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vonDetlef Guertler 16.04.2007

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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von Polyphem:

16. April 2007: “Wir haben Geburtstag.” Zum heutigen Datum ein neues Wort papistischen Ausmaßes, das zum Thema passt, mit doppelter, gegensätzlicher Bedeutung. Ein Bindestrich trennt mal so und mal gegensätzlich.

Klima-Theist für Menschen, die an den Klimawandel glauben.
Klim-Atheist für Menschen, die nicht an den Klimawandel glauben. -)

Es grüßt sehr freundlich – Polyphem

P.S.: Für das Wetter und das Klima war bei den griechischen Göttern der Chef zuständig. Bei den Katholiken ist es nur der (erste) Stellvertreter Christi auf Erden.

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kommentare

  • .. Oh, glaube mir, der viele tausend Jahre
    An dieser harten Speise kaut,
    Dass von der Biege bis zur Wahre
    Kein Mensch den alten Sauerteig verdaut…

    … glaub unsereinem, dieses Ganze
    Ist nur für einen Gott gemacht.
    Er findet sich in einem ewgen Glanze,
    Uns hat er in die Finsternis gebracht…
    oder war das Odysseus? – (nach J.W.v.G. – Faust I)

    Bin kein Gott, bin nur ein Göttersohn.
    wir wissen nichts und glauben schon,
    was Andere zu glauben wissen.

    Den Satz „Ich glaube zu wissen.“, habe ich für widersinnig gehalten, bis ich im zweiten Semester Philosophie gelernt habe, dass vieles, was wir für unser Wissen halten, der Glaube an das Wissen Anderer ist. Oder an das, was Andere als ihr Wissen bezeichnen.

    P.S.: Ich hatte geglaubt, es sei unser griechischer Theos, an den wir glauben – oder nicht. http://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus

  • Der traditionelle Theist meint mit »Glaube« eigentlich die »Treue«. Und wenn schon »Glaube«, dann im Sinne von »Treue und Glaube«: »Ich vertraue Gott (oder wer auch immer), dass er mir hilft.« Das Wort »Glaube« im wörtlichen Sinne meint eigentlich den »Aberglauben«.

    »Glauben heißt: Nichts wissen. Und wer gar nichts weiß, der kann alles glauben. Des kann der Schnappauf bestätigen.« (Bruder Barnabas). Und haben nicht der Trittin bzw. die Grünen nicht mal damit geworben, für gutes Klima zu sorgen (D-Karte mit Solarstromsonnen und durchgestrichenen AKWs)?

    Von Menschen mit dem quasi-erotischen Verhältnis zum umweltpolitischen Unfung hin zu Göttern mit dem Hang zur Unmöglichkeit: Wir halten uns jeweils mit einer Hand vors Auge und sehen das »A« jeweils vor »Klim« oder nach »theist«. Wer das mit einem Auge schafft, muss wahrlich ein Gott sein… Jetzt wartet schon die »Quadratur des Kreises« ganz sehnsüchtig auf den Zyklopen. 😀

    Übrigens: Gott selbst ist athee. Würde er nämlich an Gott glauben, so wäre ein anderer Gott, nicht er.

    Gruß aus dem Allgäu, W. Wilhelm

  • Okay:
    Aber ein drittes P.S. fehlt noch:

    P.S.: Für das Wetter und das Klima war bei den griechischen Göttern der Chef zuständig. Bei den Katholiken ist es nur der (erste) Stellvertreter Christi auf Erden.
    *
    Meine Ergänzung als 3. Postscriptum:
    Klimaschock, Teil 3: Für die Geschichte des Nazismus im „Deutschen Dritten Reich“ ist ein schwäbischer MP-Denker zuständig.
    („Heil Oettinger! „)

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