Österreicherei
von Detlef Guertlervon Christian Dombrowski:
Als „Österreicherei“ lässt sich jegliches Verhalten bezeichnen, das für Österreicher typisch ist, Österreichern als Charakteristikum zuerkannt wird oder sich auf etwas explizit Österreichisches bezieht. Zum Beispiel das häufig beschriebene Rekurrieren auf den Habsburger Mythos, also das ideelle Fortleben des Habsburger Reiches noch im heutigen kleinen Österreich. Oder die Neigung, Meinungsgegensätze eher nebeneinander bestehen zu lassen als sie auf die Spitze zu treiben. Und mancherlei mehr.
Was für die Schweiz (siehe „Schweizerei“) billig ist, sollte auch für Österreich recht sein.
Österreicherei, f.: Verhalten oder Einstellung, die etwas Österreichisches in besonderer Weise betont; eine für Österreicher als typisch empfundene Verhaltensweise
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Also, daß ich das mit der Österreicherei bisher nicht gewusst habe, ist allein schon sträflich! Aber was mach ich jetzt mit diesem Wissen? Ich bitte demütigst um Aufklärung, damit ich dieses brisante, revolutionäre Wissen auch richtig anwende!
In aller Ergebenheit
Daphne van Duempten
Es ist überhaupt nicht sträflich, verehrte Frau van Duempten, von etwas noch nichts gewusst zu haben, was es vor der Veröffentlichung an dieser Stelle noch gar nicht gegeben hat. Es liegt in der Natur der Neuwortschöpfung, dass sie sich auf Neuland begibt.
Und was die Anwendung dieser Neuwörter angeht, halten wir es hier wie im Abschiedsspruch des Zirkusdirektors: Wenn es Ihnen gefallen hat, sagen Sie es allen weiter. Wenn nicht, behalten Sie es für sich.
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