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vonDetlef Guertler 17.03.2007

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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von Christian Dombrowski:
Mit unregelmäßiger Regelmäßigkeit trifft man auf Bücher, die mit dem einzigen Ziel verlegt oder geschrieben worden zu sein scheinen, möglichst viele Menschen in Empörung zu versetzen. Geschäftlich ist das eine Rechnung, die oft aufgeht. Denn der Buchmarkt ist schließlich kein Ort des Schönen und Wahren, wo das Bessere stets der Feind des Guten wäre. Auch eine große Frechheit erregt die Aufmerksamkeit und Kauflust.
Man könnte bei derlei Produkten von „Empörbüchern“ sprechen.
Aktuell erfüllt Frau Hermans „Eva-Prinzip“ genau die Kriterien für diese Kategorie.

Empörbuch, n.: ein Buch, das eine These verficht, über die sich viele Menschen empören oder empören sollen

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http://blogs.taz.de/wortistik/2007/03/17/empoerbuch/

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kommentare

  • Gut, es gibt aber auch wirklich sch… Bücher und Autoren. Obwohl: Wenn eine Buchhandlung zur Eröffnung ein gewisse D. Nick einlädt, dann ist das deren Image-Problem, nicht meines. So soll es sein.
    Ganz alleine möchte ich das »Empörbuch« dennoch nicht stehen lassen, zumal ich beruflich Partei für das Medium Buch ergreife: Wenigstens die »Empörglotze« sei hier erwähnt.

    @Kaishakunin: »Trollbücher« gibt’s nun mal, aber es gibt, der »Buchpreisbindung« sei dank, eine genügend große Auswahl anderer Bücher. Und das bereits in kleineren Buchhandlungen. Den Kritikern empfehle ich das Buch »Wirtschaftsunternehmen Sortiment« (978-3-934054-20-2).
    Da heißt es, es meinen
    * 77% der Buchhändler: Bücher sind »wenig preiswert«, d.h. relativ teuer.
    hingegen
    * 43% der Kunden: Bücher sind »preiswert«.

    Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass bald wieder Buchmesse ist?

    Gruß aus dem Allgäu, W. Wilhelm

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