Lob und Preis sei dem Herrscher des Wortreichs, der dieses Wort im schier undurchdringlichen Dickicht des Wortwarts entdeckte. Denn während die wortwärtlichen Wortschöpfungen meist eher eine kindlich-pubertäre Freude an der Subversion denn eine Prüfung auf Verständlich- oder Nützlichkeit verraten, macht sich Wortreich-Macher Michael Staub immer auch Gedanken darüber, wie Neuschöpfungen tatsächlich produktiv werden können.
Das Plauderwelsch zeigt diesen Unterschied sehr deutlich. Beim Wortwart wird es definiert als “Aussenstehenden unverständliches Gemurmele, welches meist in hysterische Lachanfälle übergeht”. Als solches wäre das Plauderwelsch allenfalls in wenigen Fällen verwendbar. Das Wortreich denkt weiter: “Schöner als das neudeutsche Smalltalk, netter als Gefasel und Gesülze, aber nicht gleich so hochgestochen wie das Kommunizieren oder Ausdiskutieren”, heißt es dort.
Und als Ersatz für den Small-Talk könnte dem Plauderwelsch tatsächlich eine brilliante (und charmante) Karriere bevorstehen. Denn auf diesem Platz klingt es wesentlich wohler als alles, was der Verein Deutsche Sprache… weiter lesen