von Christian Dombrowski:
Alexander, aus Hamburg gebürtig, wohnt seit vielen Jahren in Athen. Er ist mit einer Kreterin verheiratet und spricht Griechisch wie Wasser. Sein Deutsch indessen beginnt sich unter dem Eindruck der griechischen Umgebung leise, leise zu verändern. Noch fällt das kaum auf. Nur wenn man sehr genau hinhört, merkt man, dass Alexander manchmal nicht unmittelbar in seiner Muttersprache lebt und denkt. Gelegentlich muss er – bloß für einen Sekundenbruchteil – nach dem richtigen Ausdruck kramen; und zuweilen findet das passende Wort nur über eine Art Umweg.
Doch dabei gelingen ihm erstaunliche Leistungen.
Es war am 9. April 2004. Wir fuhren vom Athener Flughafen im Auto nach Piräus. Griechenland bereitete damals gerade die Olympischen Spiele vor, die im August eröffnet werden sollten. Es ging schleppend voran mit der Vorbereitung – das IOC hatte schon besorgte Emissäre ins Land geschickt, die nach dem Rechten schauen sollten. Während wir fuhren,… weiter lesen