Ultrakurzhändler

Natürlich kann man den Daytrader auch weiterhin Daytrader nennen. Sein eigentliches Markenzeichen ist aber nicht so sehr das An- und Verkaufen an ein und demselben Tag, sondern eher in ein und derselben Minute, meinetwegen auch Stunde. Und da wir schon vor der Erfindung der Ultra-Waschmittel das Ultrakurze erfunden hatten (für die Ultrakurzwelle nämlich), wäre das Wort Ultrakurzhändler nicht nur treffender, sondern auch traditionsreicher. Die Abkürzung UKH klingt zwar nicht so gut wie UKW, aber vielleicht ist das ja auch nur Gewöhnungssache. Möglicherweise ist die passendere Kurzform ja auch einfach „Die Ultras“ – seit dem Ende der DDR ist das Wort ja wieder verwendbar.

Ultrakurzhändler, m: Börsenspekulant, der am gleichen Tag kauft und verkauft; vormals: Daytrader 

Kommentare (2)

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  1. Bei Kurzhändlern denke ich an miefige Kurzwaren.

    Überhaupt fällt es mir schwer, das Wort „Handel“ mit der Börse zu verbinden, ich denke beim „Händler“ an den anständigen Kaufmann aufrichtiger Buddenbrookscher Couleur, nicht aber an den auf schnellsten Vorteil bedachten Turbotauscher.

    Wie wär’s mit „Schnellspekulant“ oder „Eilaktionär“?

  2. Die „Ultras“ sind heute als eine Gruppe im Fußball bekannt, die sich „gegen die Kommerzialisierung des Sports“ aussprechen. Und dies jetzt als Akü für etwas kommerzielles?

    Mit was mag ein Kurzhändler handeln? Mit eingeganger Wäsche? Daher würde ich das Wort „Zeit“ mit einbauen, also (Ultra-)kurzzeithändler.

    Grüß aus dem Allgäu von W. Wilhelm