Funkfilm

Seit es tatsächlich eine nennenswerte Anzahl von Menschen mit UMTS-Handys gibt, setzt sich so langsam das Videostreaming durch. Wenn meine Technik-Kenntnisse nicht trügen, bedeutet Streaming in diesem Fall, dass ich mir nicht erst eine Video-Datei runterlade, um sie dann anzuschauen, sondern dass die Daten während des Anschauen durch den Äther in mein Handy strömen. Also so wie beim Fernsehen, nur eben digital und nicht analog, aber das ist das Fernsehen ja auch bald. Aber das Digitalfernsehen nennt ja auch keiner TV-Streaming, sondern jetzt noch Digitalfernsehen und bald nur noch Fernsehen. Wenn ich mir auf meinem Handy einen Videostream anschaue, schaue ich mir also eigentlich einen Film an. Und um klarzumachen, dass es sich um a) ein Handy handelt und b) einen Datenfluss handelt, muss man vor die vier Buchstaben F,I,L und M nur die vier Buchstaben F, U, N und K setzen, und schon sehe ich einen Funkfilm. Meinetwegen auch ein Funkvideo, wenn einem das Wort Film für den Winzbildschirm des Handy und die Winzdauer des Films zu erhaben daherkommt.

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  1. Ein Videostream ist in der Tat ein Film oder ein Sequence die man sich während der Übertragung anschauen kann, egal ob auf dem Handy oder z.B. auf dem Computer via Internet. Im Normalfall werden solche Streams nur für den Zeitraum der Wiedergabe gespeichert und nicht länger. Um Platz zu sparen. Und ein kopieren zu verhindern (bzw. zu erschweren). Digitales Fernsehen nennt man DVB-T, Fernsehen auf dem Handy nennt man DVB-M. Fernsehen via Kabel DVB-C und via Satellit DVB-S.