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vonDetlef Guertler 02.10.2006

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Mathias Schreibers Spiegel-Titelgeschichte von heute, „Rettet dem Deutsch“, konnte ich immerhin eine neue Anregung entnehmen, die zwar schon etwa 150 Jahre alt ist, mir aber dennoch bislang genau so unbekannt war wie Herrn Schreiber dieses Weblog. Es handelt sich um ein von Arthur Schopenhauer verwendetes, vielleicht sogar geprägtes Wort, und anders als sonst üblich zitiert der Spiegel sogar im Zusammenhang und in ganzen Sätzen: „Die Deutschen zeichnen sich durch Nachlässigkeit des Stils, wie des Anzuges, vor anderen Nationen aus, und beiderlei Schlumperei entspringt aus derselben im Nationalcharakter liegenden Quelle.“

Danke, Herr Schreiber, für diese Wiederentdeckung der Schlumperei, die bislang ein regelrechtes Mauerblümchendasein neben ihrer sich breit machenden Schwester, der Schlamperei, führt. Dabei handelt es sich wahrlich weder um dasselbe Wort noch um dieselbe Bedeutung: Die Schlamperei ist fahrlässig, verantwortungslos und potenziell gefährlich, die Schlumperei hingegen ist nachlässig, gedankenlos und möglicherweise lästig, ärgerlich oder beleidigend, aber in keinster Weise gefährlich. Eine Schlamperei kann einen Zug entgleisen lassen, eine Schlumperei allenfalls die Gesichtszüge.

In der Spiegel-Story gewährte Schreiber das letzte Wort dem Dichter Gottfried August Bürger: „Wenn ihr eure Sprache lieb habe, so tretet dem Schlendrian auf den Kopf und richtet euch nach den Regeln der Vernunft und der einfachen Schönheit.“ In diesem Text sei das letzte Wort der „Aktion lebendiges Deutsch“ gewährt. Die deutsche Sprache werde unter anderem „vom Spiegel gesteuert, dessen Sprachmarotten seit nunmehr 60 Jahren Zehntausenden deutschsprachiger Journalisten als Vorbild gelten und sich mit ihrer Hilfe bis in die Gemeinsprache hinein ausgebreitet haben.“

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http://blogs.taz.de/wortistik/2006/10/02/schlumperei/

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kommentare

  • Wie ein Fehler Hände und Füße bekommt und in die weite Welt hinausläuft, zeigt anschaulich die BILD, welche die genannte SPIEGEL-Statistik übernimmt und noch mit einer zünftigen Prise Theaterdonner würzt:
    „Wie ein Todesengel schwebt Englisch auf die deutsche Sprache nieder. Unter den 100 meistgebrauchten deutschen Wörtern ist inzwischen jedes vierte aus dem Anglo-Amerikanischen abgeleitet. Vor einem Vierteljahrhundert war es erst jedes hundertste.“
    (Quelle: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/10/16/deutsch-sprache-serie1/deutsch-sprache-serie1.html)
    Herrlich auch die folgende Stelle:
    „Verhunzt, gepanscht, gedemütigt: unsere deutsche Sprache. Immer komplizierter, zugleich immer primitiver. Eltern verstehen ihre Kinder nicht. Die Kinder verlachen Lehrer, die in ganzen Sätzen sprechen.“ (ebd.)
    Alles genau die Sorte abgehackter Mini-Sätze, die von der BILD in der zweiten Folge (http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/10/17/bild-serie-deutsch/bild-serie-deutsch.html) der Serie „Verlernen wir Deutsch?“ explizit als Sprachverhunzung angeprangert werden.
    Wir sehen also: Bei der Sprachkritik bewegt sich die BILD auf oplatendünnem Eis des halben Eindrittelwissens…

  • An Detlef Guertler: Danke für die Wiedergabe des Gesprächs mit Hauke Janssen. Das erklärt vieles, ohne die feherhafte Recherche zu entschuldigen. Ich war davon ausgegangen, dass sich Schreibers Zahlen auf Neologismen im Deutschen beziehen. Bezogen auf Werbeslogangs machen seine Zahlen Sinn.

    Schade, dass Schreiber dieser Fehler – drei Zeilen in einem 15 Seiten langen Artikel – unterlaufen ist. Ein sehendes Huhn übersieht mitunter auch mal ein Korn. Entwertet wird sein kenntnisreicher Aufsatz dadurch nicht.

  • Die Argumente lottern, nicht die Sprache…

    Ich hatte bereits darauf hingewiesen: Der Spiegel titelte in seiner 40. Ausgabe „Rettet dem Deutsch“ und „Deutsch for sale“. Kulturredaktor Mathias Schreiber behauptet, Deutsch verlottere, es werde „so schlampig gesprochen und geschrieben wie wohl…

  • Gerade einen Anruf von Hauke Janssen bekommen, dem Leiter der Spiegel-Dokumentation. Er hat mir erstens bestätigt, dass es natürlich nicht stimmt, dass „unter den 100 am meisten verwendeten Wörtern deutscher Rede 23 englische“ sind, wie es der Spiegel behauptete (s. oben), sondern dass es hier um die Wörter in deutschen Werbeslogans ging. Und er hat mir zweitens erklärt, wie es dazu gekommen ist, dass das trotzdem im Spiegel stand: Der Autor hat diese Information aus einer anderen Zeitschrift abgeschrieben, die diese wiederum aus der New York Times übernommen hatte, allerdings falsch übernommen hatte, da die New York Times durchaus in der Lage war, eine Studie der Universität Hannover ordnungsgemäß zu interpretieren. Hätte Spiegel-Autor Schreiber auch nur einen Blick auf die Original-Studie geworfen (die sich Janssen in der Zwischenzeit beschafft hat), wäre ihm dieser Fehler nicht passiert. Aber die Info passte halt so gut in die Geschichte rein, dass man sie besser nicht totrecherchiert…

  • Zu Jupp Braun: Mir gehts nicht um die Statistiken zur Anglophilie (oder -phobie), sondern um diejenige zu den 100 meistverwendeten Wörtern. Den Vergleich mit Grass finde ich an den Haaren herbeigezogen und unpassend.

    Zu Lothar Lemnitzer: Die Liste hört sich gut an und würde mich erbauen – die übrige Wortistik-Leserschaft wohl auch.

  • Zu Jupp Braun: Die fragwürdige Statistik, die wortreich meinte, ist sicher nicht die belanglose Frage, ob die Deutschen Anglizismen mögen, sondern die vom Spiegel eindeutig sinnverfälschend manipulierte Zahl von 23 englischen unter den 100 meistverwendeten deutschen Wörtern (s. oben). Wobei in der Hitliste der meistverwendeten Wörter in deutschen Werbeslogans (s. oben) die „Füllwörter“ wie und, oder, der, die, das nicht mitgezählt werden.
    Ich kann jeden verstehen, der eine Spiegel-Geschichte verteidigt, deren These seiner eigenen Meinung entspricht. Ich halte jedoch überhaupt nichts davon, dass Journalisten sich die Fakten so hinbiegen, dass sie zu der These passen, die sie gerne verbreiten möchten. Schreiber hat leider genau das getan, und dafür gehört er geprügelt, ob die These sympathisch ist oder nicht.

  • Zu Wortreich: Schreiber untermauert seine Thesen mit brandneuen repräsentiven Umfragen, die der SPIEGEL eigens für diesen Titel bei TNS Infratest in Auftrag gegeben hat und die u.a. belegen, dass die große Mehrheit der Deutschen die derzeitige Anglomanie satt hat. Dass Schreiber den Popstar der deutschen Sprachkritik dabei nicht ignorieren kann, versteht sich wohl von selbst. Der Autor hätte Bastian Sick sicherlich auch dann gebührend Platz eingeräumt, wenn er Hauskolumnist der taz wäre. Diese schlumperte Kritik erinnert mich ein bisschen an jüngste Diskussionen, in den Grass unterstellt wurde, er hätte sein SS-Vergangenheit nur zwecks Promotion seines neuen Buches enthüllt. Das haben weder Zwiebelhäuter Grass noch Zwiebelfisch Sick nötig.

  • […] Eins vornweg: Wer wissen möchte, woran die deutsche Sprache wirklich krankt, wird vom Donnerwetter aus Hamburg enttäuscht sein. «Spiegel»-Redaktor Matthias Schreiber wettert seitenlang gegen Anglizismen, unterlegt seine Thesen mit fragwürdigen Statistiken und baut – huch, schon passiert – noch gleich eine nette kleine Werbestrecke für den Hauskolumnisten Bastian Sick ein. […]

  • Ich glaube nicht, daß es sinnvoll ist, die Verhunzung der Sprache an der Anzahl der in der Rede verwendeten Anglizismen zu messen.

    Zwar schmerzt mich die exzessive Verwendung von Anglizismen, bedenklicher scheint mir aber die grammatische Verödung und das Schwinden des Gespürs für die treffliche Verwendung von Bildern und Fügungen.

  • In dem Stern-Artikel war von Neologismen die Rede, nicht von „die“, „der“, „von“, „und“. Von den Artikeln zählt „die“ freilich schon zu den (aus)sterbenden Arten: Die First Class! 🙂

  • Es wird Zeit, hier etwas klarzustellen (oder klar zu stellen??):

    Unter den häufigsten 100 im Gegenwartedeutschen verwendeten Wörtern befinden sich überwiegend Perlen wie „die“, „der“, „von“, „und“ etc., aber kein einziger Anglizismus. Die Liste ist so unspektakulär, dass man damit wirklich kein Aufsehen erregen kann. Wenn es gewünscht wird (ich beobachte diesen Thread), dann kann ich die Liste der häufigsten 100, 1000 etc. Wörter mal an Herrn Gürtler schicken, zur allgemeinen Erbauung.

    Fortsetzung folgt.

  • Ich halte Schreibers „pessimistische“ Bestandaufnahme für eher realistisch. Pessimistisch stimmt mich hingegen die notorische Schönfärberei, die von unseren staatlich finanzierten Sprachinstitutionen Gesellschaft für deutsche Sprache und dem Institut für Deusche Sprache betrieben werden. Sie werden nicht müde, uns in Pressemitteilungen und Interviews zu beteuern, dass das Übermaß an Anglizismen, das in den letzten Jahrzehnten unsere Sprache überflutet hat, eine Bereicherung sei. Tenor: Alles im grünen Bereich, die Sprache lebt!

    „Von Homoehe bis Babyklappe: Neue Wörter
    Was Sprache angeht sind die Deutschen sehr erfindungsreich. Zum Wörtersegen tragen nicht nur die gescholtenen Anglizismen bei: Mehr als 60 Prozent der neuen Wörter des letzten Jahrzehnts wurden im Deutschen gebildet.

    Sprache lebt – das gilt auch für den Erfindungsreichtum im Deutschen. Zum Wörtersegen tragen aber nicht nur die oft gescholtenen Anglizismen bei: 60 Prozent der knapp 700 neuen Wörter, die innerhalb eines Jahrzehnts unsere Sprache bereichert haben, wurden im Deutschen gebildet – nur 40 Prozent sind dem Englischen entlehnt, stellte eine Forschungsgruppe am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim (IDS) fest. Diese Ergebnisse relativieren die Kritik daran, dass das Deutsche von allen europäischen Sprachen den größten Zuwachs von Anglizismen aufweist.“
    http://www.stern.de/unterhaltung/buecher/518609.html?nv=ct_mt

    Hallo? „Nur“ 40 Prozent aller Neologismen sind dem Englischen entlehnt? Man nenne mir eine andere europäische Sprache, die binnen eines Jahrzehnts einen ähnlichen Zuwachs an Anglizismen aufweist. Fazit: Der Weltexportmeister Deutschland ist zugleich ein Weltimportmeister anglo-amerikanischen Sprachguts.

  • Wenn man nur mal einen Moment nüchtern darüber nachdenkt, wie sich eine Sprache ausnähme, in der nach jedem dritten deutschen Wort ein Anglizismus käme, dann muss man doch kleinmütig einräumen, dass diese Zahl von 25% in höchstem Maße unrealistisch ist.
    Der Duden taxiert den Anteil der Fremdwörter im Deutschen auf 8-9% bei „fortlaufenden Zeitungstexten“, ohne die darin enthaltenen Anglizismen gesondert auszuweisen. Diese Angabe wird wohl näher an der Wahrheit liegen als die SPIEGEL-Zahl.
    Um einen Eindruck von einer Sprache zu bekommen, in der ca. 18,2 % Anglizismen (habe 20 Anglizismen bei insg. 110 Wörtern gezählt) enthalten sind, dieser preisgekrönte („Sprachschuster des Jahres 1997“) Text von Jil Sander:
    „Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, daß man contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.“ (im Magazin der FAZ, 1996)
    Zugegeben: Von dieser hohen Dichte an Anglizismen ist die Alltagssprache in den Medien momentan Gott sei Dank dann doch noch meilenweit entfernt…

    P.S.: Herrlich fand ich im aktuellen SPIEGEL auch die Wortschöpfung unseres Wirtschaftsministers Michael Glos „Man- und Wifepower“ (statt „Man- und Womanpower“). Kann schon mal passieren, wenn man sich auf das rutschige Anglizismen-Parkett begibt.

  • Eine wesentlich validere Zahl findet sich in einer Doktorarbeit aus dem vergangenen Jahr. Guy Tomaschett von der Universität Zürich hat die Texte von Inseraten in Schweizer Tageszeitungen auf die Häufigkeit von Anglizismen hin untersucht. Ergebnis: Von 1989 bis 2005 ist der Anglizismenanteil von 2,9 auf 8,9 Prozent gestiegen, hat sich also ziemlich genau verdreifacht. Das ist zwar nicht Rede, und auch nicht Schrift im allgemeinen, sondern eben nur bezogen auf Inserate in Schweizer Tageszeitungen, belegt aber deutlich den Trend zum Englischen im Deutschen – allerdings nicht das katastrophistische „fast ein Viertel“ des Spiegels.
    Download der Dissertation:
    http://www.dissertationen.unizh.ch/2006/tomaschett/diss.pdf

  • Also vom Spiegel eindeutig „schlumpig“ recherchiert!
    Ich meine auch schon mal die Zahl von 10% Anglizismen im normalen Sprachgebrauch gehört zu haben. Gibt´s dazu valide Zahlen?
    Andereseits bin ich davon überzeugt, dass in bestimmten Bereichen (wie z.B. dem Jugend-Radiosender 1Live) die Quote von 25% Anglizismen fast erreicht werden dürfte.

  • Das mit der Zählung der meistverwendeten Wörter in deutschen WERBESLOGANS gibt es übrigens immer noch. Nennt sich Slogometer, findet sich hier:
    http://www.slogans.de/slogometer.php?Year=2006
    und zeigt das für den Spiegel beunruhigende Ergebnis, dass unter den 100 in deutschen WERBESLOGANS meist verwendeten Wörtern in diesem Jahr nur 22 englische sind. Unter den Top 10 sogar nur eins: Your auf Platz 6.

  • Tja, mein lieber Coulibaly, da sind Sie, und ich, und vermutlich auch alle anderen Leser, auf eine glatte Lüge des Spiegels hereingefallen. Wenn ich mal den Spiegel im Original zitieren darf: „Schon 2004, so stellte eine Studie der Universität Hannover fest, waren unter den 100 am meisten verwendeten Wörtern deutscher Rede 23 englische, fast ein Viertel – 1980 war es noch eines.“
    Und jetzt ein Original-Zitat aus einer Meldung von 2004 über diese Studie: „Auch wenn deutsche Slogans überwiegen – Technologie, Genussmittel, Mode und Automobile sind die Branchen mit den höchsten Englischanteilen. Werbung für Lebensmittel, Medikamente und politische Parteien setzt dagegen hauptsächlich auf deutsche Slogans. Das zeigt die Studie „Sprachwahl im Werbeslogan“ der Universität Hannover. Das Team um Jannis Androutsopoulos, Juniorprofessor für Medienkommunikation, untersuchte auf Basis von Slogans.de knapp 2.500 Slogans aus fünf Jahrzehnten und neun Branchen. Die Ergebnisse zeigen eine deutliche Zunahme englischer Slogans von 3 Prozent in den 1980ern über 18 Prozent in den 90ern bis zu 30 Prozent ab 2000.“
    Quelle:
    http://www.mediaundmarketing.de/news/tickerarchiv/06371/index.php

    Hätte der Spiegel geschrieben, dass unter den 100 meist verwendeten Wörtern in deutscher WERBUNG 23 englische sind, so wäre das handwerklich in Ordnung, inhaltlich aber nicht weiter aufregend. Statt dessen schreibt er, dass dies in deutscher REDE so sei, und das ist glatt gelogen – passt aber dafür zur These der Geschichte.
    Verteilt der Presserat eigentlich auch für sowas Rügen?

  • Sehr interessant, der Spiegel-Artikel „Rettet dem Deutsch“, dessen pessimistischer Grundtenor sich absolut mit meinen eigenen Beobachtungen und Erfahrungen zur derzeitigen Situation der deutschen Sprache deckt.
    Besonders beeindruckend fand ich – als Maß für die fortschreitende Durchdringung der Sprache mit Anglizismen – die Zahl der Anglizismen unter den „100 am meisten verwendeten Wörtern deutscher Rede“, die von 1980 bis heute von 1 auf 23 (fast ein Viertel!) gestiegen sei.
    Genau das – und nicht die verschwindend geringen 2.500 Duden-Einträge aus dem Englischen/Amerikanischen (s. Wortistik-Eintrag „Abendland vor Anglizismus“) – spiegelt m.E. die reale derzeitge Sprachsituation wider.
    Bei gleichbleibender Entwicklung wären wir dann in weiteren 25 Jahren bei nahezu 50% Anglizismen unter den 100 meistverwendeten Wörtern angelangt.
    Spätestens dann wäre es an der Zeit, sich ernsthaft Gedanken über die Auswanderung nach Spanien oder Frankreich zu machen, wo die eigene Sprache noch etwas gilt und als Kulturgut gehegt und gepflegt wird…

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