Paarsprache

von Detlef Guertler

Heute Mondilian auf der Buchmesse getroffen, einen langmonatigen Wortistik-Leser und -Kommentator sowie Verfasser des allerersten Leservorschlags, Salzigkeiten. Das Wort gehöre zum Vokabular seiner Paarsprache, sagt er, redet weiter, unterbricht sich mitten im Satz, sagt: “Hatten Sie nicht vorhin gesagt, Sie bräuchten heute noch ein neues Wort? Nehmen Sie doch Paarsprache!”

Allen, die sich in einer lange dauernden Beziehung befinden, oder befanden, dürfte es so gehen, dass sie Begriffe verwenden, die in dieser Form vom Rest der Welt nicht benutzt werden.

Mondilian und ich waren uns nicht einig, ob es genuegend Neuwörter aus Paarsprachen gebe, um eine eigene Rubrik zu rechtfertigen. Aber das können wir ja testen. Wenn Sie, verehrte Leser, in Ihrer Beziehung solche Wörter verwenden, teilen Sie sie mir bitte mit. Wenn genügend zusammenkommen, mache ich eine neue Rubrik dafür auf.

Schnuffi, Purzelchen und andere Kosereien gelten natürlich nicht. Die sind nicht Paar-, sondern Pärchensprache.


Ein Kommentar zu "Paarsprache"

  1. Tja, in puncto Paarsprache kann ich aus dem Vollen schöpfen. Hier nur ein paar Paarkleinode:

    Taittu =
    Herzlicher Kuss auf die Stirn mit emotionaler Beteiligung

    Feezen =
    Wärmflasche

    Sembembel =
    Brötchen

    Falderbatz =
    tageszeit-/locationspezifisch entweder Umarmung oder kuscheln wie 2 Löffelchen

    Nauzenhund =
    jedes Tier, dem wir Sympathie entgegenbringen

    Konnte dem Gatten (noch?) nicht mehr Beiträge abhandeln – ob er sich schämt?

    Liebe Grüße ins ferne Berlin

    ZORA

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