Peter Weibel hat kürzlich gesagt: »Ich hab nicht die FPÖ [Freiheitliche Partei Österreich] gebraucht, um die österreichische Kulturszene zugrunde gehen zu lassen, da hat mir die Kabarettzene dafür genügt!«
Weibel ist Österreichs prominenter Kulturemigrant am ZMK Karlsruhe. Er argumentiert, die alte Wiener Garde, Karl Farkas und Helmut Qualtinger, die längst tot sind, diese Granden des Wiener Humors hätten noch die verborgenen Beziehungen zwischen Kunst und Komik gekannt und Farkas und Qualtinger hätten diese geheime Beziehung sichtbar gemacht – die medial gehypte Kabarettszene von heute aber tue das gerade nicht.
Recht hat er, der Weibel! Mit einigen Ausnahmen, und eine davon stelle ich heute vor. Tex Rubinowitz ist ein seltsam unfroher Zeitgenosse für einen Humoristen, und ein nach Wien emigrierter Deutscher obendrein. Das bedeutet zunächst, dass er hier ein Beethoven-Schicksal erleidet, also bis zum Ende vom sprachlichen Idiom seiner Begierde getrennt bleiben wird, zugleich aber nicht lassen kann von den Rockschössen… weiter lesen