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vonDetlef Guertler 01.02.2007

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Bei verzweifelten Computernutzern kommt dieses Adektiv vereinzelt schon vor – gerne in Verbindung mit dem Vorwort „total“. So richtig nützlich wäre es aber doch vor allem für realiter virusbefallene Menschen wie derzeit den Wortisten. „Komm mir nicht zu nahe, ich bin total vervirt“, wäre doch klares, unmissverständliches Deutsch. Okay, das Wort sieht geschrieben furchtbar aus, aber gesprochen klingt es doch gut. Und ein anderes Wort, das diesen Zustand beschreiben würde, haben wir doch nicht, oder?

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kommentare

  • Wenn wir jetzt noch weiter pennen,
    Kann man sie bald „Schäubles“ nennen.
    (die Danaer)

    Alle Gates, die sind weit offen.
    Die Windows, die sind auch betroffen.

    Über Berge, Täler, Stege,
    Ein Schäuble findet seine Wege.
    Verlässt den rechten Weg im Nu.
    (Den nächsten Rollstuhl baut ihm Q.)

  • Nun ja, aber wenn der Trojaner in Städteverwüster umgetauft wird, haben die Altphilologen auch keine Freude. Wie wärs mit Danaer?

  • „Hütet euch vor den Geschenken der Danaer! Verbrennt das Pferd oder stürzt es ins Meer!“ (Laokoon) Das trojanische Pferd war in Wahrheit ein griechisches Pferd!! (Un)sinnigerweise nennt man Schadprogramme, die getarnt in Computer eindringen jetzt verkürzt „Trojaner“. Blödsinn. Troja war das Opfer. Odysseus war (unter Anderen) die Kanaille im Pferd. Immer dieser miese Typ. Ich mag den nicht. o-(( Polyphem

  • Ich habe jenes Wort das erste Mal 1994 gehört, als ich einem Bekannten mit seinem vervirten Rechner helfen musste. Der konnte auch nicht verknusen das ich noch nicht mal jugendeweiht war.Grade in der Admin-Szene ist es aber sehr häufig zu finden.

    In diversen Diskussionsforen — Neudeutsch wohl „Forums“ genannt — suchen immer wieder Leute nach Vieren-Scannern. Die meist satirisch-zynischen Antworten vertragen sie oft nicht 😉

    Bsp für die Unix-Benutzer unter uns: „find ./ | xargs grep 4“ 😉

    Wobei natürlich offen ist, was mit Würmern und Trojanern passiert. Die befallen den Rechner auch sehr gern, sind aber definitionsbedingt keine Viren. Es gibt zwar „trojanisiert“, damit bezeichnet man aber in der Regel das Wirtsprogramm des Trojanischen Pferdes. Bei „verwurmt“ käme mir nur ein Hund oder eine Katze in den Sinn.

    „Mit Schadsoftware befallen“ ist wohl ein offizieller Ausdruck und auch recht weit gefasst. Der Ausdruck „schadhafte Software“ wurde wohl schonmal diskutiert.

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