No-Go-Area

Da haben sich die alten Herren von der Aktion lebendiges Deutsch diesen Monat ein wirklich heißes Eisen rausgesucht. Die No-Go-Area wollen sie neubeworten lassen – was in diesem Fall wohl nicht die Räumlichkeiten von Pflegeheimen für Gehbehinderte meint, sondern die Zonen in Deutschland, in die sich bestimmte Minderheiten besser nicht ohne Polizeischutz begeben sollten. Böse Zungen meinen, man könne No-Go-Area einfach als „Neukölln“ eindeutschen, aber das hieße die Bedeutung dieses Stadtteils denn doch überschätzen.
Der Wortist beteiligt sich an der Aktion mit zwei nahe beieinanderliegenden Vorschlägen, die sich beide eben von dem Polizeischutz ableiten und auf ein in anderem Zusammenhang bekanntes Wort beziehen: das Blaulichtgebiet und das Blaulichtrevier. Lässt sich auch in Stadtplänen und Landkarten gut entsprechend kennzeichnen.

Kommentare (2)

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  1. ich geh
    nie ins
    „Nicht-Geh-
    Ge-biet“
    (Heute habe ich den Rap).
    Oder wäre ein Schüttel-Reim treffender?

  2. Mir klingt das -viertel in diesem Fall zu gemütlich. Immerhin geht es hier u lebensgefährliche Regionen. Deshalb wäre ich eher für -gebiet, -revier oder meinetwegen auch -zone.

  3. Mir fiel dazu spontan die Analogie zum Rotlichtviertel ein: Blaulichtviertel.

  4. „Demigration-Ressort“ oder „High-Intenity-Dislocation“ Beides auch für fremdsprachige Gäste eindrücklich und unverständlich. Alternativ: Robustregion

    http://chefarztfrau.blogspot.com/