Archive for Juni, 2010

15.06.2010 von Wolfgang Koch
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WOLFGANG WALKENSTEINERS AUSSTELLUNG »DIE SCHWELLE« (II)

von Wolfgang Koch

Wolfgang Walkensteiner hat das Wüstengold seiner Bilder aus den Farben Nickeltitangelb, Elfenbeinschwarz und dem Grün der böhmischen Erde gemischt. Alle Malereien, die hier zu sehen sind, basieren auf Eitempera-Technik, und Walkensteiner schafft, wenn er in Fahrt ist, gut und gerne ein kleineres Format an einem Tag.

Wie geht er dabei vor? Zunächst nimmt etwas Modellierton und formt mit den Händen einen etwa grapefruitgroßes Klumpen daraus. Dabei bohrt er lustvoll mit den Fingern in der Masse, dehnt und quetscht den Ton, rollt ihn zur Kugel, bearbeitet ihn wie Teig, usw.

Nach ein paar Tagen nimmt Walkensteiner die trocknete Form wieder zur Hand und schaut sich alle Details genau an. Findet er eine Stelle, die ihn anspricht, so überträgt er sie ins Riesenhafte gesteigert auf die Leinwand. Dabei geht der Künstler nicht stur realistisch vor;  im Malakt können noch zusätzliche Durchbrüche oder Schatten auf das Objekt komponiert werden.

Wichtig ist, dass wir… weiter lesen

13.06.2010 von Wolfgang Koch
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WOLFGANG WALKENSTEINERS AUSSTELLUNG »DIE SCHWELLE« (I)

von Wolfgang Koch

Wie soll man sich Kunst nähern? In kleinen Schritten, da ihr eigentliches Geheimnis zwar erfahrbar, aber kaum rational vermittelbar ist. Kunst wirkt bekanntlich noetisch, das heißt wir verstehen sie, ohne zu wissen, wie wir verstehen. Wir entwickeln in unserem Inneren Kriterien, die uns erlauben zu sagen »Ja, es stimmt, was ich da sehe«; die Sache ist stimmig oder eben nicht. Ich komme mir durch das Werk nahe, oder es sagt mir nichts.

Der wichtigste aller Zugänge ist sicher der sinnliche; allerdings ist er für Erwachsene kaum rein, also ohne Vorwissen, zu haben. Selbst wenn Sie den Namen Walkensteiner noch nie gehört haben, wissen Sie, dass in einer Galerie Bilder an der Wand hängen und dass man diese nicht angreifen darf. Sie wissen, dass jeder Künstler einer Spezialist für das Kreative ist, usw. usf. – Es ist schon eine ganze Menge da, bevor wir über die Schwelle treten.

Wenn uns die… weiter lesen