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vonDetlef Guertler 30.10.2006

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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von Christian Dombrowski:
Den „Kompromissler“ kennt der Duden, auch „kompromisslerisch“. Warum nicht das Verb dazu: „kompromisseln“?

Wer kompromisselt, neigt dazu, vorschnell Kompromisse zu schließen. Er tut das wiederholt. Er scheint kaum einmal einen Standpunkt zu haben oder gar zu vertreten. Auf die Dauer gesehen, verliert er Reputation und wird als Persönlichkeit nicht mehr ganz ernst genommen.

Kurz: Er entspricht beim Kompromisseln den Merkmalen der Verben auf –eln, wie wir sie in unserer Diskussion um das Wort sucheln bereits herausgestellt haben…

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kommentare

  • Falls er konsequent weiterkompromisselte (stimmt dieses Konjunktief?) verlöre er gänzlich an Achtung (mit einem umgekehrt proportionalen Zuwachs an Ächtung). Als Verhöhnlichkeit würde er nun ernst genommen und das würde bestenfalls solange gut bzw. schlecht gehen, bis ihm das Kompromissariat auf die Schliche käme.

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