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vonDetlef Guertler 28.11.2006

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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von Wolfgang Wilhelm:

Wenn ich beim Wortwart (der ist wohl für alles offen) einen neuen Wortvorschlag reinstelle (und das tue ich oft), beende ich den Beitrag (wie in der Wikipedia) immer mit einem Tildengruß. Ein Tildengruß sieht so aus: ~~~~

Dieser wandelt sich automatisch in das Datum (Voreinstellung) um und sorgt somit für eine zeitliche (oder wie auch immer geartete) Nachvollziehbarkeit und/oder Ordnung. Es verhält sich so ähnlich, als wenn man in Word »mfg« schreibt und sich diese Abkürzung in »Mit freundlichen Grüßen« umwandelt. Komisch, dass sich nach 500k deutscher Wikipedia-Lemmata immer noch kein Wort dazu gebildet hat.

Doch was noch nicht ist, kann ja noch werden. Jetzt stellt sich die Frage, ob man den Tildengruß nur für die Tilden im Speziellen oder sogar im Allgemeinen verwendet, was auch Grußstaben ( ;) ) ( D *g* …) miteinschließen würde. Im engeren Sinne hieße die Definition also
Tildengruß, m: Tildenförmiger Gruß, welcher sich automatisch in eine voreingestellte Grußformel umwandelt.
und im weiteren Sinne:
Tildengruß, m: Definierte Abkürzung, welcher sich automatisch in eine voreingestellte Grußformel umwandelt.

Und weil wir gerade beim Definieren sind:
Grußstabe, m: Symbol oder Buchstabe, der zum Grüßen verwendet wird.

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