These 90 des Optimistischen Manifests:
Die Rolle, die im 20. Jahrhundert die Unternehmensberatung spielte, wird im 21. Jahrhundert die Arbeitnehmerberatung spielen.
These 90 des Optimistischen Manifests:
Die Rolle, die im 20. Jahrhundert die Unternehmensberatung spielte, wird im 21. Jahrhundert die Arbeitnehmerberatung spielen.
These 87 bis 89 des Optimistischen Manifests:
87. Wir kommen aus dem Jahrhundert der Massenproduktion. Wir gehen in das Jahrhundert der Individualproduktion.
88. Die Gewinnmargen bei Standardprodukten werden rasiermesserdünn. Wer es schafft, seine Produkte zu individualisieren, wird im Geschäft bleiben können.
89. Kleinstproduzenten im eigenen Stadtviertel werden eine Authentizität und Individualität bieten, wie sie Fabrikprodukte nie erreichen können.
These 75 bis 78 des Optimistischen Manifests:
75. Im Jahr 2050 werden wir als soziales Minimum einstufen, was heute dem Wohlstand der oberen Mittelschicht entspricht.
76. Es wird als unsozial gelten, Einkommen zu besteuern.
77. Es wird als sozial gelten, Ausgaben und Erbschaften zu besteuern.
78. In 30 Jahren werden wir in etwa wissen, wie sehr die genetische Ausstattung die Potenziale eines Menschen bestimmt. Dann wird es heiß diskutiert werden, ob es sozial gerecht ist, die Menschen nach dem Potenzial ihrer DNA zu besteuern.
These 71 des Optimistischen Manifests:
Die Entstehung einer privilegierten Kaste der Wissenselite ist eine der größten Gefahren für das Gemeinwesen.
These 26 des Optimistischen Manifests:
Wer Wissen managen möchte, wird scheitern.
These 17 des Optimistischen Manifests:
Humankapital wird so wertvoll und individuell sein, dass viele Menschen sich an der Börse notieren lassen könnten.
These 18 des Optimistischen Manifests:
Von denen, die sich an der Börse notieren lassen könnten, werden nur die wenigsten das wollen.
These 16 des Optimistischen Manifests:
Jobholder Value siegt über Shareholder Value.
So nennt der Perlentaucher das Thema des dieswöchigen Zeit-Dossiers, obwohl die Zeit selbst sachlich-fachlich “Gewebespende” schreibt. Anders als bei der Organspende, bei der nur hirntote, noch künstlich beatmete Spender in Frage kommen, darf ein Gewebespender schon richtig tot sein. Der Hornhaut beispielsweise macht es nichts aus, wenn das ursprünglich dazugehörige Herz schon seit ein paar Stunden nicht mehr schlägt, und aus Herzgewebe oder Blutgefäßen lassen sich wunderbare Zellkulturen basteln, die für mannigfache Forschungszwecke einsetzbar sind.
Gewebespende klingt mir für diesen Vorgang eindeutig zu harmlos, wenn nicht gar verharmlosend. Gewebe, das hört sich eher textil als tot an. Körperrecycling hingegen scheint sehr technisch-ökologisch zu sein – außerdem ist dieser “Körper” ja wohl eher eine Leiche. Leichenverwertung hingegen geht einen Hauch zu sehr ins Ökonomische, und Ausschlachten ist ebenso drastisch wie geschmacklos.
Was also könnte passen? Ersatzteilleiche? Forschungsleiche? Entkörperung? Leichenverwendung? Na, vielleicht ist das mit dem Körperrecycling doch… weiter lesen
Das ist doch nett von der Bundesjustizminsterin, dass sie demnächst einen Gesetzentwurf vorstellen möchte, “der ein vereinfachtes Verfahren zur Festlegung der biologischen Vaterschaft anbietet.” Rein wortistisch sind wir sehr gespannt, ob in diesem Gesetzentwurf auch ein vereinfachter Begriff für die Nichtvaterschaft enthalten sein wird. Denn bislang ist nicht mehr als dieses bürokratische Wortmonster im Angebot.
Vermutlich wird es jedoch, wie bei Gesetzentwürfen üblich, eher zu einer weiteren Verkomplexierung der Wortwahl kommen. Denn der Gesetzgeber möchte bzw. muss dann eine Unterscheidung treffen zwischen der biologischen und der juristischen Vaterschaft – und natürlich auch der biologischen und juristischen Nichtvaterschaft. Dann viel Vergnügen bei der Wortschöpfung.
An dieser Stelle möchten wir dieses so hoch emotionale Thema zwar nicht entsubstantiieren, aber doch zumindest entsubstantivieren. Denn während in Gesetzentwürfen üblicherweise die Substantivierung zur Durchführung der Bürokratisierung und der Entmenschlichung der Verallgemeinerung von Sachverhaltungen (oder so ähnlich) verwendet wird, sind wir hier große Freunde… weiter lesen
Ist das nicht ein herrliches Wort?! Diese süß-saure Kombination aus der hoch emotionalen Leidenschaft und der tief nüchternen Industrieproduktion! Wie könnte so etwas aussehen: eine Passionsfabrik? Die Traumfabrik kennen wir, das ist ein Filmstudio im allgemeinen und Hollywood im besonderen. Aber wie fabriziert man Passionen?
Ganz tief im Unterbewussten taucht da Jean Pütz mit seiner “Hobbythek” auf. Okay, da wurden eher Hobbys fabriziert, aber ist das nicht schon ziemlich nahe an der Passion dran? Aber dann wäre eine Passionsfabrik ja viel profan-langweiliger als das schöne Wort.
Zugegeben, der Profanitätsverdacht ist auch beim Erfinder des Begriffs Passionsfabrik nicht von der Hand zu weisen: Es handelt sich um lauritz.com, ein dänisches Internet-Auktionshaus. In Gänze heißt die Begriffserklärung: “Wir sind eine Passionsfabrik, angetrieben von der Leidenschaft für alles, was das Leben versüßt und unser Zuhause verschönert – Kunst, Kunsthandwerk und Design.”
Ob diese Webseite auch nur ansatzweise das hält, was das… weiter lesen