Archive for August 30th, 2006

30.08.2006 von Detlef Guertler
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Wörterwanderung

von Detlef Guertler

So heißt eine mir höchst fragwürdige Aktion des ebenso fragwürdigen “Deutschen Sprachrats“. Das Anliegen scheint auf den ersten Blick ehrenwert: “Deutsche Wörter finden sich in fast allen Sprachen der Welt wieder. Wir möchten diese Wörter mit Ihrer Hilfe sammeln und etwas über ihre Verwendung in anderen Sprachen lernen.” Fragwürdig an der Aktion ist auf den zweiten Blick zweierlei: Erstens kennt sie kaum einer, obwohl sie schon seit Anfang Juni laufen soll und Ende September schon wieder vorbei ist, was also wohl bedeutet, dass den Jungs und Mädels vom Deutschen Sprachrat das mit dem Marketing nicht wirklich in die Wiege gelegt wurde. Und zweitens darf man mit der Einreichung eines Germanismus aus anderer Sprache auch gleich alle seine Rechte daran abgeben, weil aus den Geschichten zu den Germanismen ein Buch werden soll, das bereits im November 2006 erscheinen soll. Damit bekommt das ganze vollends den Charakter eines putzigen “Wenn… weiter lesen

30.08.2006 von Detlef Guertler
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Residency-Programm

von Detlef Guertler

Bei Günther Jauch wäre das mindestens eine 500.000-Euro-Frage:

Welche Institution nennt sechs von ihr vergebene Reise-Stipendien für Künstler “Residency-Programm”?

a) Hertie School of Governance (Berlin)
b) European Business School (Oestrich-Winkel)
c) Goethe-Institut (München)
d) Barenboim-Said-Stiftung (Sevilla)

Sie nehmen den Publikums-Joker: 43 Prozent für a, 12 für b, 27 für c, 18 für d. Sie setzen auch noch den 50:50-Joker ein: a und c bleiben übrig. Sie greifen zum Telefon-Joker: Tante Meike, die sich mit Kultur auskennt. Tante Meike hat noch nie etwas von einem Residency-Programm gehört. Aber c) kann sie ausschließen, das Goethe-Institut als Wächter der deutschen Kultur würde doch nie auf die Idee kommen, ein Stipendium “Residency” zu nennen. Die Hertie-Dingsbums, der ist sowas zuzutrauen. Sie bedanken sich herzlich bei Tante Meike, das hätten Sie sich auch schon so ähnlich gedacht, und wenden sich zuversichtlich dem Moderator zu. “Also gut, ich nehme a).” – “Sind Sie… weiter lesen

30.08.2006 von Detlef Guertler
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Shootpad

von Detlef Guertler

Man muss ja nicht jeden Blödsinn neubeworten, den irgendwelche Spiele- oder Konsolenhersteller sich einfallen lassen. In diesem Fall gibt es dafür aber gleich doppelten Anlass: Erstens hat ein “Eingabegerät” für eine Playstation in Fußballform, das wie ein Fußball getreten wird, das Zeug dazu, uns die nächsten Jahrzehnte zu begleiten, zweitens ist der bisherige Name “Shootpad” ziemlich blödsinnig, weil “shoot” alles mögliche sein kann, und niemand dabei zuerst an Fußball denkt, und Pad am ehesten vom Mousepad her bekannt ist, wo es schlicht Unterlage bedeutet. Shootpad heißt also Unterlage zum Schießen – irreführender gehts kaum.
Ich bitte deshalb um Vorschläge für eine Neubewortung des Shootpads. Ein erster Vorschlag zur Anregung: Ballerball.