Crowdfunding für Social Business – Schülerfirmen machen es vor

Crowdfunding ist als Finanzierungsform für den Kreativ- und Kulturbereich bereits vielfach erprobt und auch junge Unternehmen zeigen, dass Crowdinvesting in Deutschland funktioniert. Schwerer fällt es den Vereinen und Verbänden im gemeinnützigen Bereich sich auf Crowdfunding einzulassen. Sie sind es gewohnt als Spendenempfänger ohne Gegenleistungen auszukommen.

Umso interessanter ist der Projektverlauf des “einfach machen”-Schülerfirmennetzwerkes, welches auf startnext ihre Zielsumme in Höhe von 10.000 Euro kurz vor Ende schon fast erreicht haben. Der Gründer Tim Breker teilt im Interview seine Erfahrungen mit dem Crowdfunding-Projekt.

Warum macht ihr Crowdfunding für das Projekt?

Als noch junges Social Business Startup reichen die Einnahmen, die wir aus unserer Geschäftstätigkeit mit den Schülerfirmen generieren noch nicht aus, um die Projektkosten zu decken. Außerdem wollen wir so viele Menschen wie möglich über die Lernmethode Schülerfirma informieren und ihre Unterstützung bei der Akquise von Partnerschulen und –unternehmen gewinnen. Unsere Einfach Machen Crowdfunding (www.startnext.de/emnetzwerk) hilft uns bei beiden Anliegen einen Schritt weiterzukommen.

Als gemeinnütziger Träger stünden Euch auch klassische Spenden-Plattformen zur Verfügung. Dann bräuchte es keine Gegenleistungen.

Klassische Spenden-Plattformen haben –aus unserer Sicht – nicht 100%ig zu unserem Bild als Social Business gepasst. Als moderne, innovative Finanzierungsform hat Crowdfunding einfach mehr „Sexappeal“. Deswegen haben wir uns auch für Startnext entschieden. Obwohl wir uns viel Mühe mit der Konzipierung der Dankeschöns gemacht haben, haben die meisten unserer Unterstützung auf eine Gegenleistung verzichtet und gespendet.

Das Projekt hat die Zielsumme von 10.000 Euro fast erreicht. Welche Kommunikationsmaßnahmen tragen den größten Teil zum Erfolg bei?

Die meisten Unterstützer erreicht man persönlich – per Mail, Anruf, facebook oder eben klassisch im persönlichen Gespräch. Gerade über die persönlichen Netzwerke kommt man auch an Firmen oder andere Organisationen als Unterstützer heran. Außerdem haben uns Auftritte bei diversen Events und Veranstaltungen geholfen, auf die Kampagne aufmerksam zu machen.

Handelt es sich bei Euren über hundert Unterstützern um eine anonyme Masse oder wie gut kennt ihr sie?

Wir kennen fast alle unsere Unterstützer. Dennoch kommen gerade jetzt zum Schluss noch einige für uns noch unbekannte Unterstützer dazu – was uns natürlich riesig freut. Der größte Anteil der Finanzierungssumme sind Unterstützer, die wir direkt persönlich angesprochen haben. Vor allem meine Ehemaligen Kommilitonen von der WHU haben mich beeindruckt. Sie haben allein fast ein Fünftel der Gesamtsumme gespendet.

Ist der Crowd-Anteil Eures Projektes mit der Finanzierung abgeschlossen oder wie plant ihr die Unterstützer zukünftig weiter einzubinden?

Konkrete Planungen unsere Unterstützer noch stärker in das Projekt einzubinden gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Über den gesamten Kampagnen Zeitraum gab es von den Unterstützern auch eher wenige Anregungen oder Feedback zu unserem Projekt. Auch das Angebot selbst eine Partnerschule vorzuschlagen wurde nicht genutzt. Nichtsdestotrotz sind wir weiterhin sehr offen dafür.

Vielen Dank für das Interview und die Einblicke in das Projekt.

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