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vonDetlef Guertler 13.12.2006

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Ein wunderhübsches Neuwort im Wörterblog gefunden: „Das Sich-Interessant-Machen, das Sich-Spreizen und das Pfauenrad-Schlagen mittels eines ebenso hohlen wie prätensiösen Vokabulars – das ist natürlich vor allem in den Balzwissenschaften daheim: in Werbung, Marketing, Marktforschung und Public Relations. Denn die haben’s schon von ihrer Aufgabe her nötig.“ Dass diese Betätigungsfelder etwas mit pfauen und sich-aufblasen zu tun haben, wurde schon häufig beschrieben – aber das Wort Balzwissenschaft ist völlig neu.
Nun kann man sich natürlich drüber streiten, ob Werbung und/oder PR Wissenschaften sind. Um diesem Streit aus dem Weg zu gehen, verunwissenschaftlicht man das Wort und spricht alliterierend von Balzbranchen. Dann könnte man allerdings immer noch darüber streiten, welche Bereiche des Journalismus ebenfalls zu den Balzbranchen gehören: Kundenzeitschriften bestimmt, und die Auto- und Reisejournalisten bestimmt auch. Und wer noch?

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https://blogs.taz.de/wortistik/2006/12/13/balzbranche/

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kommentare

  • Ich dachte jetzt eher an die ganzen Verkupplungsfirmen die Mann und Frau aus der Einsamkeit zum Elitepartner oder so verhelfen wollen. Und in deren Rattenschwanz dann diverse Industriezweige (Nagelstudio, Coiffeur, Blumenladen) ihr Auskommen mit den Balzwütigen finden.

    Wobei natürlich die o.g. Balzbranche auch in dieses kommerz-sexuelle Metier hineinspielt.

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