Archive for November 20th, 2009

20.11.2009 von Wolfgang Koch
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DEINE FETTEN AUGEN AM TELLERRAND

von Wolfgang Koch

Es gibt in der theoretischen Physik den schönen Begriff der Selbstkonsitenz. Theorien müsen nicht nur formal, d.h. syntaktisch richtig aufgebaut sein, wie das von jeder mathematischen Formel gefordert wird, sondern sie müssen auch so interpretierbar sein, dass sie die empirischen Gegebenheiten richtig darstellen.

Selbstkonsitenz ist in der gegenwärtigen Kunst eher die Ausnahme. Syntax und Semantik fallen in den Shows der Kunsthallen meist auseinander wie Kinderbasteleien. Das gilt nicht für das Werk der 32jährigen Barbara Philipp, die in Wien und Amsterdam lebt. Philipp hat Ende der Neuzigerjahre auf der Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts bei Jean Michel Alberola studiert, danach je ein Jahr bei Hermann Nitsch an der Städelschule in Frankfurt und bei Günter Damisch an der Akademie der Bildenden Künste in Wien.

Aktuell macht die Künstlerin nicht durch eine Ausstellung, sondern durch ein kleines, zweisprachig gestaltetes Büchlein mit dem Titel Tasteless/Geschmacklos von sich reden. Ich bin schon lange… weiter lesen