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vonDetlef Guertler 06.08.2006

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Jedem Journalisten ist die nachrichtenarme Zeit des Sommerlochs geläufig. Ebenfalls geläufig ist die Technik, aus einer äußerst dürren, kaum meldenswerten Information einen großen Vierspalter zu machen, weil alles andere noch weniger hergibt oder es sich eben um das Lieblingsthema des Chefredakteurs handelt – auf der Glatze Locken drehen, nennt man das nicht nur im Journalismus.
Aus der Kombination dieser beiden Begriffe ergibt sich ganz zwanglos die Sommerlocke. Dabei handelt es sich um eine derjenigen Meldungen, die es gar nicht bis in die Zeitung oder die Nachrichten gebracht hätten, wenn nicht gerade Sommerloch gewesen wäre – die also auf der Sommerloch-Glatze eine Locke drehen.

Sommerlocke, w: Meldung mit geringem Informationswert in nachrichtenarmen Zeiten 

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