http://blogs.taz.de/wortistik/files/2018/01/Bildschirmfoto-2018-01-17-um-19.11.19.png

vonDetlef Guertler 30.08.2006

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

Mehr über diesen Blog

Man muss ja nicht jeden Blödsinn neubeworten, den irgendwelche Spiele- oder Konsolenhersteller sich einfallen lassen. In diesem Fall gibt es dafür aber gleich doppelten Anlass: Erstens hat ein „Eingabegerät“ für eine Playstation in Fußballform, das wie ein Fußball getreten wird, das Zeug dazu, uns die nächsten Jahrzehnte zu begleiten, zweitens ist der bisherige Name „Shootpad“ ziemlich blödsinnig, weil „shoot“ alles mögliche sein kann, und niemand dabei zuerst an Fußball denkt, und Pad am ehesten vom Mousepad her bekannt ist, wo es schlicht Unterlage bedeutet. Shootpad heißt also Unterlage zum Schießen – irreführender gehts kaum.
Ich bitte deshalb um Vorschläge für eine Neubewortung des Shootpads. Ein erster Vorschlag zur Anregung: Ballerball.

Wenn dir der Artikel gefallen hat, dann teile ihn über Facebook oder Twitter. Falls du was zu sagen hast, freuen wir uns über Kommentare

https://blogs.taz.de/wortistik/2006/08/30/shootpad/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Wenn ich das richtig verstehe, ist wohl „pad“ iSv „Unterlage“ gemeint. Der Ball ist fest, der fliegt ja gar nicht, nein, Sensoren messen Winkel und Kraft des Tretenden.

    Der Ball ist also vergleichbar mit dem Punching-Ball (doitsch?), der sich an zwei Gummiseilen fixiert dem Boxer erbietet.

    Als-ob-Tret, Flankensimulator

  • Es wird nicht deutscher, aber vielleicht trifft es besser: „Kickpad“. „Abtritt“ ist wohl daneben. Lesetipp zum Thema: Joachim Ringelnatz „Fußballwahn“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.