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vonDetlef Guertler 11.05.2007

Wortistik

Neue Zeiten brauchen neue Wörter. Doch wer trennt die Spreu vom Weizen? Detlef Gürtler betätigt sich als Wortwart der Nation.

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Jan Bretschneider ist in dem dem Wortisten bislang unbekannten Aachener Kulturterminmagazin „MOVIE“ auf dieses Wort gestoßen. Ein hübsches Wortspielchen, das sich nicht nur für die Rezensionen schlechten Kabaretts eignet, sondern auch bei genüßlichem Ablästern oder unverbindlichem Plauderwelsch eingesetzt werden kann.

Dabei ist der Humorkrepierer sowohl für einen schlechten Witz als auch für den Erzähler eines ebensolchen verwendbar. Auch präventiv kann das Wort sehr nützlich sein. „Oje, der Gürtler nimmt Kurs auf uns. Bloß weg hier, der ist ja ein echter Humorkrepierer.“

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https://blogs.taz.de/wortistik/2007/05/11/humorkrepierer/

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kommentare

  • Guertler ist nicht lustig und Erika zu fett. Das kann nicht gefallen. Da braucht man Begriffe, die humorlose oder auf andere Art unmögliche Menschen im Kontext der bürgerlichen Erwartungshaltung bezeichnen. Dann klappt´s auch besser mit der Konditionierung.

    Hezlichst

    I. P. Pawlow

  • @Bernd Armonk: Es soll Blogger geben, die die (automatisch vorgegebene) Trennung zwischen Anreißer und Haupttext als dramaturgisches Element benutzen, um möglichst viele flüchtige Leser zum Herüberklicken auf das Gesamtwerk zu verleiten – ähnlich wie bei Zeitschriften der Vorspann einer Geschichte zum Lesen der gesamten Geschichte anregen soll. Beim Bloggen muss man dafür allerdings ein Gefühl dafür entwickeln, wann der Anreißer beendet ist – jedesmal die Buchstaben auszählen ist auf Dauer sehr mühsam.
    Dieses Gefühl habe ich nicht und werde ich wohl auch nicht entwickeln. Erstens weil ich dafür zu wenig Zeit mit meinem Blog verbringen, und zweitens weil die Zahl der Buchstaben, die ich für Zeitungen, Zeitschriften und Bücher schreibe, mindestens dreimal so groß ist wie in diesem Blog.
    Also werde ich weiterhin meine Wortistik-Texte so runterhacken, wie sie mir gerade in den Sinn kommen, ohne darüber nachzudenken, ob und wo die Software das „Mehr…“ einstreut.

  • Ich lese diesen Artikel bis zum Satz:
    „Oje, der Gürtler nimmt …

    Dann verspricht man mir:
    Mehr …

    Doch es kommt lediglich:
    Kurs auf uns. Bloß weg hier, der ist ja ein echter Humorkrepierer.”

    Mehr ist hier ganz schön wenig. Kann man das nicht besser trennen?

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