Wolfgang Walkensteiner hat das Wüstengold seiner Bilder aus den Farben Nickeltitangelb, Elfenbeinschwarz und dem Grün der böhmischen Erde gemischt. Alle Malereien, die hier zu sehen sind, basieren auf Eitempera-Technik, und Walkensteiner schafft, wenn er in Fahrt ist, gut und gerne ein kleineres Format an einem Tag.
Wie geht er dabei vor? Zunächst nimmt etwas Modellierton und formt mit den Händen einen etwa grapefruitgroßes Klumpen daraus. Dabei bohrt er lustvoll mit den Fingern in der Masse, dehnt und quetscht den Ton, rollt ihn zur Kugel, bearbeitet ihn wie Teig, usw.
Nach ein paar Tagen nimmt Walkensteiner die trocknete Form wieder zur Hand und schaut sich alle Details genau an. Findet er eine Stelle, die ihn anspricht, so überträgt er sie ins Riesenhafte gesteigert auf die Leinwand. Dabei geht der Künstler nicht stur realistisch vor; im Malakt können noch zusätzliche Durchbrüche oder Schatten auf das Objekt komponiert werden.
Wichtig ist, dass wir… weiter lesen