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vonDetlef Guertler 24.10.2006

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Auslächeln (schreibt Christian Dombrowski) ist Lächeln mit Nachsicht, mit Güte, mit Verstehen – aber doch mit einem kleinen Vorbehalt. Das Wort ist spätestens seit den Tagen Tucholskys in der Welt. Beispiel: In dem am 6. 4. 1926 in der „Weltbühne“ veröffentlichten Beitrag „Gruß nach vorn“ wendet Tucholsky sich an einen möglichen Leser im Jahr 1985 und schreibt: „Ich bin wohl zu klein; meine Zeit steht mir bis zum Halse, kaum gucke ich mit dem Kopf ein bisschen über den Zeitpegel… da, ich wusste es: du lächelst mich aus.“

Doch, „auslächeln“ ist hübsch – warum hat der Duden das noch nicht gemerkt?

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