Ein hübsches Wort, das der Kölner Stadtanzeiger in seine Überschrift zum Bericht über Takafumi Horie gesetzt hat. Leider nur klanglich hübsch, denn dem Gründer und Aufpuster des Internet-Unternehmchens Livedoor fehlt ein zentrales Element, das den Kamikaze schon immer ausgezeichnet hat: der Selbstmord. Wie alle hiesigen Feld-, Wald- und Aktionärsbetrüger hierzulande hat Horie zwar gemeinsam mit dem Vermögen vieler Aktionäre auch sein Unternehmen vernichtet, aber für ihn persönlich kann von Vernichtung keine Rede sein – kaum einer dieser charismatischen Börsenstars ist so dumm, nicht rechtzeitig vor dem Platzen der selbsterzeugten Blase ein Sicherheitspolster anzulegen.
Also, lieber Stadtanzeiger: das nächste Mal, wenn ihr euren Lesern erklären wollt, dass ein Bericht von einem Japaner handelt, schreibt einfach “Japaner” in die Überschrift.