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vonDetlef Guertler 29.10.2006

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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von Kaishakunin

In der gestrigen Folge von Anke Engelkes „Ladykracher“ hatte Anke einen netten Einstiegssketch. Sie bemängelte die fehlenden Abstufungen verschiedener Freunde/Kumpel/Bekannter und anderer Beziehungen im Deutschen. Als Neu-Wörter schlug sie folgende Kombinationen vor:

Ein Kollege, der auch ein guter Kumpel ist, könnte als „Kolumpel“ betitelt werden.

Ein Bekannter und Freund wäre demzufolge ein „Freukant“.

Zwei Männer, die schon einmal Sex mit der selben Frau hatten, könnte man als „Lochschwager“ bezeichnen. Das ist aber nicht ihre Idee, sondern hat sie von ihrer „Schwengel-Schwester“.

Vielleicht sollte man im Zuge des Gender Mainstreaming und anderer aktueller Hypes gleich noch die passenden homosexuellen Formen beworten: Schwengel-Schwager und Lochschwester für Schwule und Lesben.

Weitere Abstufungen und Kombinationen sollten sich problemlos bilden lassen bspw. KoFreu für den Kommilitonen und Freund usw. usf.

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http://blogs.taz.de/wortistik/2006/10/29/kolumpel/

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kommentare

  • Ist jemand, mit dem man im Blog diskutiert oder disputiert oder sich sonstwie austauscht, ein Blogannter? Das Wort glingt oaba irschendwie (g)östlisch ….

  • @Kaishakunin: Hat die wirklich das Wort „Abstufung“ verwendet? Da ist gibt’s bestimmt bessere Sprachen als die Deutsche. Es fehlt ihr ja schon an der Unterscheidung, ob man zusammen ist oder nicht: Die ist eine Freundin von mir, aber nicht meine… Egal. Zumindest hat die etwas anderes gemacht, die jedenfalls eine Stärke des Deutschen ist, die Wortbildung.

    Bei „Kolumpel“ dachte ich zuerst an den Kolumnen-Kumpel, wofür dann wohl nur noch der Ausdruck „Kolumnpel“ übrig bleibt. Auch scheint es mir nicht so ganz logisch, dass die Schwester jetzt das Gegenstück zum Schwager sein soll.

    Ansonsten möchte ich mich nicht weiter zu diesem Thema äußern, es gibt schönere und bessere Wortlistikthemen.

    Gruß aus dem Allgäu, W.Wilhelm

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