüler. Ohne einen Regenschirm vor die Tür zu treten wäre leichtsinnig. Zu gross ist die Warscheinlichkeit innerhalb von wenigen Minuten eine unfreiwillige Dusche zu bekommen. Die grossen Wolken kommen, bringen einen kräftigen Guss, bei dem kaum jemand auf der Strasse ist, und verschwinden danach wieder. Danach wird die Wolkendecke etwas heller und es nieselt “nur”… weiter lesen
24.06.2009 von
Mein “Anderer Dienst im Ausland” nähert sich unweigerlich dem Ende. Die letzten zwei Wochen konnte ich nicht schreiben, da ich in Kerala war, dem Bundesstaat südlich von Karnataka, Indien. Ich habe jetzt noch knappe 4 Wochen, dann geht mein Flieger zurück nach Deutschland. Doch bevor ich abreise musste ich noch einmal meine letzten Ferientage genießen.

Die Backwaters in Kerala, definitiv ein Höhepunkt auf der Reise.
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30.10.2008 von
Die Monsunzeit ist hier in Kundapur schon fast wieder vorbei. Letzte Woche hat es an zwei Tagen geregnet, davor war bestimmt zwei Wochen nur Sonnenschein. Der Regen war für die hier anstehende Reisernte laut Aussage von meinem Gastonkel Kiran gar nicht gut. Er meinte, dass die Reisbauern grosse Probleme damit hätten, den Reis zu trocken und damit lagerfähig zu bekommen. Ausserdem würde der Reis wieder neu austreiben, was auch kein gutes Zeichen sei.

Der kleine Feldweg, auf dem ich von der Busstation immer nach Hause gehe. Ansicht im Monsun.
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26.09.2008 von
Letzte Woche hat es mich erwischt. Ich hatte Durchfall, meinen ersten hier in Indien. Zum Glück war es völlig ohne Medizin nach einem Tag wieder weg, auch hatte ich keinerlei Schmerzen. Nur halt das Bestreben andauernd auf die Toilette zu gehen, um mich zu erleichtern. Eingefangen habe ich ihn mir im JK’s, dem Restaurant, in dem sich jeden Mittwochabend alle Freiwilligen hier aus Kundapur und der Umgebung treffen, nett zusammen essen und ein Bierchen trinken. Unsere Raucherinnen können hier völlig frei einfach rauchen, was in der Öffentlichkeit auf der Strasse normalerweise ein Problem ist. Wir sitzen immer auf einer überdachten Dachterasse, es ist schön luftig dort, aber sichtgeschützt.
Dieses Wochenende ging es nach Madikeri (en wiki) oder auch Mercara. Der Ort hat viele Namen, Madikeri und Mercara sind jedoch die am häufigsten verwendeten. Madikeri liegt in den Western Ghats ca. eintausend Meter über dem Meeresspiegel. Bei google-maps kann man sich angucken, wo das liegt.
Nach Madikeri sind wir mit dem Bus gekommen. Los ging es am Freitaag um sechs Uhr, als Susi, Martin, Johannes und ich uns am Hotel Sharon getroffen haben, dort zu Abend gegessen und anschliessend den Bus genommen haben. Wir sind mit K.R.S.T.C., dem Staatlichen Busunternehmen, gefahren. Diese Busse sind sicherer, die Fahrer haben einen für Europäer angenehmeren Fahrstil und die Busse sind halbwegs in Schuss. Leider war das mit unserem nicht der Fall, zwei Stunden vor Madikeri ist eine Stange der Lenkung gebrochen und das linke Vorderrad liess sich nicht mehr lenken. Das war mitten in der Nacht, im Dschungel, etwas erschreckend. Zum Glück fuhr der Bus gerade vergleichsweise langsam, sodass er einfach am linken Strassenrand zum Stehen kam. Da standen wir dann, nachts, auf einer kleinen Bergstrasse in den Western Ghats und der Bus fuhr nicht weiter. Irgendwie wars auf der einen Seite für mich ein spannendes Gefühl, auf der anderen Seite aber auch beängstigend. Meine Kopflampe (für Indienreisende die warscheinlich komfortablere Art der Taschenlampe, da es oft zu Stromausfall kommt) hat sich da einmal wieder ausgezahlt. Zwischen den Wipfeln der uns umgebenden Bäume konnte ich damit etliche Fledermäuse jagen sehen, grob geschätzt hatten einige eine Spannweite von über 60cm.

Das kaputte linke Vorderrad unseres Busses. Leider ist die tiefe Furche die es gezogen hat nicht sonderlich gut zu sehen.
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