Tarnfabrik
von Detlef GuertlerEin böser Vorwurf, aber ein schönes Wort, das Hans-Joachim Selenz in seiner Strafanzeige gegen Ferdinand Piech verwendet: “Insbesondere das Touareg/Cayenne-Projekt, an dem Herr Piech als Mitgesellschafter der Porsche AG ein überragendes Interesse hatte, wurde am VW-Auslandsstandort Bratislava realisiert. Die Porsche AG sparte auf diese Weise neben einem Großteil der Entwicklungskosten auch die Investition für die Karosseriefertigung sowie nahezu die komplette Montagelinie. In Leipzig baute man zur Täuschung der Öffentlichkeit und der Kunden lediglich eine Tarnfabrik für die Reifen- und Motor-Montage.”
Das würde wenigstens plausibel erklären, warum Porsche-Chef Wendelin Wiedeking so großherzig auf Subventionen für das Leipziger Werk verzichtete: Wer Subventionen zahlt, darf schließlich auch prüfen, was in so einem Werk passiert – oder eben nicht passiert…
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Ohne Mimikry funktioniert die Evolution nicht; ohne Tarnung nicht der Krieg oder die Politik.
Wir haben also seit dem Neandertal schon eine Entwicklung (mit-)gemacht. Dieses Tal an der Düssel bei Mettmann ist auf Grund der strengen „Schutzbestimmungen, die im Bundesnaturschutzgesetz definiert sind, sind nur Nutzungen erlaubt, die keine Schädigungen am Schutzgut bewirken“.
Wo Politiker und Kapitalisten in einer Pseudokratie ihre Schröpfungen anlegen und verbergen, gelangt selten ans Tageslicht der Medien.
Ent-tarnung als wortistische Ent-deckung zu lesen – ein Vergnügen!
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Der schöne Schein zählt in der Wirtschaft und der Schein-Demokratie. Wer ihn nicht nimmt, ist schon verdächtig.