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28.06.2007 von Wolfgang Koch
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Kleine Wiener Stadtgeschichte (6)

von Wolfgang Koch

In Friedenszeiten ist sonntags ganz Wien auf den Beinen. Man unternimmt in der schönen Jahreszeit Spazierfahrten und Landpartien.
Das geht mit dem Zeiselwagen – ein einfaches Leitergefährt für mehrere Personen, das einen bis zur Stadtgrenze bringt.

Die Lobau mit dem Schlachtfeld von 1809 gilt als besonders beliebtes Ausflugsziel. Von 1812 an verkehrt dann regelmässig ein Stellwagen vom Zentrum nach Heiligenstadt – das ist ein Gesellschaftsgefährt mit Überdachung.

Metternich gelingt es am Wiener Kongress 1815 »Legitimität« als das Prinzip internationaler Beziehungen zu etablieren. Eine Sache muss am Papier rechts sein, um als gerechtfertigt zu gelten.

Dieser Grundsatz zementiert allerdings die Monarchie und dient der Unterdrückung des Nationalismus. Die Habsburgerkaiser sahen sich ja immer schon in einem höheren Recht, das Gottesgnadentum ist ein Grundrequisit ihrer Herrschaft. »Der Tyrann«, sagen sie sich, »befreit jeden einzelnen von der Tyrannei des Nachbarn«. Das freilich geschieht jetzt zunehmend durch den vormärzliche Polizeistaat und… weiter lesen